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Bildungsideologien - Gendermainstreaming im Schulwesen

Titre: Bildungsideologien - Gendermainstreaming im Schulwesen

Dossier / Travail , 2010 , 13 Pages

Autor:in: Dominik Tröber (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Thema Gleichberechtigung beschäftigt die Gemüter. Was hat die bisherige
Förderung der Schülerinnen im Zuge des Feminismus gebracht? Wie stehen die
Schüler heute da? Wie steht es um die Gleichberechtigung in der Schule? Wie steht
es um die Geschlechterkompetenz der Lehrkräfte? Die Wirksamkeit von politischen
Maßnahmen ist gerade in der Schule besonders groß und riskant, da sich die
Schüler noch in einer Prägungsphase befinden. Deswegen bedarf es bei der
Umsetzung jeglicher Maßnahmen einer besonderen Vorsicht. In der vorliegenden
Arbeit soll die politische Maßnahme des Gender Mainstreaming untersucht werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem ihre wissenschaftliche Haltbarkeit, ihre
möglichen Auswirkungen, ihre Ziele und die Möglichkeiten der Umsetzung. Des
Weiteren soll das mögliche Wirken von Gender Mainstreaming als willkürliche
politische Ideologie untersucht werden. Außerdem stellt sich die Frage, ob Gender
Mainstreaming wirklich zur Gleichberechtigung/Gleichstellung beitragen kann, oder
ob diese Maßnahme in der Realität erneut diskriminierend wirkt.
Zunächst soll das Konzept Gender Mainstreaming vorgestellt werden. Anschließend
sollen die real existierenden biologischen und sozialen Grundlagen der Geschlechter
untersucht werden. Danach folgen die Möglichkeiten der Umsetzung von Gender
Mainstreaming in der Schule und die momentane Entwicklung. Abschließend folgt
das Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Gender Mainstreaming

3. Grundlagen

4. Schulwesen

5. Entwicklung

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Konzept des Gender Mainstreaming im Kontext des Bildungssystems. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Maßnahme wissenschaftlich haltbar ist, welche Ziele sie verfolgt und ob sie tatsächlich zur Gleichberechtigung beitragen kann oder in der Praxis diskriminierende Auswirkungen entfaltet.

  • Wissenschaftliche Grundlagen und Ziele von Gender Mainstreaming
  • Biologische und soziale Grundlagen der Geschlechterdifferenzierung
  • Die Rolle des "heimlichen Lehrplans" im Schulalltag
  • Geschlechtsspezifische Benachteiligung und Feminisierung im Bildungswesen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Umsetzung von Geschlechterpolitik

Auszug aus dem Buch

4. Schulwesen

„Schule als institutionelles Bedingungsgefüge ist im Netz diskursiver Machtverhältnisse zu verorten: Die Schule entspricht einerseits einem Wirkungsfeld, andererseits ist sie selbst Effekt von Machtverhältnissen. So kann Schule auch als „Kampfgetümmel“ (Rusch/Thiemann 2003) beschrieben werden, an dem permanent in diskursiven und nicht-diskursiven Praktiken um die Bedeutung des Geschlechts von Mädchen und Jungen gerungen wird, welche von einer Vielzahl von Normalisierungsstrategien in Schach gehalten werden. Für die Bearbeitung dieser Thesen wird auf die begrifflichen Instrumente der Diskursperspektive zurückgegriffen. Die Schule ist eine sozial strukturierte Welt von Bedeutungen, in der SchülerInnen ihr Geschlecht erfahren, erleben, wahrnehmen und darstellen. Das Geschlecht wird in der Schule demnach in diskursiven und symbolischen Bedeutungspraktiken hervorgebracht. Die diskursive und symbolische Ordnung der Schule manifestiert sich im alltäglichen Geschlechterwissen und aktualisiert sich in konkreten Geschlechter-Erfahrungen in der Schule.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Gleichberechtigung im Schulkontext und stellt die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Untersuchung vor.

2. Gender Mainstreaming: Dieses Kapitel definiert den Begriff Gender Mainstreaming als politisches Programm zur systematischen Gleichstellung und erörtert die notwendigen Voraussetzungen wie Gender-Kompetenz.

3. Grundlagen: Es werden biologische und sozialisationstheoretische Erkenntnisse diskutiert, um die Frage nach angeborenen versus erworbenen Geschlechterrollen zu klären.

4. Schulwesen: Der Abschnitt analysiert die Schule als machtgeladenes System, in dem durch Segregation und "heimliche Lehrpläne" Geschlechterhierarchien (re-)produziert werden.

5. Entwicklung: Dieses Kapitel thematisiert die aktuelle Situation männlicher Schüler, die zunehmende Feminisierung des Lehrkörpers und die Konsequenzen für das männliche Rollenbild.

6. Fazit: Das Fazit bewertet das Konzept kritisch als ideologisch geprägt und hinterfragt die Effektivität von Top-down-Maßnahmen im Hinblick auf echte Gleichstellung.

Schlüsselwörter

Gender Mainstreaming, Gleichberechtigung, Bildungssystem, Geschlechterrollen, Sozialisation, Schulpädagogik, Segregation, Feminisierung, Geschlechterkompetenz, Gleichstellung, Diskriminierung, Bildungsbiografie, Identitätsfestigung, Rollenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und den Auswirkungen von Gender Mainstreaming im deutschen Schulwesen unter soziologischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wissenschaftliche Fundierung des Gender-Begriffs, die Analyse von Geschlechterrollen im Bildungskontext sowie die kritische Reflexion bildungspolitischer Gleichstellungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Gender Mainstreaming ein geeignetes Instrument zur Gleichstellung ist oder ob es ungewollte diskriminierende Prozesse in der Schule verstärkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer Theorien und diskursanalytischer Ansätze, um die Wirkung von Bildungsinstitutionen auf die Geschlechterwerdung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Gender Mainstreaming, den biologischen und sozialen Grundlagen von Geschlecht, der Struktur des Schulwesens und der aktuellen Situation männlicher Schüler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Geschlechterrollen, Feminisierung des Schulwesens, Sozialisation und Gleichstellungspolitik.

Was besagt die Kritik am "Sozialingenieurwesen" in der Schule?

Die Arbeit kritisiert, dass durch gezielte, von oben verordnete Eingriffe in die kindliche Entwicklung und Erziehung versucht wird, gesellschaftliche Ziele zu erzwingen, was zu einem Identitätsverlust führen könnte.

Welche Rolle spielt die "Feminisierung" der Schule laut Text?

Der Text argumentiert, dass der hohe Frauenanteil im pädagogischen Bereich dazu führt, dass Jungen sich benachteiligt fühlen, da männliche Vorbilder fehlen und der Lehrplan möglicherweise nicht auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

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Résumé des informations

Titre
Bildungsideologien - Gendermainstreaming im Schulwesen
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Auteur
Dominik Tröber (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
13
N° de catalogue
V171091
ISBN (ebook)
9783640901623
ISBN (Livre)
9783640901852
Langue
allemand
mots-clé
bildungsideologien-gendermainstreaming schulwesen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominik Tröber (Auteur), 2010, Bildungsideologien - Gendermainstreaming im Schulwesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171091
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Extrait de  13  pages
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