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Frauenbilder im Fernsehen anhand verschiedener Kritiken zu der Serie 'Sex and the city'

Title: Frauenbilder im Fernsehen anhand verschiedener Kritiken zu der Serie 'Sex and the city'

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandra Garthaus (Author)

Communications - Movies and Television
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Täglich werden Menschen durch die Massenmedien mit unterschiedlichen Medienbildern von Frauen und Männern konfrontiert. Darstellungen, die bestimmte Klischees oder Stereotypen aufzeigen, werden durch Medien konstruiert und an die Konsumenten und Konsumentinnen vermittelt. Sie dienen als Leitbilder und Identifikationsmuster, die die Zuschauer verinnerlichen. Sie prägen die Menschen und präsentieren Ideale, an die wir uns anpassen. Dies geschieht eher unbewusst bei der Rezeption.

Ich konzentriere mich in meiner Arbeit auf das Frauenbild im Fernsehen und untersuche es anhand der Filmkritiken zu der erfolgreichen us-amerikanischen Fernsehserie „Sex and the City“.

Das Bild der Frau, das in den verschiedenen Filmen und Serien präsentiert wird, beruht meist auf den Vorstellungen des Mannes von einer Frau, wie auch bei „Sex and the City“. Diese Tatsache beruht darauf, dass in Medienbetrieben Männer die höheren Positionen besetzen und dadurch die Frauen aus ihrer Sicht darstellen (vgl. Mühlen Achs, G. 1995, 15). Zudem orientierten sich die Frauen immer an einer androzentrischen Weltordnung, das heißt auf eine männlich fixierte Weltordnung (vgl. Mühlen Achs, G. 17).
Ich möchte mit meiner Arbeit herausstellen, was für ein Frauenbild die Serie „Sex and the City“ vermittelt, inwiefern es sich von traditionellen Mustern und Klischees unterscheidet und wieso die Serie bei Frauen so beliebt ist. Hierfür werde ich zunächst Informationen zu der Serie zusammenfassen und die vier Hauptprotagonistinnen kurz charakterisieren. Weiter werde ich die thematischen Schwerpunkte der Kritiken erläutern und mich dann mit den Kritiken auseinandersetzen. Erst werde ich die Inhalte der einzelnen Kritiken wiedergeben und untersuchen, ob die Zeitungen sich in ihren Kritiken unterscheiden. Im Anschluss werde ich darauf eingehen, inwiefern sich die Kritiker und die Kritikerinnen in ihren Auseinandersetzungen differenzieren. In meiner Schlussbetrachtung möchte ich schließlich die Frage beantworten, was für ein Frauenbild „Sex and the City“ kreiert, wo die Unterschiede zu dem konventionellen Frauenbild liegen und warum dieses beim weiblichen Geschlecht so viel Anklang findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Materialbasis und methodisches Vorgehen

3. Frauenbilder im Fernsehen

3.1 Die Serie „Sex & the city“

3.2 Figurencharakterisierung

4. Thematische Schwerpunkte der Kritiken

4.1 Reden über Sex

4.2 Mode und Männer

4.3 Unabhängige Frauen

5. Analytische Betrachtung der Kritiken

5.1 Kritiken der unterschiedlichen Zeitungen

5.2 Unterschiede in der geschlechtsspezifischen Auseinandersetzung

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das in der Fernsehserie „Sex and the City“ vermittelte Frauenbild anhand zeitgenössischer Filmkritiken, um zu analysieren, wie sich dieses von konventionellen Darstellungen abhebt und warum es insbesondere beim weiblichen Publikum auf so hohe Resonanz stößt.

  • Analyse des Wandels weiblicher Rollenbilder im Fernsehen.
  • Untersuchung der thematischen Schwerpunkte in der Medienrezeption (Sex, Mode, Unabhängigkeit).
  • Gegenüberstellung der Wahrnehmung der Serie durch verschiedene deutsche Print- und Online-Medien.
  • Evaluierung geschlechtsspezifischer Differenzen in der Beurteilung der Serie.
  • Diskussion der Identifikationspotenziale für die weibliche Zielgruppe.

Auszug aus dem Buch

4.1 Reden über Sex

In „Sex and the City“ treffen sich Carrie und ihre Freundinnen regelmäßig, um ihre sexuellen Erlebnisse auszutauschen. Sie reden sehr „offen und frech“ über Männer und Sex (Roth, W.-D. 2004). Oft gehen sie dabei ins Detail, wie man es von dem traditionellen Frauenbild nicht erwarten würde. Diese vier Singlefrauen aber nehmen kein Blatt vor den Mund und schocken die Zuschauer mit ihrer „sprachlichen Freizügigkeit“ (Odoi, E. 2004). Die Konsumenten und Konsumentinnen sind es nicht gewohnt, Frauen so vulgär sprechen zu hören. Frauen wurden im Fernsehen immer schüchtern und zurückhaltend dargestellt. Doch die vier New Yorkerinnen in „Sex and the City“ „analysieren (…) in den teuersten Restaurants und Bars ausgiebig Vor und Nachteile von Sexualpraktiken“ (Hopp, H. 2001).

Dieses moderne Frauenbild, das die Serie kreiert, wirkt erfrischend und erweckt beim Publikum Neugier. Die Dialoge sind zudem humorvoll gestaltet, sodass der Zuschauer gerne zuhört. Die Szenen, in denen die Freundinnen sich unter anderem über die „körperliche und seelische Ausstattung ihrer Geschlechtspartner austauschen“ (Rüb, M. 2004), verleihen der Serie zudem eine „voyeuristische Faszination – man erlebt, wie Frauen wirklich untereinander reden, nämlich sehr klar und hart über Partnerschaft und Sex. Da wird explizit Intimes seziert.“ (Joop, J. 2001).

Der Serie kann somit eine aufdeckende, sogar belehrende Funktion zugeteilt werden. Die Frauen „reden über Männer zeitweilig, wie man das umgekehrt sonst nur von unverbesserlichen Machos hört.“ (Hopp, H. 2001). Das hätte man der traditionellen Frau nicht zugetraut, denn diese verhielt sich immer so, wie es sich „gehörte“. Veraltete Frauenbilder vermittelten dem Publikum Anstandsregeln, die die Frauen zu befolgen hatten, um sich keinen schlechten Ruf einzuhandeln. Männer hingegen, das starke Geschlecht, waren im Fernsehen schon immer die Beschützer, die die sich schlagen durften und auch mal Schimpfworte verwendeten oder obszöne Bemerkungen machten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Medienbildern ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Frauenbildes in „Sex and the City“.

2. Materialbasis und methodisches Vorgehen: Es wird die Auswahl der analysierten Filmkritiken aus dem Zeitraum 2001 bis 2004 erläutert und das methodische Vorgehen bei der Exzerpterstellung beschrieben.

3. Frauenbilder im Fernsehen: Dieses Kapitel skizziert den historischen Wandel von Frauenrollen im TV und stellt die Charaktere der Serie vor.

4. Thematische Schwerpunkte der Kritiken: Die zentralen Motive wie der offene Umgang mit Sexualität, die Bedeutung von Mode und das Streben nach Unabhängigkeit werden analysiert.

5. Analytische Betrachtung der Kritiken: Es erfolgt ein detaillierter Vergleich der Kritiken verschiedener Zeitungen sowie eine Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen in der Bewertung.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Serie ein neues, emanzipatorisches Frauenbild etabliert hat, das den Wunsch nach Freiheit mit traditionellen Bedürfnissen verbindet.

Schlüsselwörter

Sex and the City, Frauenbilder, Fernsehen, Medienkritik, Geschlechterrollen, Single-Frau, Identifikation, Emanzipation, Sexualität, Mode, Medienrezeption, Postfeminismus, Rollenmuster, New York, Filmkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Frauenbild, das in der US-Serie „Sex and the City“ vermittelt wird, und wie dieses von der zeitgenössischen deutschen Medienkritik wahrgenommen wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Untersuchung konzentriert sich insbesondere auf die Themenfelder „Reden über Sex“, die Bedeutung von Mode und Lifestyle sowie das Streben nach beruflicher und privater Unabhängigkeit der Protagonistinnen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Serie mit traditionellen Klischees über Frauen bricht und warum sie bei einem weiblichen Publikum als Identifikationsmodell so populär ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse von Filmkritiken aus verschiedenen deutschen Print- und Online-Medien, ergänzt durch Fachliteratur zur Medienpädagogik und Geschlechterforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der vier Protagonistinnen, der inhaltlichen Aufarbeitung der Themenkomplexe in den Kritiken und dem detaillierten Vergleich der unterschiedlichen journalistischen Reaktionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Frauenbilder, Medienrezeption, Geschlechterrollen, Emanzipation und das spezifische postfeministische Modell, das die Serie laut Kritikern vertritt.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung der Serie zwischen den Geschlechtern?

Während Kritikerinnen die emanzipatorischen Aspekte und die Identifikationsmöglichkeiten betonen, reduzieren männliche Kritiker die Analyse oft auf den Aspekt der Sexualität und äußern sich skeptischer bis ablehnend.

Welche Rolle spielt das Ende der Serie für die Bewertung des Frauenbildes?

Das traditionelle „Happy End“ der Serie wird von einigen Kritikern als Verrat am Ideal der unabhängigen Single-Frau gewertet, während es andere als realistisches Zugeständnis an das menschliche Bedürfnis nach Geborgenheit interpretieren.

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Details

Title
Frauenbilder im Fernsehen anhand verschiedener Kritiken zu der Serie 'Sex and the city'
College
University of Siegen
Course
Media Studies - Filmkritik
Grade
1,7
Author
Sandra Garthaus (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V171328
ISBN (eBook)
9783640906314
ISBN (Book)
9783640906215
Language
German
Tags
frauenbilder fernsehen kritiken serie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Garthaus (Author), 2006, Frauenbilder im Fernsehen anhand verschiedener Kritiken zu der Serie 'Sex and the city', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171328
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