Die folgende Arbeit zur Thematik des Portfolio Entrepreneurship befasst sich nebst allfälliger Definitionen und Abgrenzungen, mit den Motiven, welche zu Gründungen im Sinne des Portfolio Entrepreneurship führen. Hierzu wurden die Faktoren gegliedert in Faktoren des persönlichen Umfeldes sowie der unternehmerischen Umwelt. Im Zuge der Bearbeitung des Themas konnte auch hierbei die unternehmerische Gelegenheit, im Sinne der Kombination von verfügbaren Ressourcen und vorhandenen Marktbedürfnissen, als Triebfeder der Handlungen identifiziert werden. Im zweiten Abschnitt wurde versucht durch eine Fallstudie, deren Untersuchungsobjekte zwei Unternehmen, ein Innovator und ein Imitator, darstellen, die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse auf deren Validität in der Praxis zu überprüfen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
3. Motive des Portfolio Entrepreneurship
3.1 Einflussfaktoren auf die Motivation aus der persönlichen Umwelt
3.1.1 Einflussfaktor Familie
3.1.2 Einflussfaktor Unternehmerpersönlichkeit
3.2 Einflussfaktoren auf die Motivation aus der Unternehmensumwelt
3.2.1 Einflussfaktor Ressourcenzugang
3.2.2 Einflussfaktor Marktbedürfnisse
3.2.3 Opportunity treibende Kraft und erreichbare Benefits
4. Portfolio Entrepreneurship in der Praxis
4.1 Konzept und Fragestellung der Fallstudie
4.1.1 Wahl der Erhebungsmethode
4.1.2 Wahl der Untersuchungsobjekte
4.1.2 Kontaktaufnahme und Datenerfassung
4.2 Die Untersuchungsobjekte
4.2.1 Der Imitator
4.2.2 Der Innovator
4.3 Ergebnisse zu Motiven und Einflussfaktoren
4.3.1 Einflussfaktoren auf die Motivation aus der persönlichen Umwelt
4.3.2 Einflussfaktoren auf die Motivation aus der Unternehmensumwelt
4.3.3 Opportunity treibende Kraft und erreichbare Benefits
5. Kritische Diskussion des Themas
5.1 Relevanz für die Entrepreneurship Forschung
5.2 Relevanz für die Praxis
5.3 Persönliche Stellungnahme
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Motive und Einflussfaktoren für Unternehmer zu identifizieren, die ein Portfolio Entrepreneurship betreiben, und diese theoretischen Erkenntnisse durch eine praktische Fallstudie zu validieren.
- Unterscheidung zwischen persönlichen und unternehmerischen Einflussfaktoren auf die Motivation.
- Analyse der Rolle von Ressourcen, Know-how und Marktchancen bei der Gründung weiterer Unternehmen.
- Vergleich der Motive von Innovatoren und Imitatoren im Rahmen einer Fallstudie.
- Untersuchung der Bedeutung von Risikoisolation und Diversifikation für die Mehrfachgründung.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Einflussfaktor Familie
Einer der prägenden Einflüsse, welchem der Mensch in seiner Persönlichkeitsentwicklung von Kindesbeinen an ausgesetzt ist, stellt die Familie dar. Wobei im Zuge des Sozialisationsprozesses, Verhaltensmaßstäbe und Ideale der Familie vom Individuum aufgenommen werden und die Bereitschaft zur Erfüllung eines spezifischen Rollentyps innerhalb dieser Struktur der Gesellschaft entwickelt wird. Bezieht man diese Aussage auf die Neigung von Individuen ein Unternehmen zu gründen, so kann davon ausgegangen werden, dass im Rahmen dieses Prozesses eine vorhandene unternehmerische „Tradition“ in einer Familie diese zugunsten einer selbständigen Tätigkeit beeinflusst.
Zu diesem Ergebnis kam auch eine Untersuchung, welche den Einfluss von Erfahrungen innerhalb eines Familienbetriebes auf die Affinität zur Neugründung einer Unternehmung untersuchte. So konnte festgestellt werden, dass Personen, welche Arbeitserfahrungen im Familienbetrieb sammeln konnten das Engagement in einem neuen Unternehmens eher für machbar, erstrebenswert und profitabel sehen, als solche ohne vergleichbare Erfahrungen. Bezugnehmend auf die Thematik des Portfolio Entrepreneurship würde dies bedeuten, dass Unternehmer, welche bereits in einem Familienbetrieb tätig sind, eher geneigt bzw. es als erstrebenswert erachten sich an einem zusätzlichen Unternehmen zu beteiligen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Portfolio Entrepreneurship ein und verdeutlicht die volkswirtschaftliche Relevanz erfahrener Unternehmer, deren Motive zur Neugründung untersucht werden sollen.
2. Definitionen: Hier werden grundlegende Begriffe des Entrepreneurships sowie die Abgrenzung zwischen Novice, Serial und Portfolio Entrepreneuren auf Basis existierender Literatur dargelegt.
3. Motive des Portfolio Entrepreneurship: Dieses Kapitel analysiert systematisch Einflussfaktoren aus der persönlichen Umwelt sowie der unternehmerischen Umwelt, die zu einer weiteren Unternehmensgründung führen.
4. Portfolio Entrepreneurship in der Praxis: Anhand einer Fallstudie mit einem Innovator und einem Imitator werden die theoretischen Erkenntnisse über Motive und Einflussfaktoren auf ihre praktische Validität überprüft.
5. Kritische Diskussion des Themas: Das Fazit bewertet die Relevanz der Arbeit für die Forschung sowie für die Praxis der Gründungsförderung und enthält eine persönliche Stellungnahme des Autors.
Schlüsselwörter
Portfolio Entrepreneurship, Unternehmensgründung, Motivation, Einflussfaktoren, Risikoisolation, Diversifikation, Humankapital, Innovator, Imitator, Unternehmertum, Ressourcen, Marktbedürfnisse, Gründungsförderung, Serial Entrepreneur, Novice Entrepreneur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Beweggründe und Einflussfaktoren, die einen bereits aktiven Unternehmer dazu motivieren, weitere Unternehmen zu gründen, was als Portfolio Entrepreneurship bezeichnet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Einflüsse der persönlichen Umwelt (z.B. Familie, Persönlichkeit) und der Unternehmensumwelt (z.B. Ressourcenzugang, Marktbedürfnisse) auf die unternehmerische Motivation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, theoretische Ansätze über Portfolio Entrepreneurship mit der praktischen Realität abzugleichen und zu prüfen, ob sich Unterschiede in den Motiven zwischen innovativen und imitierenden Unternehmern feststellen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer qualitativen Fallstudie, in der problemzentrierte Interviews mit zwei Unternehmern geführt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Motive und eine empirische Überprüfung anhand der Fallbeispiele, wobei explizit die Aspekte Risikoisolation und Ressourcennutzung beleuchtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Portfolio Entrepreneurship, unternehmerische Gelegenheit, Humankapital, Risikomanagement und die Differenzierung zwischen Serial- und Portfolio-Unternehmertum.
Warum gründen Portfolio-Unternehmer laut Arbeit oft eine eigene, neue Firma statt einer neuen Abteilung?
Ein Hauptgrund ist die Risikoisolation: Die neue Unternehmung dient dazu, das etablierte Stammunternehmen vor potenziellen negativen Auswirkungen oder einem Imageschaden im Falle eines Misserfolgs zu schützen.
Welche Rolle spielt die Familie für die Gründungsentscheidung laut der Fallstudie?
Entgegen der theoretischen Annahme konnte in der Fallstudie keine direkte „unternehmerische Tradition“ in den Familien der Befragten nachgewiesen werden, die ihre Gründungsentscheidung maßgeblich beeinflusst hätte.
Wie unterscheidet sich der Innovator vom Imitator in der Arbeit?
Der Innovator fokussiert sich stärker auf Abenteuerlust und technologische Neuerungen, während der Imitator bestehende Konzepte kopiert und sein Handeln eher an Marktsicherheit und zeitlicher Flexibilität ausrichtet.
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- Christian Ortig (Author), 2011, Motive und Einflussfaktoren im Portfolio Entrepreneurship, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171281