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Das Waidwerk Friedrich Augusts III.

Title: Das Waidwerk Friedrich Augusts III.

Seminar Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Patrick Marschner (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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War Friedrich August III. in hochadligen Kreisen eine Ausnahme in Bezug auf die Jagd? Unterscheidet ihn essentiell etwas von seinen Zeitgenossen? Inwieweit war er ‚unkomplizierter’ und ‚besonnener’ als diese? War seine Art zu Jagen weniger ‚hochadelsüblich’? Um diese Fragen zu beantworten sollen im Folgenden grundsätzliche Theorien zu jagdlichen Gepflogenheiten seiner Zeit betrachtet werden, um diese mit den Aussagen der Biographen des Königs zu vergleichen. Auf diese Weise soll geklärt werden, ob die Eigenschaften, Beweggründe und Herangehensweisen, die seiner Tätigkeit als Jäger zugeschrieben werden, tatsächlich von besonderer Natur sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Waidwerk des deutschen Hochadels um 1900

3. Biographische Darstellungen der Jagd Friedrich Augusts III.

4. Fazit – Zwischen „Schützenkönigtum“ und maßvollem Jagen

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die jagdlichen Aktivitäten des letzten sächsischen Königs, Friedrich August III., und analysiert, inwieweit sich seine Ausübung des Waidwerks von den zeitgenössischen Gepflogenheiten des Hochadels unterschied. Es wird der Frage nachgegangen, ob sein als „unkompliziert“ und „maßvoll“ charakterisiertes Verhalten eine bewusste Abkehr von elitären Jagdtraditionen darstellte oder ob er sich lediglich innerhalb der bestehenden Strukturen bewegte.

  • Bedeutung der Jagd als rituelles und gesellschaftliches Phänomen des Hochadels um 1900
  • Analyse der Rolle von Tradition und Naturverbundenheit bei der fürstlichen Jagd
  • Biographische Aufarbeitung der jagdlichen Vorlieben Friedrich Augusts III.
  • Vergleich der jagdlichen Praxis zwischen dem sächsischen Monarchen und anderen europäischen Herrschern

Auszug aus dem Buch

2. Das Waidwerk des deutschen Hochadels um 1900

Neben dem sächsischen König beschäftigten sich auch zahlreiche andere Mitglieder namhafter Adelsgeschlechter mit der Jagd. Neben den Fürsten Pless, den Habsburgern und den Wittelsbachern tritt vor allem der Name des letzten deutschen Kaisers auf. Wilhelm II. werden bis zum Jahre 1912 70.845 Abschüsse zugesprochen. Jagen gehörte beim Hochadel dieser Zeit zum guten Ton. Wie aber hat sich die Jagd als so fester Bestandteil des Lebens am Hof etabliert? Warum ist gerade diese Tätigkeit von so großer Bedeutung für die Fürstenhäuser?

Jagd „bildete mit dem Forstwesen unübersehbar eine jahrhundertelange Traditions-, Perzeptions- und Leitwertesymbiose.“ Hinzu kommt der symbolische Wert des Jagens, was nicht nur als Freizeitvergnügen und Ausgleich vom Alltag, sondern auch als gesellschaftliches Ereignis verstanden wurde. Das Waidwerk besaß rituellen Stellenwert. Es war zu jener Zeit etwas Kulturerhaltendes, gegenüber einer unsicheren und wankelmütigen Gesellschaft. Neben Leidenschaft, Abenteuerlichkeit und spielerischem Charakter der Jagd, wird in ihr sogar eine „Rückzugskultur“ gesehen. Schließlich verlor der Adel um 1900 an Einfluss in vielen anderen Bereichen, wie Kunst oder Politik. In der Natur und bei der Jagd suchten die Adligen Abstand von der sie allmählich verkennenden Umgebung, um ein erstrebenswertes nomadisches Leben geboten zu bekommen.

Der kulturellen Anmut des Waidwerks steht der Aggressionsabbau gegenüber, der ebenfalls als Beweggrund für diese Tätigkeit in Betracht kam. Zum einen war es die Geltung, die man sich als herausragender Schütze verschaffen wollte, die eine Art Wettkampf zwischen den Jagdteilnehmern hervorrief. „Rekordsucht“ veranlasste die Schützen zu „Schießwütigkeit“. Diese Eigenschaft wird Kaiser Wilhelm II. zugeschrieben. Er galt „als ‚Schießer’, das heißt als massenweise, wahllos und ohne Mitleid mit der Kreatur tötender Jäger“, der „angesichts von Wildschaden wenig Verständnis für die Hege großer Wildbestände“ zeigte. Angelehnt an den Aggressionsabbau ist die Jagd unter den Monarchen möglicherweise als etwas

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, stellt die jagdliche Tradition der Wettiner dar und skizziert die Forschungsfrage nach der Einzigartigkeit des Waidwerks Friedrich Augusts III.

2. Das Waidwerk des deutschen Hochadels um 1900: Hier wird der historische Kontext der adligen Jagd beleuchtet, einschließlich ihrer gesellschaftlichen Funktion, des symbolischen Werts und der unterschiedlichen Ausprägungen vom maßvollen Jagen bis zur exzessiven „Schießwütigkeit“.

3. Biographische Darstellungen der Jagd Friedrich Augusts III.: Dieser Abschnitt analysiert zeitgenössische Quellen und biographische Berichte, die das Jagdverhalten des Königs als bescheiden und unkonventionell beschreiben.

4. Fazit – Zwischen „Schützenkönigtum“ und maßvollem Jagen: Das Fazit zieht Bilanz über die Diskrepanz zwischen dem volksnahen Image des Königs und seiner realen Einbindung in elitäre Traditionen sowie Machtstrukturen.

5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quell- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich August III., Waidwerk, Jagd, Hochadel, Sächsische Geschichte, Wettiner, Pirsch, Tradition, Repräsentation, Schützenkönig, Wilhelm II., Naturverbundenheit, Nobilitierung, Wildbestand, Monarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Jagdleidenschaft des letzten sächsischen Königs, Friedrich August III., und bettet diese in den historischen Kontext der adligen Jagdkultur um die Jahrhundertwende ein.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Monarchie und Jagd, die symbolische Bedeutung des Waidwerks für den Adel sowie die Diskrepanz zwischen öffentlichem Bild und privater Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Friedrich August III. in seiner Art zu jagen eine bewusste Ausnahmeerscheinung unter den Monarchen seiner Zeit darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine quellenkritische Analyse biographischer Werke, zeitgenössischer Schilderungen und historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die allgemeine adlige Jagdkultur um 1900, um daraufhin das individuelle Jagdverhalten Friedrich Augusts III. anhand von Biographien und Briefen detailliert zu untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Friedrich August III., Waidwerk, Hochadel, Jagdtradition, Repräsentation und das Selbstverständnis des Adels.

Wie unterschied sich die Jagdweise von Friedrich August III. von der Kaiser Wilhelms II.?

Während Kaiser Wilhelm II. oft eine exzessive „Schießwütigkeit“ zugeschrieben wurde, galt Friedrich August III. als besonnener Jäger, der die ruhige Pirsch aufwendigen Treibjagden vorzog.

Inwieweit spielte die Tradition für Friedrich August III. eine Rolle?

Die Jagd war für ihn eine tief in seiner Familiengeschichte verwurzelte Tradition, die er selbst nach seiner Abdankung im Exil fortführte und bis an sein Lebensende pflegte.

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Details

Title
Das Waidwerk Friedrich Augusts III.
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Course
Sächsische Landesgeschichte
Grade
1,0
Author
Patrick Marschner (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V171384
ISBN (eBook)
9783640907427
ISBN (Book)
9783640907601
Language
German
Tags
Sächsische Könige Friedrich August III. Hofjagden Waidwerk Jagdwesen in Sachsen Hochadel und Jagd
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Marschner (Author), 2010, Das Waidwerk Friedrich Augusts III. , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171384
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