Was Bloch an Freud interessiert, sind vor allem dessen Analysen von Bewusstem und Unbewusstem sowie deren wechselseitiges Verhältnis. Freud will keine Bewusstseins-Akte analysieren (was in der Tat schwierig sein dürfte), beschreibt aber Bewusstes und Unbewusstes, ohne dabei das Niveau einer ausgearbeiteten Theorie zu erreichen. Er schwankt zwischen Es und Ich. Einerseits hält der das Es für übermächtig, für „großartig in seiner Unbestimmtheit“, andererseits will er es letztendlich der Kontrolle des Ichs unterstellen. Hierfür wäre aber eine ausgearbeitete Bewusstseins-Theorie vonnöten, wie sie erst seit den Libet-Experimenten möglich zu sein scheint.
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- Klaus Robra (Author), 2026, Bloch und Freud – eine denkwürdige Begegnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1711315
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