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Abraham – Stammvater der monotheistischen Religionen

Seine Bedeutung für den interreligiösen Dialog

Title: Abraham – Stammvater der monotheistischen Religionen

Textbook , 2026 , 52 Pages

Autor:in: Karsten Matthis (Author)

Theology - Biblical Theology
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Abraham gilt als gemeinsame Ursprungsfigur von Judentum, Christentum und Islam – und damit als eine der zentralen Gestalten der Religionsgeschichte. Doch welche Bedeutung hat diese biblische Figur heute für das Verhältnis der monotheistischen Religionen zueinander? Kann Abraham tatsächlich als Brücke im interreligiösen Dialog dienen?

Karsten Matthis, evangelischer Theologe, geht diesen Fragen aus theologischer, religionswissenschaftlicher und historischer Perspektive nach. Er zeichnet die Rezeption Abrahams in den monotheistischen Traditionen nach, beleuchtet Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie moderne Ansätze einer „abrahamischen Ökumene“ und zeigt konkrete Initiativen des interreligiösen Dialogs auf.

Dabei bleibt die Untersuchung nicht bei harmonisierenden Deutungen stehen, sondern fragt kritisch nach den Chancen und Grenzen eines gemeinsamen Bezugspunktes. So entsteht ein differenziertes Bild: Abraham als verbindendes Symbol – und zugleich als Herausforderung für ein friedliches Miteinander der Religionen.

Der Autor:
Karsten Matthis, Jg. 1959, ist Dipl. Theologe und Pfarrer i.R. der Evangelischen Kirche im Rheinland und war lange Jahre Pädagogischer Leiter einer Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte. Im Rahmen seines Pfarrdienstes war er Religionslehrer an der Grundschule im Kirchenkreis Altenkirchen (Westerwald).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der biblische Abraham

Redaktionsgeschichte der Erzvätererzählungen

Gliederung der Abraham-Sara-Erzählungen

„Der Gott der Väter”

Begegnung mit Melchisedek

Abraham im Neuen Testament

Sara – Die Stammmutter der monotheistischen Religionen

Frauen in der Bibel und im Koran

Abraham als Mittler zwischen den Religionen?

Überblick über die Bedeutung Abrahams in den monotheistischen Religionen

Abraham im Judentum

Abraham im Christentum

Abraham im Islam

Abrahamische Ökumene

Umstrittene Religionsökumene

Interreligiöser Dialog

Beispiele für den interreligiösen Dialog

Interreligiöse Gespräche zu biblischen Personen

Trialog der abrahamitischen Religionen

Abraham in der Neuzeit und Politik

Fazit

Anhang

Unterrichtseinheit: Abraham, Sara, Isaak und Ismael ( Sechs Unterrichtsstunden für die 3./ 4. Klasse)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung Abrahams als zentrale, aber unterschiedlich interpretierte Gestalt im Judentum, Christentum und Islam. Ziel ist es zu hinterfragen, ob die literarische Figur Abraham als verbindendes Element für eine Religionsökumene und als Impulsgeber für interreligiöses Lernen und gemeinsames Handeln in der modernen Gesellschaft dienen kann.

  • Historisch-theologische Einordnung des biblischen Abrahams.
  • Analyse der Rolle Saras und der Bedeutung von Frauen in den heiligen Schriften.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Modell einer "abrahamischen Ökumene".
  • Dokumentation von Initiativen und Orten für den interreligiösen Dialog in Deutschland.
  • Konzeption einer pädagogischen Unterrichtseinheit für die Grundschule.

Auszug aus dem Buch

Der biblische Abraham

„Ein umherirrender Aramäer war mein Vater”, so beginnt das Bekenntnis in Dtn 26, 5-9 und erinnert an die Lebensverhältnisse der Vorfahren Israels und an deren Zugehörigkeit zur aramäischen Sprachfamilie. Dass die Angehörigen der Stämme Israels aramäisch sprachen, darauf lassen die bekannten Namen wie Jakob, Issak, Dan, Gad oder Laban schließen, die wie aramäische Personennamen gebildet wurden. Jakobs nächster Verwandter ist der Aramäer Laban (Gen 29, 1-5).

Abraham ist nur in der Bibel bzw. von Ibrahim im Koran belegt. Außerhalb von Bibel und Koran findet sich kein Hinweis auf eine historische Persönlichkeit dieses Namens. Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte haben zu keinen eindeutigen Rückschlüssen auf die Erzväter geführt.

Nach biblischer Überlieferung kommt der Name in zweierlei Schreibweisen vor: „Abram“ und „Abraham“. Abram setzt sich aus zwei hebräischen Wörtern zusammen, Av (Vater) und Ram (erhaben), Abram bedeutet „erhabener Vater“ oder „Vater (ist) erhaben“. Die Erzählung in der Genesis erklärt den Grund für die Umbenennung: „Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Vater einer Vielzahl von Völkern habe ich dich bestimmt.“(Gen 17,5)

Ihrer soziologischen Zugehörigkeit nach waren die Vorfahren Israels weide wechselnde Halbnomaden. Als Wanderhirten lebten sie am Rande des Kulturlandes. Während der Regenzeit fanden ihre Herden in der Steppe ausreichend Nahrung. In der Trockenzeit mussten sie in das Kulturland ziehen, in welchem die Kleinviehherden auf den abgeernteten Feldern noch ausreichend Nahrung bekamen.

Zusammenfassung der Kapitel

Der biblische Abraham: Einführung in die biblische Figur, ihre sprachliche Herkunft, soziologische Verortung als Halbnomade und die quellenkritische Diskussion.

Redaktionsgeschichte der Erzvätererzählungen: Analyse der Entstehung des Pentateuchs und der verschiedenen theoretischen Modelle zur Entstehung der Texte.

Gliederung der Abraham-Sara-Erzählungen: Übersichtliche chronologische Auflistung der zentralen Textepisoden der Genesis.

„Der Gott der Väter”: Theologische Erläuterung des persönlichen Gottesverhältnisses der Erzväter im Gegensatz zu einem allgemeinkulturellen Kultgott.

Begegnung mit Melchisedek: Untersuchung dieser Episode als Grundlage für die spätere christliche Deutung des Priestertums.

Abraham im Neuen Testament: Analyse der Rezeption Abrahams durch Jesus und Paulus als Glaubensvorbild und Stammvater der geistlichen Nachkommenschaft.

Sara – Die Stammmutter der monotheistischen Religionen: Detaillierte Betrachtung der Rolle Saras, ihrer Bedeutung als Ahnfrau und ihrer Darstellung in den verschiedenen Erzählzyklen.

Frauen in der Bibel und im Koran: Einordnung der Stellung der Frau in den patriarchalen Strukturen der alten Texte und Kontrastierung mit heutigen gesellschaftlichen Realitäten.

Abraham als Mittler zwischen den Religionen?: Kritische Reflexion der Eignung Abrahams als Friedenssymbol angesichts fundamentaler theologischer Unterschiede.

Überblick über die Bedeutung Abrahams in den monotheistischen Religionen: Zusammenfassende Gegenüberstellung der spezifischen Bedeutung in Judentum, Christentum und Islam.

Abrahamische Ökumene: Definition des Begriffs und Diskussion der spirituellen Vision einer Einheit in Verschiedenheit.

Umstrittene Religionsökumene: Darstellung der Kritik an der Instrumentalisierung Abrahams durch die Religionen und der Skepsis gegenüber einer "vereinnahmenden" Ökumene.

Interreligiöser Dialog: Analyse der Notwendigkeit und der Hindernisse für den Dialog in einer pluralistischen Gesellschaft sowie Vorstellung konkreter Praxisbeispiele.

Interreligiöse Gespräche zu biblischen Personen: Aufzeigen von Potenzialen für einen Trialog anhand gemeinsamer prophetischer und biblischer Figuren wie Noah, Mose oder Maria.

Trialog der abrahamitischen Religionen: Zusammenfassung der Notwendigkeit, theologische Unterschiede auszuhalten, um Abraham als Klammer im interreligiösen Gespräch zu nutzen.

Abraham in der Neuzeit und Politik: Betrachtung der symbolischen Verwendung Abrahams in aktuellen diplomatischen Prozessen wie den Abraham-Abkommen.

Fazit: Abschließende Einschätzung der Rolle Abrahams als Symbol für Frieden bei gleichzeitiger Vermeidung einer Überfrachtung der literarischen Figur.

Anhang: Ausarbeitung einer konkreten Unterrichtseinheit für Grundschüler zum Thema Abraham, Sara, Isaak und Ismael.

Schlüsselwörter

Abraham, Ibrahim, Monotheismus, Religionsökumene, Interreligiöser Dialog, Judentum, Christentum, Islam, Erzeltern-Erzählung, Religionspädagogik, Stammvater, Glaubensvorbild, Gottesnähe, Friedensstiftung, Offenbarungsreligionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Figur des Abraham als gemeinsames Symbol der drei großen monotheistischen Weltreligionen und analysiert, inwieweit er als Brücke für den interreligiösen Dialog dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historisch-kritische Einordnung Abrahams, die unterschiedliche theologische Interpretation in den Religionen, die Vision einer "abrahamischen Ökumene" und die praktische Umsetzung des interreligiösen Dialogs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die gemeinsame Verehrung Abrahams tatsächlich zur Verständigung zwischen Juden, Christen und Muslimen beitragen kann, oder ob dies eher zu einer theologisch problematischen Instrumentalisierung führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und religionswissenschaftliche Analyse, die biblische Exegese mit aktuellen theologischen Diskursen sowie pädagogischen Konzepten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abraham-Texte, vergleicht deren Auslegung in den drei Weltreligionen, diskutiert kritische Stimmen zur Religionsökumene und präsentiert konkrete Beispiele für interreligiöse Initiativen in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie interreligiöser Dialog, Monotheismus, Abrahamische Ökumene, Religionspädagogik und die drei monotheistischen Weltreligionen charakterisiert.

Warum ist das Thema "Abrahamische Ökumene" umstritten?

Das Konzept ist umstritten, da Kritiker vor einer simplifizierenden "Vereinnahmung" warnen, die die grundlegenden, nicht nivellierbaren Unterschiede zwischen den Weltreligionen verwischt.

Welche Rolle spielt der Anhang in der Publikation?

Der Anhang bietet eine praxisorientierte Unterrichtskonzeption für Grundschulen, die Kindern das Thema Abraham und religiöse Toleranz altersgerecht und erfahrungsnah vermittelt.

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Details

Title
Abraham – Stammvater der monotheistischen Religionen
Subtitle
Seine Bedeutung für den interreligiösen Dialog
Author
Karsten Matthis (Author)
Publication Year
2026
Pages
52
Catalog Number
V1711449
ISBN (PDF)
9783389185797
ISBN (Book)
9783389185803
Language
German
Tags
Interreligiöser Dialog Religionsökumene Gott der Väter monotheistische Religionen Judentum Islam Christentum Religionswissenschaft Trialog der Religionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Matthis (Author), 2026, Abraham – Stammvater der monotheistischen Religionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1711449
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