Die Arbeit hat das Ziel, die Bücher „A Social History of Ottoman Istanbul“ von Ebru Boyar und Kate Fleet sowie „Istanbul. Ein historischer Stadtführer“ von Klaus Kreiser vorzustellen und anschließend miteinander zu vergleichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf sozialgeschichtlichen Aspekten, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Werke herausgearbeitet werden sollen.
Zur Einordnung des Begriffs „Sozialgeschichte“ wird auf Suraiya Faroqhi und Fernand Braudel verwiesen. Diese betonen, dass wirtschaftliche, politische und kulturelle Prozesse miteinander verflochten sind, jedoch nicht gleichzeitig oder gleichförmig verlaufen („Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“). Historische Ereignisse müssen daher immer im Kontext von Zeit und Ort betrachtet werden.
Im Hinblick auf den Zerfall des Osmanischen Reiches wird die Theorie von Immanuel Wallerstein aufgegriffen, wonach europäische Weltwirtschaften andere Regionen „inkorporierten“. Braudel ergänzt, dass das Osmanische Reich eine Sonderrolle spielte und dieser Prozess schrittweise („in Schüben“) verlief.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HAUPTTEIL
2.1 BUCHFORMATE
2.1.1. „A social history of Ottoman Istanbul“
2.1.2. Istanbul, ein historischer Stadtführer
2.2 ZUSAMMENFASSUNGEN
2.2.1. „A social history of ottoman Istanbul“
2.2.2. „Istanbul, ein historischer Stadtführer“
2.3 VERGLEICH
3. SCHLUSS
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die umfassende Vorstellung und der anschließende Vergleich der Werke „A social history of Ottoman Istanbul“ von Boyar und Fleet sowie „Istanbul, ein historischer Stadtführer“ von Klaus Kreiser unter besonderer Berücksichtigung sozialgeschichtlicher Aspekte.
- Analyse und Vorstellung der inhaltlichen Schwerpunkte beider Monographien
- Gegenüberstellung der Ansätze zur osmanischen Geschichte
- Untersuchung von Gemeinsamkeiten und strukturellen Unterschieden bei der Themenbehandlung
- Kritische Reflexion der verwendeten Perspektiven und Quellenlage der Autoren
Auszug aus dem Buch
1. EINLEITUNG
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Sachbuch der Autorinnen Boyar und Fleet mit dem Titel: „A social history of Ottoman Istanbul“ umfassend vorzustellen. Darüberhinaus soll die Monographie „Istanbul, ein historischer Stadtführer“ von Klaus Kreiser vorgestellt werden. Im Anschluss werden beide Bücher miteinander verglichen werden. Soviel zum Vorhaben. Dabei wird sich der Fokus stark auf sozial geschichtliche Aspekte konzentrieren. Der Informationsgehalt der Zusammenfassungen hat das Wesentlichste berücksichtigt. Beim Vergleich der beiden Werke werden Ähnlichkeiten dahingehend untersucht, ob sie sich nur ähnlich oder gar identisch sind. Es sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.
Mich persönlich irritiert die Bezeichnung „Sozial-Geschichte“ etwas. Vergleichsweise fand ich zu dieser Frage Informationen bei Suraiya Faroqhi. Sie verweist dabei in ihrem Werk „Geschichte des Osmanischen Reiches“ auf die interessante Methodik von Fernand Braudel. Der französische Historiker Braudel vertritt die Ansicht, dass wirtschaftliche, politische und auch kulturelle Ereignisse nicht ohne Wirkung zueinander sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung steckt das Ziel ab, die beiden Werke „A social history of Ottoman Istanbul“ und „Istanbul, ein historischer Stadtführer“ vorzustellen und unter sozialgeschichtlichen Aspekten zu vergleichen.
2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil gliedert sich in die formale Vorstellung der Bücher, eine inhaltliche Zusammenfassung beider Werke und einen direkten Vergleich der erarbeiteten Themenkomplexe.
3. SCHLUSS: Im Fazit werden die Stärken und Schwächen der beiden Monographien abgewogen, wobei die sprachliche Klarheit von Kreiser hervorgehoben und die europäisch-westliche Perspektive von Boyar und Fleet kritisch gewürdigt wird.
Schlüsselwörter
Osmanische Geschichte, Istanbul, Sozialgeschichte, Klaus Kreiser, Boyar und Fleet, Vergleichsanalyse, Osmanisches Reich, Stadtgeschichte, Kulturgeschichte, Quellenkritik, Janitscharen, Islamische Lebensführung, Stadtstruktur, Orient und Okzident, Modernisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zwei spezifische Sachbücher über das osmanische Istanbul inhaltlich vorzustellen und diese im direkten Vergleich einander gegenüberzustellen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?
Das Hauptaugenmerk liegt auf sozialgeschichtlichen Aspekten der Stadt Istanbul im besagten Zeitraum vom 15. bis zum 19. Jahrhundert.
Was ist die präzise Forschungsfrage oder das primäre Ziel?
Es soll untersucht werden, wie sich die beiden Monographien in ihrer Darstellung des osmanischen Lebens und der historischen Ereignisse ähneln oder unterscheiden und welche Ansätze die jeweiligen Autoren dabei verfolgen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Der Autor nutzt eine methodische Vergleichsanalyse, bei der er die Informationen der beiden Werke extrahiert, zusammenfasst und anhand von Querverweisen auf historische Persönlichkeiten und Ereignisse prüft.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit inhaltlich ab?
Der Hauptteil behandelt die formalen Aspekte beider Bücher, bietet prägnante Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel und analysiert gemeinsame Schwerpunkte wie das Leben der Janitscharen, die Rolle der Frauen, die Marktwirtschaft und das institutionelle Stiftungswesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?
Wichtige Begriffe sind Osmanisches Reich, Sozialgeschichte, Istanbul, Stadtgeschichte, Orient, Quellenanalyse und Modernisierung.
Inwiefern zeigt sich laut der Arbeit ein Unterschied in der Perspektive der Autoren?
Die Arbeit kritisiert, dass Boyar und Fleet das Osmanische Reich aus einer stark europäisch-westlichen Perspektive betrachten, während Kreiser ein stärkeres Augenmerk auf die Sichtweise aus „den Augen der Osmanen“ und die Nutzung dortiger Quellen legt.
Warum wird das Werk von Klaus Kreiser als „weniger fragmentarisch“ wahrgenommen?
Der Autor argumentiert, dass Kreisers Werk durch eine klarere Sprache, kürzere Sätze sowie eine übersichtliche Struktur von Namen und Daten einen besseren Lesefluss ermöglicht als die detaillierte Darstellung von Boyar und Fleet.
- Quote paper
- Cem Köylüce (Author), 2011, "A Social History of Ottoman Istanbul" und "Istanbul. Ein historischer Stadtführer". Eine Vergleichsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1710469