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Bakunins Staatlichkeit und Anarchie im 21. Jahrhundert

Title: Bakunins Staatlichkeit und Anarchie im 21. Jahrhundert

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2

Autor:in: Georg Gersten (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Anarchie wird allzu häufig als negativ wertender Begriff von gesellschaftlichen Zuständen verwendet. Wenn von anarchistischem Zustand gesprochen wird, verstehen die meisten eine Gesellschaft oder eine Situation in der es keine Gesetze gibt oder kein staatliches Gewaltmonopol besteht. Einer der größten Theoretiker der Anarchie ist Michail Aleksandrovic Bakunin. In seinem Werk „Staatlichkeit und Anarchie“ ist jedoch keineswegs die Rede von einem gesellschaftlichen Zustand, in dem es keine Gesetze gäbe. Er kritisiert vielmehr die hierarchischen und unterdrückenden Zustände in denen sich die Menschen zu seiner Zeit befunden haben. Diese Zustände sind denen des 21. Jahrhunderts nicht unähnlich. Allerdings liegt die - die Menschen unterdrückende - Macht nicht in den Händen derer, die Bakunin anklagt. Bakunin sieht in der politischen Elite, die sich durch den „demokratischen Deckmantel“ Macht aneignet, das unterdrückende Element der Gesellschaft. Die so genannte politische Elite hat jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend ihre Macht zu Gunsten der wirtschaftlichen Elite verloren. Im angehenden 21. Jahrhundert wird dies zunehmend deutlich. In dieser Arbeit soll gezeigt werden, dass Bakunins Anklage - die Unterdrückung der Menschen deren Abhängigkeit von der Obrigkeit - zwar auch heute noch zutrifft, allerdings die „Unterdrücker“ andere sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Biographie

Staatlichkeit und Anarchie

„Staatlichkeit und Anarchie“ aus heutiger Perspektive

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht Bakunins Werk „Staatlichkeit und Anarchie“ vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen im 21. Jahrhundert, um zu analysieren, inwiefern seine Anklage gegen Unterdrückung und staatliche Macht heute noch Bestand hat, auch wenn sich die Akteure der Unterdrückung verschoben haben.

  • Biografische Einordnung von Michail A. Bakunin
  • Analyse der Kernkonzepte in „Staatlichkeit und Anarchie“
  • Wandel von der politischen zur wirtschaftlichen Elitenherrschaft
  • Kritik am neoliberalen Freihandel und den Strukturen der WTO
  • Vergleich der historischen Theorie mit modernen sozialen und ökologischen Krisen

Auszug aus dem Buch

Staatlichkeit und Anarchie

Für Bakunin führt jede Staatsform zu Zwang, völlig egal wie demokratisch der Staat auch sein möge. Denn auch in demokratischen Staaten sei die freie Organisation der Interessen von unten nach oben durch das Volk - nicht möglich. Staat stelle immer die Beherrschung der Massen durch eine privilegierte Minderheit von oben nach unten dar. Wie diese Minderheit ihre privilegierte Stellung erlangt, ist für Bakunin nicht von Belang.

Dieser Klasse sei es aber unmöglich den Interessen des Volkes gerecht zu werden und deshalb müsse die Herrschaft durch staatlichen Zwang gesichert werden. Dieser Zwang sei möglichst getarnt - z.B. durch demokratische Wahlen. Notfalls würde dieser aber auch offen ausgeübt.

Gerade der in demokratische Formen gehüllte Zwang sei am besten geeignet die Arbeitskraft des Volkes auszubeuten. Die ausbeutende Klasse könne nicht durch demokratische Wahlen daran gehindert werden das Volk auszubeuten. Es handele sich dabei nur um eine Pseudovolksvertretung des Pseudovolkswillens. Das Volk werde zu Wahlen zusammen getrieben ohne jedoch zu wissen, wozu und wen es wählt. Dies sei dann aber der Ausdruck des Volkes was es denkt und fühlt, wovon allerdings das reale Volk nicht die geringste Vorstellung habe. Als ein Beispiel für diese Tatsache führt Bakunin hier die Theorie der revolutionären Diktatur an. Diese Theorie ist vergleichbar mit den so genannten “ Erziehungsdiktaturen“ heutiger Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Zielsetzung der Arbeit erläutert, Bakunins Gesellschaftskritik auf die Verhältnisse des 21. Jahrhunderts zu übertragen und die Verlagerung von politischer zu wirtschaftlicher Unterdrückung zu beleuchten.

Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Bakunins nach, von seiner Herkunft aus dem russischen Adel bis hin zu seinen revolutionären Aktivitäten und der Entwicklung seiner anarchistischen Philosophie.

Staatlichkeit und Anarchie: Eine detaillierte Auseinandersetzung mit Bakunins gleichnamigem Hauptwerk, in dem er die Unvermeidbarkeit von Zwang in staatlichen Systemen kritisiert und die Notwendigkeit einer „sozialen Revolution“ fordert.

„Staatlichkeit und Anarchie“ aus heutiger Perspektive: Das Kapitel analysiert, wie moderne wirtschaftliche Machtstrukturen, insbesondere durch die WTO und globale Konzerne, staatliche Souveränität untergraben und Menschen in neue Abhängigkeiten drängen.

Fazit: Abschließende Betrachtung, dass die ursprüngliche politische Elite heute von einer wirtschaftlichen Elite abgelöst wurde und die Gefahr eines gesellschaftlichen Kollapses aufgrund zunehmender Verarmung und Unterdrückung weiterhin besteht.

Schlüsselwörter

Anarchie, Bakunin, Staatlichkeit, Neoliberalismus, Globalisierung, Wirtschaftselite, soziale Revolution, Unterdrückung, WTO, Freihandel, Privatisierung, Kapitalismus, politische Macht, soziale Gerechtigkeit, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Michail Bakunins Gesellschaftskritik aus dem 19. Jahrhundert und setzt sie in den Kontext der aktuellen globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Kritik am Staat als Herrschaftsinstrument, der Aufstieg globaler wirtschaftlicher Akteure sowie die Analyse neoliberaler Strukturen und deren Auswirkungen auf die menschliche Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Bakunins grundlegende Analyse der Unterdrückung der Massen durch eine Elite auch heute noch Gültigkeit hat, wobei sich die Macht von der politischen zur ökonomischen Ebene verlagert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriebasierte Analyse, bei der das Hauptwerk Bakunins mit aktuellen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Werken zur Globalisierung in Bezug gesetzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung Bakunins, eine Darstellung seiner Kernargumente zur staatlichen Macht und eine umfangreiche Prüfung dieser Thesen anhand moderner Beispiele wie der WTO und globaler Privatisierungsprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Anarchie, Neoliberalismus, Wirtschaftselite, soziale Revolution und Globalisierung.

Inwiefern hat sich laut Autor die „Unterdrückung“ seit Bakunin verändert?

Der Autor argumentiert, dass die Macht nicht mehr allein bei der politischen Elite liegt, sondern durch globale Konzerne und Institutionen wie die WTO ausgeübt wird, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen.

Welche Rolle spielt die Welthandelsorganisation (WTO) in dieser Untersuchung?

Die WTO wird als Instrument identifiziert, das den Freihandel zulasten demokratischer Rechte und nationaler Souveränität absichert und somit eine moderne Form der „Unterdrückung“ darstellt.

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Details

Title
Bakunins Staatlichkeit und Anarchie im 21. Jahrhundert
College
University of Innsbruck  (Politikwissenschaft)
Grade
2
Author
Georg Gersten (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V170891
ISBN (eBook)
9783640899869
ISBN (Book)
9783640900046
Language
German
Tags
Anarchie Bakunin Staatlichkeit Politische Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Georg Gersten (Author), 2008, Bakunins Staatlichkeit und Anarchie im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170891
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