Die Hausarbeit untersucht die Rolle des Drachen als phantastisches Tier in der Literatur. Ausgangspunkt sind die Human-Animal Studies, die das Verhältnis zwischen Mensch und Tier in kulturellen und literarischen Kontexten analysieren. Dabei wird gezeigt, dass Drachen nicht nur Fantasiefiguren sind, sondern auch symbolische Bedeutungen und gesellschaftliche Vorstellungen widerspiegeln.
Zunächst wird die historische Bedeutung des Drachen betrachtet, besonders in der mittelalterlichen Literatur. Dort erscheint er meist als bedrohliches Ungeheuer und Symbol des Bösen, das von Helden oder Heiligen besiegt wird.
Anschließend analysiert die Arbeit zwei Werke der neueren deutschsprachigen Literatur:
- E.T.A. Hoffmanns „Der goldne Topf“ (1814), in dem der Drache weiterhin eine dunkle und bedrohliche Figur ist, aber stärker symbolische und psychologische Bedeutungen erhält.
- Walter Moers’ „Der Bücherdrache“ (2019), in dem der Drache nicht mehr als Monster erscheint, sondern als intelligentes und freundliches Wesen, das Wissen und Literatur verkörpert.
Im Fazit zeigt die Arbeit, dass sich die Darstellung des Drachen im Laufe der Zeit verändert hat: vom Symbol des Bösen im Mittelalter über eine symbolische Figur der Romantik bis hin zu einer positiven Figur, die Wissen und Gemeinschaft repräsentiert.
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- Anonym (Author), 2025, Phantastische Tiere in der Literatur. Die Rolle des Drachen im Kontext der Human-Animal Studies, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1708373