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Russland als autoritärer Staat

Systemanalyse auf Grundlage der Autoritarismusdefinition von J. Linz

Titre: Russland als autoritärer Staat

Dossier / Travail , 2009 , 14 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Jennifer Brandscheidt (Auteur)

Politique - Région: Russie
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Laut der Organisation Freedom House fällt die Russische Föderation im Jahre 2008 unter die Kategorie „not free“. In der Begründung heißt es unter anderem, dass Russland keine Wahldemokratie sei (vgl. freedom house 2008 online). Auch
in der wissenschaftlichen Debatte fällt Russland oft unter die autoritären Systeme, aus verschiedenen Gründen. In der vorliegenden Arbeit soll nun untersucht werden, ob Russland tatsächlich ein autoritäres Regime ist. Die dieser Arbeit
zugrunde liegende Definition von autoritären Systemen ist die von Juan Linz, der eine der wichtigsten Autoritarismusdefinitionen der Forschung entwickelt hat.
Autoritarismus nach Linz kann man mithilfe von drei Kategorien messen: der Ausprägung des politischen Pluralismus, der politischen Mobilisierung seitens des Staates sowie der Art der Legitimation. In dieser Arbeit soll genau dieses am Beispiel Russlands getan werden, um festzustellen, ob Russland ein autoritärer Staat im Sinne Linz' ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I.Einleitung

II.Definitorischer Teil

II.1.Definition „autoritäres Regime“ nach J.Linz

II.2.Abgrenzung zu „Demokratie“ und „Totalitarismus“

II.3.Weitere Definitionen

III.Systemanalyse Russland

III.1.Politischer Pluralismus

III.2.Politische Partizipation & Mobilisierung

III.3.Legitimation des Systems

IV.Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht auf Basis der Definition von Juan Linz, ob das politische System der Russischen Föderation als autoritäres Regime klassifiziert werden kann. Dabei steht die Überprüfung der Kriterien Pluralismus, Partizipation und Legitimation im Zentrum der Analyse.

  • Analyse autoritärer Regime nach Juan Linz
  • Struktur des politischen Systems in Russland
  • Einschränkungen des politischen Pluralismus
  • Mechanismen der politischen Mobilisierung und Partizipation
  • Legitimitätsfragen und staatliche Kontrolle der Medien

Auszug aus dem Buch

II.1.Definition „autoritäres Regime“ nach J.Linz

Wie oben bereits erwähnt liegt dieser Arbeit die Autoritarismusdefinition von Juan Linz zugrunde. Dieser definiert Autoritarismus über vier Punkte: das Vorhandensein eines begrenzten politischen Pluralismus, die Abwesenheit einer elaborierten Ideologie, die Abwesenheit einer politischen Mobilisierung sowie der Machtausübung einer Person oder einer Gruppe in unklar definierten Limits, die allerdings vorhersagbar sind (vgl. Brooker 2009: 26).

Laut Linz, seien autoritäre Systeme solche, „die einen begrenzten, nicht verantwortlichen politischen Pluralismus haben; die keine ausgearbeitete und leitende Ideologie, dafür aber ausgeprägte Mentalitäten besitzen und in denen keine extensive oder intensive politische Mobilisierung, von einigen Momenten in ihrer Entwicklung abgesehen, stattfindet und in denen ein Führer oder manchmal eine kleine Gruppe die Macht innerhalb formal kaum definierter, aber tatsächlich recht vorhersagbarer Grenzen ausübt“ (Linz zitiert in Lauth 2006: 100).

Linz geht davon aus, dass in einigen autoritären Regimen eine Partei eine recht wichtige Komponente des begrenzten Pluralismus sein kann. Diese Partei kann seiner Meinung nach auch politische Mobilisierung ausüben (vgl. Linz 2000: 161ff).

Mit „Mentalitäten“ meint er, die Art zu Denken und Fühlen, die er als eher emotional und weniger rational bezeichnet und die eine nicht festgelte Reaktion auf bestimmte Situationen zur Folge haben (vgl. Linz 2000: 162). Dies ist für das russische Demokratieverständnis von Bedeutung, worauf später eingegangen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I.Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung Russlands in den Kontext der internationalen Debatte über autoritäre Systeme.

II.Definitorischer Teil: Erarbeitung der theoretischen Grundlage durch die Definition von Juan Linz und Abgrenzung zu anderen Staatsformen.

III.Systemanalyse Russland: Anwendung der theoretischen Kriterien auf die politische Praxis der Russischen Föderation unter besonderer Berücksichtigung der Ära Putin.

IV.Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die Russland aufgrund der Defizite in Pluralismus, Partizipation und Legitimität als autoritäres Regime einstuft.

Schlüsselwörter

Russland, Autoritarismus, Juan Linz, Politischer Pluralismus, Partizipation, Legitimation, Systemanalyse, Demokratieverständnis, Vertikale der Macht, Zivilgesellschaft, Meinungsfreiheit, Staatliche Kontrolle, Repression, Wahlbeteiligung, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das politische System Russlands und prüft, inwieweit es die Kriterien eines autoritären Regimes nach der Definition von Juan Linz erfüllt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die zentralen Felder sind der Grad des politischen Pluralismus, die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation und Mobilisierung sowie die Legitimität des herrschenden politischen Systems.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Russland auf Grundlage der autoritären Kriterien von Juan Linz tatsächlich als autoritärer Staat eingestuft werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung herangezogen?

Es wird eine Systemanalyse durchgeführt, bei der die theoretischen Merkmale von Juan Linz auf die praktische politische Entwicklung Russlands angewendet werden.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Organisationen (Zivilgesellschaft), die Praxis von Wahlen und politischer Beteiligung sowie die Rolle der Medien und die Einhaltung verfassungsrechtlicher Garantien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autoritarismus, Pluralismus, Legitimationskrise, gelenkte Demokratie und staatliche Kontrolle.

Welche Rolle spielen Jugendorganisationen in der russischen Politik laut der Arbeit?

Jugendorganisationen wie die „Junge Garde“ dienen als Instrumente politischer Mobilisierung, um die Macht der herrschenden Partei zu festigen und politisches Personal zu rekrutieren.

Wie bewertet die Autorin die Medienlandschaft in Russland?

Die Medien werden als stark staatlich kontrolliert beschrieben, wobei die Pressefreiheit eingeschränkt ist, um die „Vertikale der Macht“ zu stützen und kritische Opposition zu marginalisieren.

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Résumé des informations

Titre
Russland als autoritärer Staat
Sous-titre
Systemanalyse auf Grundlage der Autoritarismusdefinition von J. Linz
Université
University of Marburg
Note
2,3
Auteur
Jennifer Brandscheidt (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V171432
ISBN (ebook)
9783640908288
ISBN (Livre)
9783640908394
Langue
allemand
mots-clé
russland staat systemanalyse grundlage autoritarismusdefinition linz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Brandscheidt (Auteur), 2009, Russland als autoritärer Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171432
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Extrait de  14  pages
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