Die Arbeit hat das Ziel, die Bücher „A Social History of Ottoman Istanbul“ von Ebru Boyar und Kate Fleet sowie „Istanbul. Ein historischer Stadtführer“ von Klaus Kreiser vorzustellen und anschließend miteinander zu vergleichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf sozialgeschichtlichen Aspekten, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Werke herausgearbeitet werden sollen.
Zur Einordnung des Begriffs „Sozialgeschichte“ wird auf Suraiya Faroqhi und Fernand Braudel verwiesen. Diese betonen, dass wirtschaftliche, politische und kulturelle Prozesse miteinander verflochten sind, jedoch nicht gleichzeitig oder gleichförmig verlaufen („Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“). Historische Ereignisse müssen daher immer im Kontext von Zeit und Ort betrachtet werden.
Im Hinblick auf den Zerfall des Osmanischen Reiches wird die Theorie von Immanuel Wallerstein aufgegriffen, wonach europäische Weltwirtschaften andere Regionen „inkorporierten“. Braudel ergänzt, dass das Osmanische Reich eine Sonderrolle spielte und dieser Prozess schrittweise („in Schüben“) verlief.
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- Cem Köylüce (Author), 2011, "A Social History of Ottoman Istanbul" und "Istanbul. Ein historischer Stadtführer". Eine Vergleichsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1710469