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Interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht

Titre: Interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: David Spisla (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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Die Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund in die deutsche Gesellschaft ist nicht erst seit Thilo Sarazzins kontrovers diskutiertes Buch „Deutschland schafft sich ab“ ein Dauerthema in der öffentlichen Diskussion. Der zweifelhafte Erfolg Sarazzins und die Zustimmung, die er von Teilen der Bevölkerung auch heute noch erhält, macht deutlich, dass das Zusammenleben in der mulitkulturellen Gesellschaft Deutschlands von vielen Vorurteilen und Konflikten geprägt ist.
Auf der anderen Seite hat es das deutsche Bildungswesen über viele Jahrzehnte versäumt, interkulturelles Lernen sowohl in der Lehrerbildung als auch in der Gestaltung von schulischem Unterricht verpflichtend und flächendeckend einzuführen und damit einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Integration hätte leisten können.
Dabei gibt es gerade im schulischen Unterricht viele Anknüpfungspunkte für interkulturelles Lernen. Ein besonders hohes Potential wird dabei dem Geschichtsunterricht zugesprochen.
In dieser Arbeit sollen nun unter diesem Gesichtspunkt Lehrwerke im Fach Geschichte einer Dokumentenanalyse unterzogen werden. Das Geschichtsbuch als Leitmedium für den GU vermittelt traditionell ein eurozentrisches Welt- und Geschichtsbild, in dem nicht selten von einem europäischen Überlegenheitsdenken ausgegangen wird. Derartige Denkmuster widersprechen dem Prinzip des interkulturellen Lernens. Es wird daher zu Beginn eine kurze theoretische Grundlegung des interkulturellen Lernens im Geschichtsunterricht vorgenommen. Anhand von Themenfeldern für ein interkulturelles historisches Lernen wird dann die Dokumentenanalyse vorgenommen, in der eine Reihe von Geschichtsbüchern, verschiedene geschichtsdidaktische Zeitschriften und die Lehrpläne hinsichtlich der Umsetzung der Prinzipien interkulturellen Lernens analysiert werden.
Im Anschluss daran werden die Ergebnisse eines Interviews mit einem Geschichtslehrer vorgestellt, in dem diskutiert wird, wie die Prinzipien des interkulturellen Lernen in der tatsächlichen Unterrichtsrealität umsetzbar sind bzw. inwiefern es notwendig ist, bestehendes Unterrichtsmaterial (z.B. Bücher) unter diesem Gesichtspunkt weiter zu verbessern. Im Anschluss daran endet diese Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlegung

2.1 Interkulturelles Lernen und Geschichtsunterricht

2.2 Themenfelder

3. Dokumentenanalyse

3.1 Bücher

3.2 Zeitschriften

3.3 Lehrpläne

4. Interview

5. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das interkulturelle Potential des Geschichtsunterrichts zu untersuchen und zu analysieren, inwieweit aktuelle Lehrwerke, Zeitschriften und Lehrpläne diese Prinzipien in der Praxis bereits umsetzen oder weiterentwickeln sollten.

  • Interkulturelle Didaktik im Geschichtsunterricht
  • Analyse der interkulturellen Profilierung von Geschichtsschulbüchern
  • Die Rolle der Multiperspektivität und des Fremdverstehens
  • Bedeutung des Geschichtsunterrichts in Schulen mit hohem Migrationsanteil
  • Kritische Reflexion eurozentrischer Geschichtsbilder

Auszug aus dem Buch

2.2. Themenfelder

Die eben gemachten theoretischen Erläuterungen machen deutlich, dass alle Epochen, alle Sektoren und alle Räume von Geschichte letztlich eine Gelegenheit zum interkulturellen Geschichtslernen anbieten, wenn sie unter der richtigen Fragestellung behandelt werden. Aber dennoch sind nicht alle dafür gleich günstig. Bodo von Borries bietet für die große Bandbreite an historischen Themen einige Auswahlgesichtspunkte an, die sich natürlich alle stark überschneiden. Hierzu zählen „Kulturkontakt“, „Fremdverstehen“, „Migration/Minderheit“, „Multikulturelle Gesellschaft“, „Menschenrechte“ und „Identitätsbildung und -wandel“.

Das bedeutet auch, dass bisherige Themen des Geschichtsunterrichtes eine deutliche „interkulturelle Komponente“ haben können, wenn das Thema eine entsprechende interkulturelle Profilierung erfährt. Die Auswahlgesichtspunkte werden nun kurz in Anlehnung an den Ausführungen von Bodo von Borries erläutert.

1. Kulturkontakt zwischen Bereichung und Katastrophe

Gemeint ist hier die bewusste Auseinandersetzung mit Kulturkontakten in der Vergangenheit. Dabei sollen vor allem die bereichernden Aspekte (z.B. Wissensaustausch, Handel, usw.) als auch die zerstörerischen Momente (Ausbeutung, Rassismus, usw.) in der Begegnung verschiedener Kulturen und Völker behandelt werden. So kann z.B. die Behandlung der christlichen und muslimischen Begegnung im Mittelalter die Bewusstheit für die gegenseitigen kulturellen Einflüsse fördern und gleichzeitig aufzeigen, wie Vorurteile und Überlegenheitsgefühle zu Krieg und Ausbeutung führen. Ein weiteres gutes Beispiel ist die „Entdeckung“ Amerikas durch Kolumbus und deren Folgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit interkulturellen Lernens in einer multikulturellen Gesellschaft und führt in die Fragestellung ein, wie der Geschichtsunterricht hierzu beitragen kann.

2. Theoretische Grundlegung: Dieses Kapitel definiert zentrale didaktische Prinzipien wie Fremdverstehen, Multiperspektivität und Gegenwartsbezug und stellt die von Bodo von Borries entwickelten Themenfelder für den interkulturellen Geschichtsunterricht vor.

3. Dokumentenanalyse: Es erfolgt eine Untersuchung von Schulbüchern, fachdidaktischen Zeitschriften und Bildungsplänen hinsichtlich ihrer interkulturellen Ausrichtung und der Verwendung moderner didaktischer Konzepte.

4. Interview: Die Autorin präsentiert ein Interview mit einem erfahrenen Geschichtslehrer, das praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen und Chancen interkulturellen Lernens im Schulalltag bietet.

5. Ergebnis: Das abschließende Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und leitet Forderungen für eine explizite Verankerung interkulturellen Lernens in Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien ab.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Lernen, Geschichtsunterricht, Fremdverstehen, Multiperspektivität, Dokumentenanalyse, Lehrwerke, Migrationshintergrund, Eurozentrismus, Kulturkontakt, Bildungspläne, Zeitzeugenbegegnung, Identitätsbildung, Geschichtsdidaktik, Unterrichtspraxis, interkulturelle Profilierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und die praktische Umsetzung von interkulturellem Lernen im Fach Geschichte unter Berücksichtigung von Lehrwerken, Lehrplänen und Expertenwissen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen Kulturkontakt, Fremdverstehen, Migration und Minderheiten, das Konzept der multikulturellen Gesellschaft, Menschenrechte sowie Identitätsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie Geschichtsunterricht durch eine interkulturelle Profilierung dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und Schüler zur Reflexion unterschiedlicher Perspektiven zu befähigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine Dokumentenanalyse von Schulbüchern, Zeitschriften und Bildungsplänen durchgeführt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse eines Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Themas, eine systematische Dokumentenanalyse aktueller Materialien und eine Diskussion der Praxisrelevanz anhand eines Experteninterviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere interkulturelle Didaktik, Multiperspektivität, der Abbau von Eurozentrismus und die Förderung des Fremdverstehens.

Welche Rolle spielen die untersuchten Geschichtsbücher?

Die Bücher dienen als Leitmedium, wobei die Analyse zeigt, dass ältere Werke stark eurozentrisch geprägt sind, während neuere Publikationen vermehrt interkulturelle Prinzipien integrieren.

Welche Bedeutung hat das Interview für die Untersuchung?

Das Interview liefert praxisnahe Bestätigung für die Bedeutung des Themas in Brennpunktschulen und verdeutlicht die Hürden bei der praktischen Umsetzung, wie etwa den Umgang mit Antisemitismus.

Was schlägt der Autor als Konsequenz vor?

Es wird gefordert, dass interkulturelles Lernen nicht nur ein pädagogischer Wunsch bleibt, sondern expliziter Bestandteil der Bildungspläne und Unterrichtsmaterialien in allen Schulformen wird.

Was ist mit dem "deutsch-französischen Geschichtsbuch" gemeint?

Es wird als positives Beispiel für ein interkulturell profiliertes Lehrwerk hervorgehoben, das historische Ereignisse konsequent aus zwei verschiedenen nationalen Perspektiven betrachtet.

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Résumé des informations

Titre
Interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht
Université
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Cours
Forschungswerkstatt Interkulturelle Pädagogik
Note
1,0
Auteur
David Spisla (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V170772
ISBN (ebook)
9783640897858
ISBN (Livre)
9783640897698
Langue
allemand
mots-clé
Interkulturelles Lernen Geschichtsunterricht Interkultureller Geschichtsunterricht Interkulturell
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
David Spisla (Auteur), 2011, Interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170772
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Extrait de  23  pages
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