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Religion, Moral und Moralvorstellungen. Moralvorstellungen der Sekte "Die Zeugen Jehovas"

Titre: Religion, Moral und Moralvorstellungen. Moralvorstellungen der Sekte "Die Zeugen Jehovas"

Essai , 2016 , 10 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Kati Chatzikonstantinidou (Auteur)

Sociologie - Médias, Art, Musique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit es das Bedürfnis der Menschen zu Glauben gibt, ist die Religion aus dem Bewusstsein der Menschen nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen schöpfen Kraft aus der Religion, andere wiederum nutzen diese aus, um ihre Ideologien zu rechtfertigen. Es haben sich im Verlauf der Jahrtausende viele Religionen entwickelt und zudem auch vieles was für manche Menschen nicht als Religion zu verstehen ist. Hierzu zählen Sekten, die sich selbstredend nicht als solche verstehen.
Religion ist schwer zu fassen und für jeden etwas anderes. Doch genau an diesem Punkt kann die Moral angeknüpft werden, da auch sie etwas ist, das für jeden eine andere Bedeutung hat und etwas Unfassbares darstellt. Was für den einen moralisch vollkommen richtig ist, stellt für den anderen genau das Gegenteil dar. Jedoch kann angemerkt werden, dass die Moralvorstellungen der Menschen, die beispielsweise in einer westlich geprägten Gesellschaft leben, nicht gravierend voneinander abweichen. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, mit dem Hintergedanken, dass Menschen Moral als subjektiv erachten und danach handeln.
Man stellt sich zeitgleich die Frage, welche Moralvorstellungen andere religiöse Sekten haben. Dies stellt hier die Leitfrage im folgenden Essay dar. Dazu wird Bezug zu der Sekte die „Zeugen Jehovas“ genommen, und untersucht, welche Moralvorstellungen sie vertritt. Es wird vermehrt über Moralvorstellungen bezüglich Partnerschaft, Liebe, Kontakt zu Nicht-Zeugen, verschiedenen Grundsätzen etc. aus Sicht eines ehemaligen Sektenmitglieds berichtet, um eine möglichst ehrliche Sicht zu zeigen.
Grund für den Einbezug der Sicht des ehemaligen Mitglieds ist die literaturarme Verfügbarkeit von Informationen über diese Sekte. Durch diesen Einblick wird ein authentischer Blick hinter die Fassade der Zeugen gewährt. Die verschönte und verharmloste Sicht auf die Sekte bröckelt bis sie durch den Vergleich anderer Moralvorstellungen schließlich ganz in sich einstürzt.
Zum Verständnis werden die Begriffe Religion, Moral und Sekte so weit versucht zu definieren, um eine Grundlage fü die folgende kritische Auseinandersetzung aufzubauen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Definitionen
    • 2.1 Religion
    • 2.2 Moral
    • 2.3 Sekte
  • 3. Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas
  • 4. Fazit
  • 5. Literatur- & Quellenangabe

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas und fragt danach, welche religiös begründeten Normen und Verhaltensregeln diese Gemeinschaft prägen. Im Zentrum steht eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich diese Moralvorstellungen zu allgemein verbreiteten moralischen Vorstellungen in einer westlich geprägten Gesellschaft verhalten und welche Folgen sie für Mitglieder, insbesondere Kinder und Aussteiger, haben.

  • Begriffsbestimmungen von Religion, Moral und Sekte
  • Moralische Grundsätze der Zeugen Jehovas im Alltag
  • Erziehung, Suchtprävention und Geschlechtsmoral
  • Abgrenzung gegenüber Nicht-Zeugen und der „Welt“
  • Politische Neutralität, religiöse Praxis und Gemeinschaftsregeln
  • Kritik an Gemeinschaftsentzug und Bluttransfusionen

Auszug aus dem Buch

3. Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas

Zur Beschreibung der Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas gehört auch eine kurze Darstellung der Glaubenslehre, die hier aber nur rudimentär thematisiert wird (vgl. Pohl 2010: 64).

Charles Tace Russell, Gründer der Sekte, kam es darauf an, der Menschheit einen Gott zu verkünden, welcher gütiger ist als der, den die christlichen Kirchen lehren, so Algermissen (vgl. Algermissen 1962: 85). Jedoch stellt sich die Frage, wie moralisch dies ist, da der Gründer zusammen mit seinen Nachfolgern das wahre Bild des einen und einzigen Gottes als des absoluten, unermesslichen Geistes zerstört. Demnach wird die Offenbarung Gottes, so wie sie in der Bibel niedergelegt ist, durch Missdeutung verfremdet (vgl. ebd.).

Fragwürdig ist auch, dass bei ihnen der angebliche Heilsplan Gottes mit der Menschheit, die sie in absoluter Willkür an Hand der Bibel errechnen, im Zentrum stehen und nicht Christus als der menschgewordene wesenhafte Sohn Gottes und Erlöser der Menschen (vgl. Algermissen 1962: 85).

Im Folgenden werden die Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas aus Sicht eines ehemaligen Sektenmitglieds genauer unter die Lupe genommen und kritisch hinterfragt. Hierzu wird Bezug zur Aussteigerin Rita Neudeck-Straßer genommen, die ihre Erfahrungen auf einer öffentlichen Internetseite Preis gibt.

Bezüglich moralischer Grundsätze lehren die Zeugen Jehovas ihren Kindern, von Verhaltensweisen, von Praktiken und auch von Anschauungen Abstand zu nehmen, die sich auf sie selbst oder auf andere schädlich auswirken können (vgl. Pohl 2010: 262).

Es ist für sie von großer Wichtigkeit, ihre Kinder über die Gefahren des Drogen- und Alkoholmissbrauchs sowie über die des Rauchens aufzuklären. Zudem ist ihnen Ehrlichkeit und Fleiß ebenso wichtig (vgl. ebd.).

Jehovas Zeugen lehren ihren Kindern, an den biblischen Grundsätzen über die Geschlechtsmoral festzuhalten sowie Autoritätspersonen mit Respekt entgegen zu treten. Außerdem gehört es zur Erziehung der Zeugen Jehovas, dass sie ihren Nächsten und auch sein Eigentum achten und „keine schmutzige Sprache“ sprechen. Befolgen sie die genannten Grundsätze, sind die Zeigen Jehovas der Überzeugung ihre Kinder gut erzogen zu haben (vgl. Pohl 2010: 262).

Bezüglich der Suchtprävention hat es sich gezeigt, dass es sich in geistiger, sittlicher, moralischer und körperlicher Hinsicht positiv auf junge Leute auswirkt, wenn sie mit der Ansicht der Bibel über den Gebrauch von Alkohol und Drogen vertraut gemacht werden. Der Alkoholgenuss von Erwachsenen wird von den Zeugen Jehovas nicht generell abgelehnt, sie vertreten den Standpunkt der Bibel, dass Alkohol in Maßen – und nur in Maßen – zu genießen ist (vgl. Pohl 2010: 263).

Hohe Moralvorstellungen werden auch in Bezug auf die Partnerschaft und Liebe vertreten. Jedoch wird Jugendlichen kaum Platz für Eigenverantwortung eingeräumt, wenn es darum geht, einen Partner zu finden, so Neudeck-Straßer (vgl. Neudeck-Straßer, o.J. und o.O.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld von Religion und Moral ein und formuliert die Leitfrage nach den Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas. Begründet wird die Untersuchung auch mit der Nutzung eines Aussteigerberichts, um eine möglichst authentische Perspektive zu erhalten.

2. Definitionen: Dieses Kapitel klärt die grundlegenden Begriffe Religion, Moral und Sekte. Es zeigt, dass alle drei Begriffe vieldeutig sind und für die spätere kritische Analyse begrifflich eingegrenzt werden müssen.

3. Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas: Im Hauptkapitel werden Erziehung, Suchtprävention, Partnerschaft, Abgrenzung von der „Welt“, politische Neutralität und der Umgang mit Bluttransfusionen behandelt. Ergänzt wird dies durch kritische Beobachtungen einer ehemaligen Angehörigen der Gruppe.

4. Fazit: Das Fazit bewertet zentrale Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas als mit modernen westlichen Wertvorstellungen nur begrenzt vereinbar. Es betont insbesondere die restriktiven Gemeinschaftsregeln und die problematischen Folgen von Gemeinschaftsentzug und Fremdabgrenzung.

5. Literatur- & Quellenangabe: Das abschließende Kapitel dokumentiert die verwendete Fachliteratur und die Online-Quellen. Es dient der Nachvollziehbarkeit der Argumentation und der Einordnung der herangezogenen Belege.

Schlüsselwörter

Religion, Moral, Sekte, Zeugen Jehovas, Moralvorstellungen, Erziehung, Geschlechtsmoral, Gemeinschaftsentzug, Bluttransfusion, politische Neutralität, Aussteigerbericht, religiöse Normen, Abgrenzung, Suchtprävention, Partnerschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Moralvorstellungen der Zeugen Jehovas und bewertet, wie diese mit allgemeinen moralischen Vorstellungen in der westlichen Gesellschaft zusammenhängen. Im Fokus steht eine kritische Betrachtung religiöser Regeln und ihrer Folgen für Mitglieder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Religion, Moral und Sekte sowie die konkreten Moralregeln der Zeugen Jehovas. Dazu gehören Erziehung, Partnerschaft, Umgang mit Außenstehenden, politische Neutralität und Bluttransfusionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet, welche Moralvorstellungen die Zeugen Jehovas vertreten. Ziel ist es, diese Vorstellungen anhand von Literatur und einem Aussteigerbericht kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Verwendet wird eine qualitative, literaturgestützte Analyse mit begrifflicher Klärung und kritischer Auswertung eines Erfahrungsberichts. Der Text arbeitet vor allem mit Sekundärliteratur und einer externen Perspektive einer ehemaligen Angehörigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die moralischen Grundsätze der Zeugen Jehovas in verschiedenen Lebensbereichen. Besonders ausführlich geht es um Kindererziehung, Sexualmoral, soziale Abgrenzung, politische Zurückhaltung und den Umgang mit Blut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Religion, Moral, Sekte, Zeugen Jehovas, Erziehung, Gemeinschaftsentzug, Bluttransfusion und Partnerschaft. Auch Begriffe wie Abgrenzung, Normen und Aussteigerbericht sind zentral.

Warum wird ein Aussteigerbericht einbezogen?

Der Aussteigerbericht soll einen authentischen Einblick hinter die offizielle Fassade der Gemeinschaft geben. Er ergänzt die Fachliteratur um eine persönliche Erfahrungsdimension und stützt die kritische Perspektive der Arbeit.

Welche Rolle spielt die Bluttransfusion in der Argumentation?

Die Ablehnung von Bluttransfusionen wird als besonders problematisch dargestellt, weil sie im Text als lebensgefährliche Konsequenz religiöser Auslegung beschrieben wird. Der Autor setzt dies in Beziehung zu einer strengen, nicht allgemein geteilten Bibelauslegung.

Was ist an der Regelung zum Gemeinschaftsentzug besonders relevant?

Der Gemeinschaftsentzug wird als starke soziale Sanktion beschrieben, da Betroffene keinen Kontakt mehr zu Angehörigen und Freunden haben dürfen. Dadurch wird der Austritt erschwert und die Bindung an die Gruppe verstärkt.

Welche besondere Kritik richtet die Arbeit an die Zeugen Jehovas?

Die Arbeit kritisiert vor allem die starke Kontrolle, die soziale Abschottung und die Einschränkung individueller Freiheit. Zudem wird bemängelt, dass die Moralvorstellungen aus Sicht des Autors nicht mit einem offenen, selbstbestimmten Leben vereinbar seien.

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Résumé des informations

Titre
Religion, Moral und Moralvorstellungen. Moralvorstellungen der Sekte "Die Zeugen Jehovas"
Université
University of Koblenz-Landau  (Soziologie)
Cours
Methodische Ansätze & ausgewählte Forschungsfelder soziologischer Medienanalyse
Note
3,0
Auteur
Kati Chatzikonstantinidou (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
10
N° de catalogue
V1707529
ISBN (PDF)
9783389183502
Langue
allemand
mots-clé
Religion Moral Moralvorstellungen Sekten Zeuge Jehovas
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kati Chatzikonstantinidou (Auteur), 2016, Religion, Moral und Moralvorstellungen. Moralvorstellungen der Sekte "Die Zeugen Jehovas", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1707529
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Extrait de  10  pages
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