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Treibhausgasemissionshandelssysteme in den USA und Optionen des Linking mit dem EU-Emissionshandel

Titre: Treibhausgasemissionshandelssysteme in den USA und Optionen des Linking mit dem EU-Emissionshandel

Thèse de Master , 2010 , 128 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marc P. Rostock (Auteur)

Politique - Politique climatique et environnementale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die EU Kommission gab 2009 als Ziel aus, bis 2015 die Schaffung eines OECD-weiten Marktes für CO2 erreichen zu wollen. Das Linking eines potenziellen US-amerikanischen Systems mit dem EU-Emissionshandel würde bereits einem riesigen Schritt in dieser Richtung gleichen. Schließlich sind die USA und die EU gemeinsam für nahezu 80% der Treibhausgasemissionen der OECD-Länder verantwortlich.
Der Fokus wird teils stark auf die Bundespolitik der USA gelegt und oft die mangelnden klimapolitischen Anstrengungen beklagt. Dabei wird oft übersehen, dass es innerhalb der USA eine ganze Reihe an Bundesstaaten gibt, die sich aktiv einer solchen Politik widmen. Darunter gibt es gleich drei Vorhaben für regionale Emissionshandelssysteme: Die Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI), die Western Climate Initiative (WCI) und den Midwestern Greenhouse Gas Accord (MGGA). Zwar würde eine Verbindung des europäischen Emissionshandels mit diesen nur einen Teil der Emissionen der USA abdecken, aber durchaus Symbolwirkung zeigen, wichtige Signale senden und Druck auf die Bundespolitik ausüben.
Diese Arbeit gibt einen Einblick in den Stand des Emissionshandels in den USA und Europa sowie einen Überblick über die bestehenden oder entworfenen Emissionshandelssysteme der USA. Auf dieser Basis werden anschließend realistische Optionen eines Linking von US und EU Emissionshandelssystemen ermittelt und mittels einer Kompatibilitätsanalyse die Chancen und Risiken einer solchen Verbindung
abgeschätzt. Zunächst werden als Basis für die weitere Darstellung die theoretischen Grundlagen des Zertifikatehandels erörtert und die grundsätzliche Funktions- und Wirkungsweise dargelegt. Anschließend werden die politischen Möglichkeiten, dieses theoretische Modell in die
Praxis umzusetzen, erläutert und auf Kerncharakteristika von Emissionshandelssystemen eingegangen. Kapitel 3 stellt empirische Beispiele bereits existierender oder in Planung befindlicher
Emissionshandelssysteme vor. Dazu wird ausführlich das EU Emissionshandelssystem erläutert, bevor darauf aufbauend regionale EHS
der USA vorgestellt und einer Wirkungsanalyse unterzogen werden. Außerdem wird ein Überblick über die sämtlich gescheiterten nationalen Gesetzentwürfe der letzten Jahre gegeben. Kapitel 4 widmet sich der Analyse von Optionen des Linking. Dazu werden zunächst Beweggründe für die Verbindung von EHS erläutert, bevor die Kompatibilität ausgesuchter EHS der USA mit dem europäischen Emissionshandel analysiert wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Klimawandel und Emissionshandel

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 GRUNDLAGEN DES EMISSIONSZERTIFIKATEHANDELS

2.1 Umweltökonomische Instrumente

2.2 Ökonomische Theorie des Emissionshandels

2.2.1 Funktionsweise des Zertifikatehandels

2.2.2 Wirkungsanalyse des Zertifikatehandels

2.2.2.1 Ökonomische Effizienz

2.2.2.2 Dynamische Anreiz- und Innovationswirkung

2.2.2.3 Ökologische Treffsicherheit

2.3 Politische Umsetzung des Emissionshandels

2.3.1 Ökonomische Theorie versus politische Realität

2.3.2 Aufbau und Charakteristika realer Emissionshandelssysteme

2.3.2.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren

2.3.2.2 Festlegung und Höhe des Cap

2.3.2.3 Methode der Allokation

2.3.2.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern

2.3.2.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing

2.3.2.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting

2.3.2.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung

2.3.2.8 Kostenbeschränkungsmechanismen

3 EMISSIONSHANDELSSYSTEME IN DER PRAXIS

3.1 Das Kyoto Protokoll

3.1.1 Historie und grundsätzliche Regelungen

3.1.2 Flexible Mechanismen des Kyoto-Protokolls

3.1.2.1 Emissionshandel

3.1.2.2 Joint Implementation (JI)

3.1.2.3 Der Clean Development Mechanism (CDM)

3.2 European Union Emissions Trading Scheme (EU ETS)

3.2.1 Aufbau und Charakteristika

3.2.1.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren

3.2.1.2 Festlegung und Höhe des Cap

3.2.1.3 Methode der Allokation

3.2.1.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern

3.2.1.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing

3.2.1.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting

3.2.1.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung

3.2.1.8 Kostenbeschränkungsmechanismen

3.2.2 Wirkungsanalyse

3.2.2.1 Ökologische Treffsicherheit

3.2.2.2 Ökonomische Effizienz

3.2.2.3 Dynamische Innovationswirkung

3.2.2.4 Fazit

3.3 Regionale Emissionshandelssysteme der USA

3.3.1 Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI)

3.3.1.1 Aufbau und Charakteristika

3.3.1.2 Wirkungsanalyse

3.3.2 Western Climate Initiative (WCI)

3.3.2.1 Aufbau und Charakteristika

3.3.2.2 Wirkungsabschätzung

3.3.3 Midwestern Greenhouse Gas Reduction Accord (MGGA)

3.3.3.1 Aufbau und Charakteristika

3.3.3.2 Wirkungsabschätzung

3.4 Nationale Emissionshandelssysteme der USA

3.4.1 Cap-and-Trade Gesetzgebung im US-Kongress

3.4.1.1 Grundlagen des legislativen Prozesses der USA

3.4.1.2 Gesetzentwürfe im 110. Kongress (2007-2008)

3.4.1.3 Gesetzentwürfe im 111. Kongress (2009-2010)

3.4.2 Aktuelle Umsetzungschancen eines nationalen Emissionshandels

4 LINKING VON US UND EU EMISSIONSHANDELSSYSTEMEN

4.1 Motive für eine Verbindung von Emissionshandelssystemen

4.2 Optionen des transatlantischen Linking

4.2.1 Eingrenzung der Untersuchungen

4.2.2 Kompatibilität von US und EU Emissionshandelssystemen

4.2.2.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren

4.2.2.2 Festlegung und Höhe des Cap

4.2.2.3 Methode der Allokation

4.2.2.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern

4.2.2.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing

4.2.2.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting

4.2.2.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung

4.2.2.8 Kostenbeschränkungsmechanismen

4.2.3 Chancen des Linking

5 FAZIT UND AUSBLICK

5.1 Fazit

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Status von Treibhausgas-Emissionshandelssystemen in den USA und Europa. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse bestehender sowie geplanter Systeme die Chancen und Risiken einer transatlantischen Verbindung (Linking) zu bewerten und realistische Optionen hierfür abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen des Emissionszertifikatehandels
  • Status quo und Wirkungsanalyse des EU-Emissionshandelssystems
  • Bestandsaufnahme regionaler US-Handelssysteme (RGGI, WCI, MGGA)
  • Analyse gescheiterter nationaler Gesetzgebungsversuche in den USA
  • Kompatibilitätsprüfung und Linking-Optionen zwischen US- und EU-Systemen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Funktionsweise des Zertifikatehandels

Ein handelbares Emissionszertifikat erlaubt Emittenten Verschmutzungsrechte für Schadstoffe zu verkaufen und zu kaufen. Dabei erfüllt ein Emissionszertifikat prinzipiell zunächst einmal eine sehr ähnliche Funktion wie eine Auflage: Grundsätzlich gilt ein Verbot von Emissionen. Nur wer eine Genehmigung in Form eines Zertifikats hält, darf in entsprechender Menge Schadstoffe ausstoßen. Erst durch die Handelbarkeit der Zertifikate wird aus dieser Auflage ein ökonomisches Instrument: Der Handel am Markt erzeugt einen Wert für ein Verschmutzungsrecht, da es nun einen Preis erhält. Dadurch wird die Verschmutzung für Firmen zu einem Kostenfaktor und Opportunitätskosten der Verschmutzung entstehen, da man bei Vermeidung des Schadstoffausstoßes das Zertifikat am Markt verkaufen könnte. (Kolstad 2000: 143–144)

Die eben genannte Preisbildung setzt allerdings wie bei jedem ökonomischen Gut voraus, dass es ein knappes Gut ist. Knappheit bedeutet hier, dass die Anzahl nachgefragter Verschmutzungsrechte höher ist, als insgesamt an Verschmutzungsrechten ausgegeben werden. Aus diesem Grund spricht man im angelsächsischen Raum auch von Cap-and-Trade Systemen. Eine absolute Begrenzung der Gesamtemissionen für bestimmte Stoffe und für ein bestimmtes geographisches Gebiet muss gesellschaftlich und politisch ausgehandelt und staatlich festgelegt werden, d.h. eine Emissionsobergrenze – ein Cap – wird gesetzt. Die Gesamtmenge an Emissionen wird anteilig auf eine bestimmte Anzahl von Emissionsrechten aufgeteilt. Diese Emissionsrechte werden als Zertifikate, ggf. mit begrenzter Gültigkeit, durch den Staat verteilt und können anschließend unter den Emittenten frei gehandelt werden (Trade). Die Allokation der Zertifikate wird dann durch Angebot und Nachfrage geregelt (Rudolph 2005: 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Klimawandels, Bedeutung des Emissionshandels als Instrument und Zielsetzung der Masterarbeit.

2 GRUNDLAGEN DES EMISSIONSZERTIFIKATEHANDELS: Darstellung der ökonomischen Theorie hinter Lizenzmodellen sowie Erläuterung der Umsetzungsparameter wie Allokationsmethoden und Kostenbeschränkungsmechanismen.

3 EMISSIONSHANDELSSYSTEME IN DER PRAXIS: Analyse des Kyoto-Protokolls, des europäischen EU ETS sowie verschiedener regionaler und nationaler Ansätze in den USA.

4 LINKING VON US UND EU EMISSIONSHANDELSSYSTEMEN: Untersuchung der Motive für eine Kopplung von Emissionshandelssystemen und Durchführung einer Kompatibilitätsanalyse.

5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung in den klimapolitischen Kontext sowie kritische Reflexion des Instruments Emissionshandel.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, EU ETS, RGGI, WCI, MGGA, Klimawandel, Treibhausgase, Linking, Cap-and-Trade, Zertifikate, Umweltökonomie, Allokation, Emissionsminderung, Energiepolitik, Klimapolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit analysiert die Ausgestaltung von Emissionshandelssystemen in den USA und Europa und bewertet die Möglichkeiten einer Verbindung (Linking) dieser Systeme.

Welches ist das zentrale Thema der Arbeit?

Das zentrale Thema ist die Untersuchung, ob und wie regionale Emissionshandelssysteme in den USA mit dem EU-Emissionshandel verknüpft werden können, um Synergieeffekte zu erzielen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Ermittlung realistischer Optionen für ein Linking sowie die Abschätzung der damit verbundenen Chancen und Risiken durch eine Kompatibilitätsanalyse.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die ökonomische Theorie mit empirischen Beispielen existierender Emissionshandelssysteme in der Praxis abgleicht.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Praxis des EU ETS, eine detaillierte Analyse der US-Systeme (RGGI, WCI, MGGA) sowie die Analyse der Bedingungen für ein erfolgreiches Linking.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Cap-and-Trade, Emissionszertifikate, Allokationsmethoden, Offsetting, ökologische Treffsicherheit und ökonomische Effizienz.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen eines nationalen Emissionshandels in den USA?

Angesichts der politischen Polarisierung und der Ergebnisse der Wahlen 2010 schätzt der Autor die Chancen für ein nationales EHS in den USA auf absehbare Zeit als extrem gering ein.

Welches regionale US-System wird als aussichtsreichster Partner für ein Linking gesehen?

Aufgrund der fortschreitenden Umsetzung und der ökonomischen Marktgröße wird das Emissionshandelssystem in Kalifornien als aussichtsreichster potenzieller Partner für den europäischen Emissionshandel bewertet.

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Résumé des informations

Titre
Treibhausgasemissionshandelssysteme in den USA und Optionen des Linking mit dem EU-Emissionshandel
Université
University of Kassel  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Cours
Volkswirtschaftslehre
Note
1,0
Auteur
Marc P. Rostock (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
128
N° de catalogue
V171157
ISBN (ebook)
9783640904006
ISBN (Livre)
9783640904280
Langue
allemand
mots-clé
Klimawandel Emissionshandel Treibhausgase CO2-Zertifikate Zertifikatehandel EU ETS RGGI WCI Regional Greenhouse Gas Initiative Midwestern Greenhouse Gas Accord Western Climate Initiative EU Emissions Trading Scheme USA Klimapolitik CO2 Lizenzhandel Emissionen Kohlendioxid Emissionshandelssysteme EU Umweltökonomik umweltökonomische Instrumente Kyoto Protokoll
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marc P. Rostock (Auteur), 2010, Treibhausgasemissionshandelssysteme in den USA und Optionen des Linking mit dem EU-Emissionshandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171157
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Extrait de  128  pages
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