Abraham gilt als gemeinsame Ursprungsfigur von Judentum, Christentum und Islam – und damit als eine der zentralen Gestalten der Religionsgeschichte. Doch welche Bedeutung hat diese biblische Figur heute für das Verhältnis der monotheistischen Religionen zueinander? Kann Abraham tatsächlich als Brücke im interreligiösen Dialog dienen?
Karsten Matthis, evangelischer Theologe, geht diesen Fragen aus theologischer, religionswissenschaftlicher und historischer Perspektive nach. Er zeichnet die Rezeption Abrahams in den monotheistischen Traditionen nach, beleuchtet Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie moderne Ansätze einer „abrahamischen Ökumene“ und zeigt konkrete Initiativen des interreligiösen Dialogs auf.
Dabei bleibt die Untersuchung nicht bei harmonisierenden Deutungen stehen, sondern fragt kritisch nach den Chancen und Grenzen eines gemeinsamen Bezugspunktes. So entsteht ein differenziertes Bild: Abraham als verbindendes Symbol – und zugleich als Herausforderung für ein friedliches Miteinander der Religionen.
Der Autor:
Karsten Matthis, Jg. 1959, ist Dipl. Theologe und Pfarrer i.R. der Evangelischen Kirche im Rheinland und war lange Jahre Pädagogischer Leiter einer Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte. Im Rahmen seines Pfarrdienstes war er Religionslehrer an der Grundschule im Kirchenkreis Altenkirchen (Westerwald).
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- Karsten Matthis (Autor), 2026, Abraham – Stammvater der monotheistischen Religionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1711449