Der demografische Wandel in Deutschland schreitet immer weiter voran. Die Menschen werden immer älter, während zu wenig junger Nachwuchs geboren wird. Die Folge: eine alternde Gesellschaft, wodurch eine Umstrukturierung beispielsweise in der Altersvorsorge vorgesehen werden muss. Demografischer Wandel und sozialstaatliche Veränderungen bedingen sich somit wechselseitig.
In der vorliegenden Hausarbeit befasse ich mich zunächst mit der Bevölkerungsstruktur in Deutschland von der alten BRD bis heute und gehe in dessen Kontext auf die „demografische Alterung“ ein. Im weiteren Verlauf erläutere ich die vier Faktoren Fertilität, Mortalität, Migration und Altersstruktur, durch die demografischer Wandel entsteht. Anschließend stelle ich dar, welche Bereiche des deutschen Sozialstaats der demografische Wandel besonders in Veränderungen sind. (Anmerkung: in der gesamten
Hausarbeit befasse ich mich ausschließlich auf Deutschland!)
Im weiteren Verlauf analysiere ich aus persönlichem Interesse den Stadtteil Frankfurt- Riederwald (dort lebe und arbeite ich in der Kinder- und Jugendhilfe) und vergleiche die Bevölkerungsstruktur, die Zu- und Abwanderung, die Arbeitslosenquote und das Medianalter des Stadtteils mit der gesamten Stadt Frankfurt am Main. Aus
Platzgründen kann ich leider nicht auf noch mehr Aspekte eingehen. Darauf aufbauend stelle ich das Konzept des Quartiersmanagement Riederwaldes vor, welches im Jahr 2010 die „Sozialraumanalyse Riederwald“ veröffentlichte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Demografischer Wandel in Deutschland
3. Faktoren des demografischen Wandels
3.1 Fertilität
3.2 Mortalität
3.3 Migration
3.4 Altersstruktur
4. Demografischer Wandel und Sozialstaat
5. Analyse eines Stadtteils mit steigendem Medianalter: Frankfurt- Riederwald im Vergleich zur gesamten Stadt Frankfurt am Main
5.1 Medianalter Wohnsiedlung Riederwald und Frankfurt am Main
5.2 Bevölkerungsstruktur
5.2.1 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnung im Stadtteil Riederwald im Jahr 2008 nach Staatsangehörigkeit und Migrationshinweis
5.2.2 Einwohnerinnen mit Hauptwohnung im Stadtteil Riederwald im Jahr 2008 , betrachtet am weiblichen Geschlecht
5.3 Natürliche Bevölkerungsbewegung
5.4 Räumliche Bevölkerungsbewegung
5.5 Arbeitslosenquote
5.6 Infrastrukturelle Angebote im Riederwald im Jahr 2010
6. Sozialraumanalyse Riederwald: Forschungsauftrag
6.1 Empirische Erhebung
6.2 Ergebnisse der Sozialraumanalyse Riederwald
7. Fazit
8. Anlage
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den demografischen Wandel in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf den Frankfurter Stadtteil Riederwald. Ziel ist es, die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf soziale Strukturen zu analysieren und anhand einer Sozialraumanalyse Handlungsbedarfe für ein Quartiersmanagement aufzuzeigen.
- Faktoren des demografischen Wandels (Fertilität, Mortalität, Migration, Altersstruktur)
- Wechselwirkungen zwischen demografischem Wandel und dem deutschen Sozialstaat
- Detaillierte Analyse der Bevölkerungsdaten und sozialen Indikatoren im Stadtteil Riederwald
- Bedeutung der Sozialraumanalyse für die lokale Quartiersentwicklung und Planung
Auszug aus dem Buch
3. Faktoren des demografischen Wandels
Fertilität bedeutet „Fruchtbarkeit“ und drückt in der Demografie aus, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens gebärt, wenn die durchschnittliche altersspezifische Geburtenziffer zukünftig unverändert bleibt. In der deutschen Geschichte gibt es in Bezug auf die Geburtenrate im generativen Verhalten zwei Veränderungsphasen: zum einen die Phase des Babybooms, die um 1964 stattfand und zum anderen der Geburtenrückgang, welcher bis heute anhält. Demnach sind im Jahr 1964 ca. 1,64 Millionen Kinder geboren worden, im Jahr 2006 waren es ca. 600.073 Kinder und im Jahr 2009 sogar noch weniger. Strukturelle Ursachen für den Geburtenrückgang sind beispielsweise ein genereller Funktions- und Strukturwandel der Familien, veränderte Einstellungen zu Lebensstil und Konsum, Emanzipation der Frauen, mangelnde Versorgung durch Kinderbetreuungsplätze, gesellschaftliche Akzeptanz der Kinderlosigkeit, gesellschaftlich gestiegene Ansprüche an die Elternrolle und insbesondere die derzeitige unsichere Wirtschaftslage/ hohe Arbeitslosigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den demografischen Wandel in Deutschland und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die Analyse des Stadtteils Frankfurt-Riederwald vor.
2. Demografischer Wandel in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den demografischen Wandel und erläutert die Phasen der Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik von 1945 bis heute.
3. Faktoren des demografischen Wandels: Hier werden die vier zentralen demografischen Einflussgrößen – Fertilität, Mortalität, Migration und Altersstruktur – theoretisch fundiert untersucht.
4. Demografischer Wandel und Sozialstaat: Das Kapitel beleuchtet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf soziale Sicherungssysteme und stellt aktuelle Themenfelder wie den Bedarf an Kinderbetreuung vor.
5. Analyse eines Stadtteils mit steigendem Medianalter: Frankfurt- Riederwald im Vergleich zur gesamten Stadt Frankfurt am Main: Dieser Abschnitt bietet eine empirische Datenanalyse des Stadtteils Riederwald im Hinblick auf Altersstruktur, Migration, natürliche Bevölkerungsbewegung und Arbeitslosigkeit.
6. Sozialraumanalyse Riederwald: Forschungsauftrag: Das Kapitel beschreibt das Konzept der Sozialraumanalyse als Grundlage für das Quartiersmanagement und präsentiert die angewandten Forschungsmethoden sowie die Ergebnisse.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit sozialpolitischer Anpassungen und die Bedeutung des Quartiersmanagements vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.
8. Anlage: Der Anhang enthält ergänzendes Material wie Grafiken zur Altersentwicklung und Dokumente zur Sozialraumanalyse im Riederwald.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Sozialraumanalyse, Riederwald, Bevölkerungsstruktur, Fertilität, Mortalität, Migration, Altersstruktur, Sozialstaat, Quartiersmanagement, Arbeitslosenquote, Frankfurt am Main, Kinderbetreuung, Altersvorsorge, Demografische Alterung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des demografischen Wandels in Deutschland und untersucht dessen spezifische Ausprägungen und Auswirkungen auf lokaler Ebene im Stadtteil Frankfurt-Riederwald.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Einflussfaktoren der demografischen Entwicklung, die Interaktion mit dem Sozialstaat sowie die empirische Sozialraumforschung in einem urbanen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die demografische Entwicklung im Stadtteil Riederwald zu analysieren, um daraus fundierte Ansätze für ein lokales Quartiersmanagement und soziale Handlungsbedarfe abzuleiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden sowohl quantitative Datenanalysen (Bevölkerungsstatistik) als auch qualitative Methoden (Experteninterviews, Gruppengespräche) zur Erhebung sozialräumlicher Daten eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Betrachtung der demografischen Faktoren und eine detaillierte empirische Sozialraumanalyse des Stadtteils Riederwald.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Demografischer Wandel, Sozialraumanalyse, Riederwald, Quartiersmanagement und Bevölkerungsstruktur.
Welche Rolle spielt der Stadtteil Riederwald in der Untersuchung?
Der Riederwald dient als Fallbeispiel, an dem die theoretischen Erkenntnisse des demografischen Wandels angewendet werden, um konkrete lokale Defizite und Entwicklungschancen zu identifizieren.
Wie werden die Ergebnisse der Sozialraumanalyse genutzt?
Die Ergebnisse dienen dem Quartiersmanagement als Grundlage, um passgenaue Angebote für die Bewohner zu schaffen und auf soziale sowie städtebauliche Herausforderungen zu reagieren.
Welche Bedeutung kommt der Altersstruktur im Riederwald zu?
Die Analyse des steigenden Medianalters zeigt die Notwendigkeit auf, sowohl die Angebote für ältere Generationen als auch die Infrastruktur für junge Familien und Jugendliche im Stadtteil anzupassen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die soziale Arbeit?
Die Autorin betont, dass soziales Engagement im Stadtteil direkt an den identifizierten Bedürfnissen der Bewohner anknüpfen muss, um demografische Defizite wie Jugendkriminalität oder mangelnde soziale Vernetzung wirksam anzugehen.
- Citation du texte
- Christina Stiehl (Auteur), 2011, Demografischer Wandel in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170810