Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial

Hetze oder Volksberuhigung?

Der NS-Film als Mittel der Propaganda

Título: Hetze oder Volksberuhigung?

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2011 , 16 Páginas , Calificación: sehr gut minus

Autor:in: Christopher Schwab (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Anhand von Beispielen wird die Funktion und Wirkung des Filmes zur Durchsetzung der NS-Ideologie untersucht. Dabei werden zunächst einige historische Fakten der allgemeinen Filmpropaganda einleitend dargestellt, um anschließend Mittel, Wege und Intentionen der Propaganda am Beispiel des antisemitischen Hetzfilmes „Jüd Süß“ (1940) näher zu untersuchen. Den Antisemitismus aufgreifend wird eine Druckpublikation des Films „Der ewige Jude“ (1940) näher betrachtet und analysiert. Als Ausgleich dazu gehe ich danach auf die Komödie im Dritten Reich ein, die zur damaligen Zeit zur Ablenkung und Beruhigung des Volkes gedient hat und lege anhand von Unterhaltungsfilmen, in denen Heinz Rühmann die Hauptfigur verkörperte, die Wirkung auf das Volk und die Intention des Staates dar.
Nachdem ich dann kurz auf den Märchenfilm und dessen Motive eingehe, werde ich im anschließenden Fazit unter Beachtung der erarbeiteten Ergebnisse feststellen, ob und inwiefern die Filmpropaganda 1933-1945 als Hetze oder Volksberuhigung zu bewerten ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. FILMPROPAGANDA IM DRITTEN REICH

3. FILMPROPAGANDA AM BEISPIEL VON „JUD SÜß“

3.1 ALLGEMEINES

3.2 HANDLUNG

3.3 WIRKUNG UND ZIELE

4. JUDENDARSTELLUNG AM BEISPIEL EINER DRUCKPUBLIKATION ....

5. DER UNTERHALTUNGSFILM - VOLKSBERUHIGUNG MIT INTENTION

5.1 ALLGEMEINES

5.2 HEINZ RÜHMANN UND DIE „STAATSPOLITISCH BESONDERS WERTVOLLEN“ UNTERHALTUNGSFILME

6. NS-SPUREN IM MÄRCHENFILM

7. FAZIT / ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen der Facharbeit

Die Facharbeit untersucht die Rolle des NS-Films als Instrument der Propaganda zwischen 1933 und 1945. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Medium Film gezielt eingesetzt wurde, um durch Hetze die NS-Ideologie zu verbreiten oder durch Unterhaltungsfilme eine Volksberuhigung zur Stabilisierung des Regimes zu erreichen.

  • Analyse der staatlichen Lenkung der Filmindustrie im Dritten Reich.
  • Untersuchung antisemitischer Propagandafilme am Beispiel von „Jud Süß“.
  • Betrachtung der Rolle von Unterhaltungsfilmen bei der Ablenkung und Manipulation der Bevölkerung.
  • Analyse von ideologischen Spuren in Märchenfilmen der NS-Zeit.
  • Bewertung der Wechselwirkung zwischen Medien und der Akzeptanz staatlicher Ideologie.

Auszug aus dem Buch

3.3 WIRKUNG UND ZIELE

Das Ziel des von Veit Harlan produzierten „Jud Süß“ war, das Volk einvernehmlich gegen das Judentum aufzuhetzen und damit einhergehend das Judentum an sich und vor allem aus Deutschland zu vertreiben. Während dem Zuschauer im Vorspann noch suggeriert wird, dass „die im Film geschilderten Ereignisse [...] auf geschichtlichen Tatsachen [beruhen|“ 16, ist in der Realität ein starkes Abweichen von den baden-württembergischen Quellen17 zu erkennen, um beim Volk eine allgemeine Ablehnung von Menschen jüdischer Abstammung zu bewirken. Dies wird auch stark deutlich, wenn man die Inszenierung von Oppenheimer genauer betrachtet. Der Film zeigt ihn als „geldgierigen, egoistischen und triebhaften Menschen, der es besonders auf blonde Frauen abgesehen hat“.

Der Judenhass des Publikums wird im Verlauf des Filmes immer mehr geschürt, was schließlich in der Vergewaltigung von Dorothea, Tochter eines Hofbeamten, und deren anschließendem Suizid gipfelt – Die Anklage, zitiert nach dem Reichskriminalgesetz, lautete: „So aber ein Jude mit einer Christin sich fleischlich vermenget, soll er mit dem Strang vom Leben zum Tode gebracht werden."18 Es wird fortwährend ein verbrecherischer Eindruck erzeugt, durch den Joseph Oppenheimer als Grund allen Übels dargestellt wird. Die anschließende Erhängung ist für den Zuschauer dann nur noch eine logische Konsequenz, die unter anderem aufgrund der „Rassenschande“ als „gerechte Strafe“ wahrgenommen wird. Um das Juden-Dasein abschließend zu denunzieren, winselt der jüdische Finanzberater während seiner Hinrichtung um Gnade.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hier wird die Fragestellung der Arbeit dargelegt, die untersucht, ob der NS-Film primär als Hetzmittel oder als Instrument zur Volksberuhigung fungierte.

2. FILMPROPAGANDA IM DRITTEN REICH: Dieses Kapitel beschreibt die staatliche Institutionalisierung der Filmindustrie unter Goebbels und die Instrumentalisierung des Mediums zur Durchsetzung der NS-Ideologie.

3. FILMPROPAGANDA AM BEISPIEL VON „JUD SÜß“: Die Analyse des Films zeigt auf, wie durch eine gezielte antisemitische Inszenierung die Bevölkerung aufgehetzt und die Vertreibung von Juden legitimiert werden sollte.

4. JUDENDARSTELLUNG AM BEISPIEL EINER DRUCKPUBLIKATION ....: Anhand des Films „Der ewige Jude“ wird verdeutlicht, wie durch eine bewusste Geschichtsverfälschung und bildliche Propaganda antisemitische Vorurteile naturwissenschaftlich legitimiert werden sollten.

5. DER UNTERHALTUNGSFILM - VOLKSBERUHIGUNG MIT INTENTION: Dieses Kapitel untersucht, wie Unterhaltungsfilme und insbesondere Produktionen mit Heinz Rühmann zur Ablenkung der Bevölkerung und zur Stabilisierung des NS-Staatssystems dienten.

6. NS-SPUREN IM MÄRCHENFILM: Hier wird gezeigt, dass auch das vermeintlich unpolitische Genre des Märchenfilms mit ideologischen Inhalten und Propaganda durchsetzt war.

7. FAZIT / ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit resümiert, dass der NS-Film als ein zentrales Propagandamittel des Regimes diente, das sowohl zu Hetze als auch zur Beruhigung genutzt wurde, um die Ideologie im Volk zu verankern.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Filmpropaganda, Jud Süß, Antisemitismus, Joseph Goebbels, Unterhaltungsfilm, Volksberuhigung, Heinz Rühmann, Märchenfilm, NS-Ideologie, Medienmanipulation, Propaganda, Dritten Reich, Ideologische Gleichschaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion des deutschen Films während der NS-Zeit (1933–1945) als Instrument der staatlichen Propaganda.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die staatliche Filmkontrolle, antisemitische Hetzfilme, die Rolle von Unterhaltungsfilmen sowie ideologische Botschaften in Märchenfilmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob der NS-Film als Instrument zur Hetze oder zur Volksberuhigung einzustufen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Der Verfasser nutzt eine inhaltsanalytische Untersuchung von Filmen, historischen Dokumenten und Sekundärliteratur, um die Wirkungsmechanismen der Propaganda zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Propagandafilme wie „Jud Süß“, Dokumentationen, Komödien mit Heinz Rühmann und die propagandistische Adaption von Märchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören NS-Propaganda, Filmkontrolle, Antisemitismus, Volksberuhigung und ideologische Indoktrination.

Wie unterschied sich die Wirkung von „Jud Süß“ von der des Films „Der ewige Jude“?

„Jud Süß“ setzte auf eine indirekte, erzählerische Form der Hetze durch einen historischen Spielfilm, während „Der ewige Jude“ als Dokumentarfilm eine offensichtlich manipulierte, wissenschaftlich getarnte Falschdarstellung anstrebte.

Welchen Zweck verfolgte das NS-Regime mit Unterhaltungsfilmen?

Unterhaltungsfilme dienten als Ablenkungsmechanismus, um die Bevölkerung von Ängsten und Sorgen des Kriegsalltags zu befreien und sie gleichzeitig unterschwellig auf die staatlichen Ideale einzuschwören.

Wie wurde der Schauspieler Heinz Rühmann im Kontext der NS-Propaganda bewertet?

Seine Filme wurden aufgrund ihres großen Erfolgs als Instrumente zur Stabilisierung des NS-Staates genutzt, wobei sein außerfilmisches Engagement die positive Einstellung zum Staat unterstrich.

Was schlussfolgert der Autor über die propagandistische Qualität der NS-Filme?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der NS-Film in seiner Gesamtheit als staatspolitisch wichtiges und hetzerisches Medium zu bewerten ist, da er maßgeblich zur Festigung des Vertrauens in die Regierung und deren verbrecherische Ideologie beitrug.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Hetze oder Volksberuhigung?
Subtítulo
Der NS-Film als Mittel der Propaganda
Universidad
Städt. Heinrich-Heine-Gymnasium, Mettmann
Calificación
sehr gut minus
Autor
Christopher Schwab (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
16
No. de catálogo
V171268
ISBN (Ebook)
9783640905171
ISBN (Libro)
9783640905188
Idioma
Alemán
Etiqueta
ns propaganda nazi film kino drittes reich lichtspiel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christopher Schwab (Autor), 2011, Hetze oder Volksberuhigung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171268
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint