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Über Otto Weiningers "Geschlecht und Charakter"

Otto Weininger als Genie oder Geisteskranker

Título: Über Otto Weiningers "Geschlecht und Charakter"

Elaboración , 2010 , 11 Páginas

Autor:in: Ibukunolu Ajagunna (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Als Einstieg in diese Ausarbeitung entnehme ich folgendes Zitat dem Vorwort des Buches Geschlecht und Charakter, der Dissertationsarbeit von Otto Weininger:

Dieses Buch unternimmt es, das Verhältnis der Geschlechter in ein neues, entscheidendes Licht zu rücken. Es sollen nicht möglichst viele einzelne Charakterzüge aneinandergereiht, nicht die Ergebnisse der bisherigen wissenschaftlichen Messungen und Experimente zusammengestellt, sondern die Ableitung alles Gegensatzes von Mann und Weib auf ein einziges Prinzip versucht werden. Hiedurch (sic) unterscheidet es sich von allen anderen Büchern dieser Art. Es verweilt nicht bei diesem oder jenem Idyll, sondern dringt bis zu einem letzten Ziele vor; es häuft nicht Beobachtung auf Beobachtung, sondern bringt die geistigen Differenzen der Geschlechter in ein System; es gilt nicht den Frauen, sondern der Frau. Zwar nimmt es stets das Alltäglichste und Oberflächlichste zu seinem Ausgangspunkt, aber nur, um alle konkrete Einzelerfahrung zu deuten. Und das ist hier nicht »induktive Metaphysik«, sondern schrittweise psychologische Vertiefung. Die Untersuchung ist keine spezielle, sondern eine prinzipielle (…). (Weininger 1903)

An diesem Zitat ist das Ziel des Buches zu erkennen. Der Frage, ob ihm das Ziel gelungen ist, werde ich in der Ausarbeitung nachgehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass dieses Werk, sein wichtigstes, sehr umstritten an seiner wissenschaftlichen Akzeptanz war. Obwohl es Weininger erscheint, eine neue Entdeckung bzw. neues Wissen zu dem Wissensbestand seiner Zeit beigetragen zu haben, scheint seine Arbeit eher als eine Vorlegung einer Weltanschauung, welche er mit allem Willen bereit war zu verteidigen. Jegliche Ablehnung oder Kritik wollte er überhaupt nicht erdulden. Es kann behauptet werden, dass sein Selbstmord eine weitere Bestätigung dieser Vorstellung ist. In Anlehnung an Nike Wagners Rezension des Buches in der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT wurde Weininger durch seinen Suizid zum Mythos und sein Buch zum Bestseller.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.2 Geschlecht und Charakter – Eine Zusammenfassung der Hauptgedanken

2. Antifeminismus in der Wiener Moderne

3. Das Konzept des Selbsthasses – ein antisemitischer Jude am Fall von Otto Weininger

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die umstrittene Persönlichkeit und das Hauptwerk von Otto Weininger, „Geschlecht und Charakter“, vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Zeitgeistes der Wiener Moderne. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, inwiefern Weiningers Denken durch Antisemitismus, Antifeminismus und einen tiefgreifenden, persönlichen Selbsthass geprägt war und ob eine psychobiografische Interpretation seines Suizids im Kontext seines Werkes zulässig ist.

  • Analyse des Werks „Geschlecht und Charakter“
  • Der Einfluss des Zeitgeists der Wiener Moderne auf Weininger
  • Untersuchung des Begriffs des jüdischen Selbsthasses
  • Zusammenhang zwischen Weiningers Familiengeschichte und Ideologie
  • Kritische Auseinandersetzung mit der psychologischen Interpretation von Weiningers Suizid

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Als Einstieg in diese Ausarbeitung entnehme ich folgendes Zitat dem Vorwort des Buches Geschlecht und Charakter, der Dissertationsarbeit von Otto Weininger: Dieses Buch unternimmt es, das Verhältnis der Geschlechter in ein neues, entscheidendes Licht zu rücken. Es sollen nicht möglichst viele einzelne Charakterzüge aneinandergereiht, nicht die Ergebnisse der bisherigen wissenschaftlichen Messungen und Experimente zusammengestellt, sondern die Ableitung alles Gegensatzes von Mann und Weib auf ein einziges Prinzip versucht werden. Hiedurch (sic) unterscheidet es sich von allen anderen Büchern dieser Art. Es verweilt nicht bei diesem oder jenem Idyll, sondern dringt bis zu einem letzten Ziele vor; es häuft nicht Beobachtung auf Beobachtung, sondern bringt die geistigen Differenzen der Geschlechter in ein System; es gilt nicht den Frauen, sondern der Frau. Zwar nimmt es stets das Alltäglichste und Oberflächlichste zu seinem Ausgangspunkt, aber nur, um alle konkrete Einzelerfahrung zu deuten. Und das ist hier nicht »induktive Metaphysik«, sondern schrittweise psychologische Vertiefung. Die Untersuchung ist keine spezielle, sondern eine prinzipielle (…). (Weininger 1903)

An diesem Zitat ist das Ziel des Buches zu erkennen. Der Frage, ob ihm das Ziel gelungen ist, werde ich in der Ausarbeitung nachgehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass dieses Werk, sein wichtigstes, sehr umstritten an seiner wissenschaftlichen Akzeptanz war. Obwohl es Weininger erscheint, eine neue Entdeckung bzw. neues Wissen zu dem Wissensbestand seiner Zeit beigetragen zu haben, scheint seine Arbeit eher als eine Vorlegung einer Weltanschauung, welche er mit allem Willen bereit war zu verteidigen. Jegliche Ablehnung oder Kritik wollte er überhaupt nicht erdulden. Es kann behauptet werden, dass sein Selbstmord eine weitere Bestätigung dieser Vorstellung ist. In Anlehnung an Nike Wagners Rezension des Buches in der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT# wurde Weininger durch seinen Suizid zum Mythos und sein Buch zum Bestseller.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik um Otto Weininger ein, skizziert die Ambitionen seines Hauptwerks und beleuchtet die Rolle von Rezeption und Suizid für seine posthume Bekanntheit.

1.2 Geschlecht und Charakter – Eine Zusammenfassung der Hauptgedanken: Dieses Kapitel fasst die zentralen Thesen Weiningers zusammen, insbesondere seine Ablehnung des Judentums, seinen Antifeminismus und seine Theorie der Bisexualität.

2. Antifeminismus in der Wiener Moderne: Der Autor ordnet Weiningers frauenfeindliche Haltung in den historischen Kontext der Wiener Moderne ein und diskutiert den zeitgenössischen Kampf gegen Frauenemanzipation.

3. Das Konzept des Selbsthasses – ein antisemitischer Jude am Fall von Otto Weininger: Hier wird der Begriff des „jüdischen Selbsthasses“ theoretisch erörtert und auf Weiningers persönliche Situation und seine Schriften angewendet.

4. Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung von Weiningers Werk und Persönlichkeit, wobei die These des „verfehlten Selbstidentitätsversuchs“ und mögliche pathologische Hintergründe bekräftigt werden.

Schlüsselwörter

Otto Weininger, Geschlecht und Charakter, Wiener Moderne, Antisemitismus, Antifeminismus, Jüdischer Selbsthass, Misogynie, Geschlechterproblematik, Suizid, Identitätskrise, Patriarchat, Psychobiografie, Geisteskrankheit, Ideologie, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Person Otto Weininger und sein Hauptwerk „Geschlecht und Charakter“ im Kontext der Wiener Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Antifeminismus, Antisemitismus und der Problematik des jüdischen Selbsthasses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Weiningers Denken kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit seine Theorien durch seinen persönlichen Hintergrund und den Zeitgeist geprägt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literarisch-kritische Analyse angewandt, die psychologische und biografische Aspekte einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Zusammenfassung des Hauptwerks, der Einordnung in den Antifeminismus der Wiener Moderne und einer detaillierten Diskussion über das Konzept des Selbsthasses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Otto Weininger, Antisemitismus, Antifeminismus, Jüdischer Selbsthass und Wiener Moderne charakterisiert.

Wie bewertet der Autor Weiningers Suizid in Bezug auf sein Werk?

Der Autor sieht den Suizid als eine Form der „Selbstvernichtung“, die eng mit dem „misslungenen Unternehmen“ seines Lebens und seiner Auseinandersetzung mit der eigenen Identität verknüpft ist.

Inwiefern spielt das familiäre Umfeld für Weiningers Entwicklung eine Rolle?

Das familiäre Umfeld, insbesondere die patriarchalische Einstellung des Vaters, wird als ein wesentlicher Einflussfaktor für Weiningers Frauenbild und seine psychische Verfassung diskutiert.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Über Otto Weiningers "Geschlecht und Charakter"
Subtítulo
Otto Weininger als Genie oder Geisteskranker
Universidad
Bielefeld University  (Deutsch als Fremdsprache und Germanistik)
Curso
Wien im 19. Jahrhundert
Autor
Ibukunolu Ajagunna (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
11
No. de catálogo
V171050
ISBN (Ebook)
9783640902347
ISBN (Libro)
9783640902392
Idioma
Alemán
Etiqueta
Otto Weininger als Genie oder Geisteskranker
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ibukunolu Ajagunna (Autor), 2010, Über Otto Weiningers "Geschlecht und Charakter", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171050
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