Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Die augusteischen Ständegesetze und deren Auswirkungen auf die Prostitution

Title: Die augusteischen Ständegesetze und deren Auswirkungen auf die Prostitution

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 41 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Stefan Mölzer (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit, die sich mit den augusteischen Ständegesetzen auseinandersetzt, soll die Rolle dieser Gesetzgebung des ersten Princeps auf die Gesellschaft und die Prostitution des antiken Roms untersucht werden. Hierbei sind die Intentionen der Ständegesetze und deren Akzeptanz durch die Eliten Roms von sehr großer Bedeutung. Bei der Betrachtung der gesellschaftlichen Konsequenzen der Gesetze liegt das Augenmerk auf jenen sozialen Schichten und Berufsgruppen, die durch diese Gesetzgebung als Infames galten. Mit dieser Bezeichnung wurden viele Menschen, nicht nur Liebesdiener und Liebesdienerinnen, an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Nicht nur das Schicksal einiger Berufsgruppen ist hier interessant, sondern auch das einiger selbständiger Frauen dieser Zeit. Von daher soll in dieser Arbeit nicht nur der Zeitraum der Entstehung der Ständegesetze bis zum Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts betrachtet werden. Es werden auch einige Frauenbiographien erwähnt, die über diesen Zeitabschnitt herausreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Augusteische Ständegesetze

2.1 Hintergründe

2.1.1 Der römische Bürgerkrieg, Feldzüge und Krisen

2.1.2 Rückläufige Geburtenraten in der römischen Oberschicht

2.2 Heirat zwischen den Schichten

2.3 Intentionen der Gesetze

2.3.1 Die Stärkung der principalen Macht

2.3.2 Die augusteische Gesetze und die Eliten

2.3.3 Die Abschaffung der Missstände

3. Die Prostitution im Alten Rom

3.1. Arten der Prostitution

3.1.1 Zwangsprostitution

3.1.2 Freiwillige und Gelegenheitsprostitution

3.1.3 Semiprofessionelle (Demimonde)

3.2 Orte und Kleidung der Prostituierten

3.2.1 Der Straßenstrich

3.2.2 Bordelle (lupanar, fornix oder stablum)

3.2.3 Bäder

3.2.4 Kleidung und Auftreten

3.3 Sexualtechniken und ihre gesellschaftliche Bedeutung

3.4 Probleme der Prostituierten

3.4.1 Medizinische Probleme

3.4.1.1 Verhütung, Abtreibung und plötzlicher Kindstod

3.4.1.2 Geschlechtskrankheiten

3.4.2 Der Zuhälter

3.4.3 Die Kundschaft

3.4.4 Die soziale und rechtliche Situation

3.4.5 Der schlechte Ruf und eine Hierarchisierung der Prostituierten

3.4.6 Die stabilisierende Funktion der Prostitution in der römischen Gesellschaft

4. Die Wechselwirkungen zwischen den augusteischen Ständegesetzen und der römischen Prostitution

4.1 Aus geschlechtsspezifischer Sicht

4.2 Die gesellschaftliche Perspektive

4.3 Die juristische Sichtweise

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der augusteischen Ständegesetzgebung auf die römische Gesellschaft sowie die Rolle und rechtliche Stellung der Prostitution im antiken Rom unter Berücksichtigung von Intentionen, gesellschaftlicher Akzeptanz und der tatsächlichen Gesetzeswirksamkeit.

  • Augusteische Ständegesetze und ihre gesellschaftlichen Intentionen
  • Strukturen und Lebensbedingungen der Prostitution im antiken Rom
  • Geschlechtsspezifische und juristische Folgen der Gesetzgebung
  • Wechselwirkungen zwischen moralischen Ansprüchen und sozialer Realität
  • Die Rolle der Prostitution als stabilisierender Faktor der römischen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Bordelle (lupanar, fornix oder stablum)

In den damaligen Bordellen arbeiteten Frauen und Männer, die für wenige Sesterzen zu kaufen waren. Meist waren es Sklaven, die für ihren Lohn ein winziges Zimmer anmieteten und dort ihre Künste anboten. Die hygienischen Bedingungen dort waren miserabel. Solche Zimmer befanden sich oft in Kneipen, Gasthäuser, in den eigentlichen Bordellen oder einzelne Kammern wurden auch unmittelbar an die Straße gebaut. Bordelle fand man sehr oft in der Subura, im Armenhaus der Weltstadt Rom.

In den folgenden zwei Abbildungen wird ein Bordell (lupanar) gezeigt, einmal von innen und einmal von außen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Forschungsinteresses an den augusteischen Ständegesetzen, deren Einfluss auf die Gesellschaft und die Rolle der Prostitution im antiken Rom.

2. Augusteische Ständegesetze: Untersuchung der Hintergründe, wie den Auswirkungen des Bürgerkrieges und dem demographischen Wandel, die zur Einführung dieser Gesetze führten.

3. Die Prostitution im Alten Rom: Analyse der verschiedenen Formen der Prostitution, der Arbeitsumgebungen, der gesundheitlichen Probleme sowie der rechtlichen und sozialen Marginalisierung der Betroffenen.

4. Die Wechselwirkungen zwischen den augusteischen Ständegesetzen und der römischen Prostitution: Diskussion der geschlechtsspezifischen, gesellschaftlichen und juristischen Folgen der Gesetzgebung für die Prostitution.

5. Schlussbetrachtung: Fazit über die Auswirkungen des Gesetzeswerks und das Spannungsfeld zwischen moralischem Anspruch des Kaisers und der Realität.

Schlüsselwörter

Augustus, Ständegesetze, Prostitution, römisches Reich, Infames, Sittengesetze, Sozialstruktur, Geschlechterrollen, Rechtsgeschichte, Lupanar, Ehebruch, Antike, Moralvorstellungen, Gesellschaft, Bürgerkrieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die augusteischen Ständegesetze die Gesellschaft des antiken Roms beeinflussten und in welchem Zusammenhang diese Gesetzgebung mit dem Phänomen der Prostitution stand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die augusteischen Gesetze zur Heirat und zum Ehebruch, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Prostituierten sowie die daraus resultierende soziale und rechtliche Stigmatisierung dieser Gruppe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie stark der Einfluss der Ständegesetze auf die Prostitution war, wie diese Gesetze die Gesellschaft veränderten und welche spezifischen Auswirkungen sich auf das zeitgenössische Frauenbild ergaben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine literarische Analyse einschlägiger Fachliteratur sowie antiker Quellen (u.a. Augustus, Sueton, Ovid, Juvenal, Martial), um die historische Situation und die Gesetzeswirksamkeit zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der augusteischen Gesetzgebung (Intentionen und Kontext), die Analyse der Prostitution (Formen, Orte, Probleme, Kundschaft) und die Wechselwirkung dieser beiden Komplexe aus verschiedenen Perspektiven.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Augusteische Ständegesetze", "Infames", "Prostitution", "Sittengesetze" sowie "Soziale Schichtung".

Inwiefern hat die "Aktiv-/Passivregel" die Situation für Frauen verschärft?

Diese Regel besagt, dass bei Nichtehelichen der passive Part als infam galt. Da Frauen beim Geschlechtsverkehr oft nur den passiven Part einnahmen, wurden sie bei Ehebruch oder Prostitution automatisch geächtet, während Männer oft straffrei blieben.

Wie lässt sich die soziale Stigmatisierung der Prostituierten beschreiben?

Prostituierte wurden als Infames eingestuft, was bedeutete, dass sie rechtlich benachteiligt waren, nicht vor Gericht aussagen durften und von ehrbaren Kulten sowie der Ehe mit freien Bürgern ausgeschlossen waren.

Warum wird die Prostitution im antiken Rom als "stabilisierend" bezeichnet?

Die Literatur jener Zeit vertrat oft die Ansicht, dass die Prostitution als Ventil für die Triebe junger Männer fungierte, um so den sozialen Frieden zu bewahren und den Schutz der Frauen aus "angesehenen Familien" zu gewährleisten.

Gab es tatsächlich eine effektive staatliche Kontrolle der Prostitution?

Nein, obwohl eine Registrierungspflicht bei Ädilen existierte, war der römische Polizeiapparat nicht leistungsfähig genug, um die boomende Prostitution vollständig zu erfassen oder Vorschriften, wie etwa die Frisur der Dirnen, konsequent durchzusetzen.

Excerpt out of 41 pages  - scroll top

Details

Title
Die augusteischen Ständegesetze und deren Auswirkungen auf die Prostitution
College
University of Regensburg  (Institut für Geschichte)
Course
Die Gesellschaft Roms
Grade
1,6
Author
Stefan Mölzer (Author)
Publication Year
2011
Pages
41
Catalog Number
V171364
ISBN (eBook)
9783640923694
ISBN (Book)
9783640923618
Language
German
Tags
ständegesetze auswirkungen prostitution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Mölzer (Author), 2011, Die augusteischen Ständegesetze und deren Auswirkungen auf die Prostitution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171364
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  41  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint