Durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 vom 14. August 20071 wurde eine Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge eingeführt. Diese Abgeltungsteuer ist erstmals für den Veranlagungszeitraum 20092 anzuwenden. Durch einen einheitlichen Steuersatz in Höhe von 25 %3 (vor Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer) soll der Finanzplatz Deutschland im internationalen Vergleich weiter gestärkt und Kapital von Privatanlegern wieder zurück nach Deutschland geholt werden. Durch diese neu eingeführte Abgeltungsteuer, die eine Vielzahl von Neuerungen für den privaten Anleger vor allem im Bereich der Anlage in Einzelaktien und den hieraus resultierenden Verlustverrechnung beinhaltet, kamen wesentliche Änderungen auf die privaten Investoren zu.
Inhaltsverzeichnis
- Die Einführung der Abgeltungsteuer
- Neuerungen durch die Einführung der Abgeltungsteuer
- Laufende Erträge aus Wertpapieren
- Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren
- Aufwendungen im Zusamenhang mit den laufenden Erträgen und den Gewinnen aus der Veräußerung von Wertpieren
- Änderungen bei der Verlustverrechnung durch die Einführung der Abgeltungsteuer
- Probleme durch die Einführung der Abgeltungsteuer
- Laufende Besteuerung und Verlustverrechnung
- Ständiger Steuerabzug
- Verlusttöpfe
- Kein Steuerabzug bei Vorhandensein einer Nichtveranlagungsbescheinigung
- Steuerabzug bei nicht Vorhandensein einer Nichtveranlagungsbescheinigung
- Verrechnung von Altverlusten
- Möglichkeiten der Verlustverrechnung
- Verlustverrechnung durch die Bank
- Verlustverrechnung über die Steuererklärung
- Vorteile bei der Anlage des gesamten Wertpapierbestandes bei einer Bank
- Zusammenfassung und Ausblick
- Vereinfachungen und Vergünstigungen für den Anleger
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der neuen Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge und ihren Auswirkungen auf die Anlage in Aktien. Die Arbeit untersucht die Neuerungen, die die Abgeltungsteuer für den privaten Anleger mit sich bringt, insbesondere im Bereich der laufenden Besteuerung und der Verlustverrechnung. Dabei wird der Fokus auf die Verlustverrechnung aus Aktiengeschäften gelegt.
- Einführung der Abgeltungsteuer und ihre Auswirkungen auf die Anlage in Aktien
- Laufende Besteuerung von Kapitalerträgen und Verlustverrechnung
- Verlustverrechnungsmöglichkeiten für den Anleger
- Vorteile der Anlage des gesamten Wertpapierbestandes bei einer Bank
- Vereinfachungen und Vergünstigungen für den Anleger durch die Abgeltungsteuer
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Einführung der Abgeltungsteuer und ihre Auswirkungen auf den privaten Anleger. Es werden die Neuerungen im Bereich der laufenden Besteuerung und der Verlustverrechnung erläutert. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der laufenden Besteuerung und der Verlustverrechnung im Detail. Dabei werden die verschiedenen Möglichkeiten der Verlustverrechnung und deren Anwendung in der Praxis dargestellt. Im dritten Kapitel wird der Vorteil erläutert, den der Anleger durch die Anlage des gesamten Wertpapierbestandes bei einer Bank erlangen kann.
Schlüsselwörter
Abgeltungsteuer, Kapitalerträge, Aktiengeschäfte, Verlustverrechnung, laufende Besteuerung, Anlage in Aktien, Steuervorteile, Bank, Steuererklärung.
Häufig gestellte Fragen
Seit wann gilt die Abgeltungsteuer in Deutschland?
Die Abgeltungsteuer wurde mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 eingeführt und ist erstmals für den Veranlagungszeitraum 2009 anzuwenden.
Wie hoch ist der Steuersatz der Abgeltungsteuer?
Der einheitliche Steuersatz beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Wie funktioniert die Verlustverrechnung bei Aktien?
Banken führen sogenannte Verlusttöpfe. Verluste aus Aktienverkäufen können nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden, nicht mit Zinsen oder Dividenden.
Was ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung?
Liegt diese Bescheinigung vor, führt die Bank keine Abgeltungsteuer an das Finanzamt ab. Dies ist sinnvoll für Anleger, deren Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt.
Warum ist es vorteilhaft, alle Wertpapiere bei einer Bank zu halten?
Die Bank kann Verluste und Gewinne direkt intern verrechnen. Hält man Depots bei mehreren Banken, muss die Verrechnung mühsam über die Einkommensteuererklärung erfolgen.
- Quote paper
- Andreas Giehl (Author), 2010, Die neue Abgeltungsteuer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171269