Ein Alltagsphänomen, was häufig bei älteren Menschen zu beobachten ist. Man kommt in die Rente und versucht den täglichen Berufszwang vor allem durch eine Strukturierung des Tages zu ersetzen: morgens – Hausarbeit und Garten, mittags – Schläfchen und abends – Spaziergänge, aber fast immer auf gleichen Routen. Doch schon bald ist alles anders: Man klagt über Schlafstörungen, Lustlosigkeit und leichte Depressionen. Schließlich lassen Gedächtnis und Konzentration nach, was zu Ereignissen führt, die beispielsweise im Verkehr zu Unfallen führen können. Ein Szenario, das Millionen von Menschen im Pensionsalter betrifft und das man lange Zeit für ein unausweichliches Phänomen des Alters gehalten hat. Dem wird aber heute mit Gehirn - Jogging entgegengewirkt. Es wird als eine gezielte Maßnahme angewandt, um die Lebensqualität lange zu erhalten, Lebensaktivität zu erhöhen und somit den Prozess
des „Alterns“ zu stoppen. In dieser Hausarbeit beschäftigen wir uns folglich mit dem Gehirn-Jogging und seinen Besonderheiten. Zuerst wird kurz auf das wichtigste Organ des Menschen – nämlich das Gehirn, seine Funktionen und den Aufbau eingegangen. Im Folgenden wird die geistige Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit vom Lebensalter betrachtet, wobei der Hauptakzent auf die Entwicklung im hohen Alter gelegt wird. Im zentralen Teil unserer Hausarbeit beschäftigen wir uns mit der Frage, was Gehirn-Jogging ist und wie dessen konkrete
Anwendung sowie Durchführung aussehen kann. Im folgenden Abschnitt wird auf Entspannung und Körperwahrnehmung mittels Gehirntrainings eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aufbau und Funktion des menschlichen Gehirns
3. Geistige Leistungsfähigkeit und Lebensalter
4. Gehirn-Jogging
4.1 Grundlagen
4.2 Training einzelner Gehirngrundfunktionen und Lernstrategien
4.3 Gehirn-Jogging nach der Fischer- Lehrl- Methode
5. Entspannung und Wahrnehmung als Element des Gehirn-Joggings
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Gehirn-Jogging als Methode zur Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität, insbesondere im Hinblick auf den Alterungsprozess. Dabei wird analysiert, wie durch systematisches Training kognitive Funktionen gestärkt und altersbedingte Abbauerscheinungen präventiv beeinflusst werden können.
- Anatomische und funktionelle Grundlagen des menschlichen Gehirns
- Zusammenhang zwischen geistiger Leistungsfähigkeit und Lebensalter
- Definition, Entstehung und Wirkungsweise von Gehirn-Jogging
- Methodische Durchführung eines systematischen Gehirntrainings (Fischer-Lehrl-Methode)
- Bedeutung von Entspannung und Wahrnehmung für den Trainingserfolg
Auszug aus dem Buch
4.1 Entstehung, Definition und Wirkung
Gehirn-Jogging wurde im Jahre 1981 in enger Zusammenarbeit von Medizinern, Psychologen und Ingeneuren entwickelt, mit dem Ziel die „Leistungsfähigkeit von Geist und Gedächtnis maximal auszunützen“. Die Bedeutung des Gehirn-Joggings hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Am Anfang sollte das Training des Gehirns dazu anregen, „Geist und Gedächtnis aus dem Zustand der relativen Untätigkeit in den der hohen Funktionstüchtigkeit zu heben.“ In den 90ern spricht man zusätzlich davon, dass das Gehirn-Jogging als eine Entspannungsmethode z.B. bei der Übernervosität angewandt werden kann. Schließlich wird es heutzutage auch als ein wirksames Mittel gegen schwere Hirnkrankheiten wie etwa Alzheimer betrachtet. So führt laut einer Studie der Universität Münster ein gezieltes Gehirntraining zur Reduktion der Eiweißablagerungen und es können auch neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen gebildet werden.
Somit stellt Gehirn-Jogging ein planmäßig aufgebautes Trainingssystem dar, das mittels verschiedener Aufgabenarten bei Unterbelastungen anregen und bei Überbelastungen abregen soll. Trainiert werden in erster Linie die Grundtätigkeiten von Geist und Gedächtnis (Informationsverarbeitung, Denken, Erkennen usw.), da diese die Verbindung zur Umwelt herstellen. Somit wird als Hauptziel des Gehirn-Joggings das Erreichen des optimalen Zustands der geistigen Fitness verstanden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die Problematik der nachlassenden geistigen Fitness im Alter und stellt Gehirn-Jogging als gezielte Maßnahme zur Erhaltung der Lebensqualität vor.
2. Aufbau und Funktion des menschlichen Gehirns: Das Kapitel erläutert die anatomischen Strukturen, die Aufgabenteilung der Gehirnhälften sowie die grundlegenden physiologischen Prozesse der Informationsübertragung.
3. Geistige Leistungsfähigkeit und Lebensalter: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Älterwerden und der kognitiven Leistung untersucht, wobei zwischen kristallisierter und flüssiger Intelligenz unterschieden wird.
4. Gehirn-Jogging: Dieser Abschnitt definiert das Gehirn-Jogging, beleuchtet seine Entstehung, die Trainingsgrundlagen einzelner Funktionen sowie die spezifische Fischer-Lehrl-Methode.
5. Entspannung und Wahrnehmung als Element des Gehirn-Joggings: Es wird dargelegt, warum Entspannungstechniken wie Biofeedback oder autogenes Training notwendige Voraussetzungen für ein effektives kognitives Training sind.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von systematischem Gehirntraining für alle Altersgruppen zusammen und betont die Notwendigkeit, frühzeitig mit der Förderung geistiger Fitness zu beginnen.
Schlüsselwörter
Gehirn-Jogging, geistige Leistungsfähigkeit, Fischer-Lehrl-Methode, Kognition, Gedächtnistraining, flüssige Intelligenz, kristallisierte Intelligenz, neuronale Vernetzung, Entspannungstechniken, autogenes Training, Biofeedback, Prävention, Alterspsychologie, Lernstrategien, Gehirnfunktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Konzept des Gehirn-Joggings als gezielte Trainingsmethode zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Anatomie des Gehirns, die Einflüsse des Alters auf geistige Leistungen sowie die methodische Gestaltung von Gehirntraining.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch Gehirn-Jogging ein optimaler Zustand geistiger Fitness erreicht und der Prozess des Alterns positiv beeinflusst werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung zu Gehirn-Jogging-Methoden und deren Auswirkungen darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden anatomische Grundlagen, die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, verschiedene Trainingsmethoden und die Rolle von Entspannung dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gehirn-Jogging, geistige Leistungsfähigkeit, Fischer-Lehrl-Methode, neuronale Vernetzung und kognitive Prävention.
Worin liegt der Unterschied zwischen kristallisierter und flüssiger Intelligenz?
Kristallisierte Intelligenz umfasst erworbenes Wissen und Erfahrung, während flüssige Intelligenz die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung und das Kurzzeitgedächtnis beschreibt.
Warum ist Entspannung für das Gehirn-Jogging so wichtig?
Stress behindert die kognitive Aufnahme. Entspannung schafft erst die notwendigen Voraussetzungen, damit das Gehirn Informationen sinnvoll verarbeiten kann.
Wie ist die Fischer-Lehrl-Methode aufgebaut?
Sie besteht aus fünf aufeinander abgestimmten Phasen: Aufwärmung, Basistraining, Merk-Zettel-Phase, Denk-Mal-Phase und Kopf-Kino.
Kann man mit Gehirn-Jogging auch schwere Krankheiten heilen?
Die Arbeit verweist darauf, dass Gehirn-Jogging als wirksames Mittel zur Prävention gilt und in Studien zur Reduktion von Eiweißablagerungen beitragen kann.
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- Lev Esipovich (Autor), 2008, Grundlagen zum Gehirn-Jogging nach der Fischer-Lehrl-Methode, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171443