In der vorliegenden Arbeit wird das Thema „Musiksponsoring. Ein trojanisches Pferd der Unternehmenskommunikation?“ bearbeitet. Die Themenwahl liegt begründet in der Aktualität und in der Praxisrelevanz für Unternehmen. Ziel der Arbeit ist es, Musiksponsoring als ein Kernstück der Unternehmenskommunikation aufzuzeigen und in der Theorie sowie in der Praxis zu beleuchten.
Dabei wird nicht nur die Beziehung zwischen Musiksponsoring und der Unternehmenskommunikation betrachtet, sondern auch die praktische Anwendung des Musiksponsorings erarbeitet. In diesem Zusammenhang wird zu Beginn der Arbeit der allgemeine Sponsoringbegriff präsentiert und von anderen Förderungsmaßnahmen abgegrenzt. Anschließend werden verschiedenen Formen des Sponsorings aufgezeigt und nachfolgend wird Musiksponsoring dem Bereich des Kultursponsorings zugeordnet. Welche Bedeutung die Musik für Menschen hat, wie Unternehmen sich diese zu Nutzen machen und ob Musiksponsoring als trojanisches Pferd der Unternehmenskommunikation gesehen werden kann, wird untersucht.
Nachdem die Beteiligten am Musiksponsorship vorgestellt und ihre Beziehung zueinander deutlich gemacht wurde, werden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten beim Musiksponsoring vorgestellt. Die nachfolgenden Gliederungspunkte orientieren sich an einem idealtypischen Prozess beim Musiksponsoring. Dazu gehört neben Formulierung der Ziele und Abgrenzung der relevanten Zielgruppen auch die Integration in den Kommunikations-Mix sowie die abschließende Erfolgskontrolle. Im vorletzten Kapitel erfolgt die Darstellung zweier unterschiedlicher Praxisbeispiele, die den Umfang solcher Musiksponsorships bewusst werden lassen. Abgeschlossen wird die vorliegende Arbeit mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sponsoring als Element der Unternehmenskommunikation
2.1 Einordnung und Abgrenzung des Sponsoringbegriffs
2.2 Formen des Sponsorings
3 Musiksponsoring
3.1 Beteiligte am Musiksponsoring
3.1.1 Sponsor
3.1.2 Gesponserte
3.1.3 Medien und Konsumenten
3.1.4 Externe Dienstleister
3.2 Formen des Musiksponsorings
3.3 Ziele und Motive
3.4 Zielgruppen
3.5 Integration in den Kommunikations-Mix
3.5.1 Strategische Integration
3.5.2 Instrumentelle Integration
3.5.3 Zeitliche Integration
3.6 Erfolgskontrolle
4 Praxisbeispiele aus umgesetzten Sponsoring-Projekten
4.1 Infadels driven by Mazda2
4.2 Klavierfestival Ruhr
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Musiksponsoring als strategisches Instrument der Unternehmenskommunikation und geht der Frage nach, ob es als ein "trojanisches Pferd" fungieren kann, um Zielgruppen in einem von Informationsüberflutung geprägten Umfeld effizient und ohne plakative Werbung zu erreichen.
- Theoretische Einordnung des Sponsoringbegriffs
- Analyse der Akteure und Formen des Musiksponsorings
- Integration von Musiksponsoring in den Kommunikations-Mix
- Methoden der Erfolgskontrolle bei Sponsoring-Maßnahmen
- Praxisnahe Evaluation anhand der Beispiele "Infadels driven by Mazda2" und "Klavierfestival Ruhr"
Auszug aus dem Buch
3.1 Beteiligte am Musiksponsoring
Die Basis eines Musiksponsorships bildet der Vertrag zwischen Sponsor und Gesponserten. Häufig werden zusätzlich Dienstleister wie Sponsoring-, PR oder Werbeagenturen einbezogen, die zwischen beiden Parteien vermitteln bzw. im Auftrag einer Partei stehen. Nicht zu vergessen ist die Wirkung der Medien, die durch Übertragung von Musikereignissen oder Berichterstattungen als Multiplikator fungieren. Die Öffentlichkeit und die darin enthaltenen Zielgruppen sind die Adressaten der zu vermittelten Botschaft des Musiksponsorings.
Als Sponsoren treten Einzelpersonen oder Organisationen, insbesondere Unternehmen auf, die dem gesponserten Künstler Honorare zahlen, um mit dessen Hilfe kommunikative Interessen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Sponsoren werden nach zahlreichen Kriterien klassifiziert. Im Folgenden wird jedoch nur auf die Unterscheidung nach Art der Leistung, Anzahl der Sponsoren, und Art des Sponsors eingegangen, da diese als wesentliche Klassifizierungsmerkmale gelten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Musiksponsoring in einer medienüberfluteten Gesellschaft ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Sponsoring als Element der Unternehmenskommunikation: Das Kapitel definiert den allgemeinen Sponsoringbegriff und grenzt ihn von Mäzenatentum sowie Spendenwesen ab, um seine Rolle als Kommunikationsbaustein zu verdeutlichen.
3 Musiksponsoring: Dieser Hauptteil beleuchtet die Akteure, Formen, Ziele und die strategische Integration des Musiksponsorings im Unternehmenskontext.
4 Praxisbeispiele aus umgesetzten Sponsoring-Projekten: Anhand der Fallstudien "Infadels driven by Mazda2" und "Klavierfestival Ruhr" wird die praktische Anwendung und Wirkung von Sponsoring-Projekten illustriert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Musiksponsoring ein wirksames, wenn auch prozessabhängiges Instrument der Unternehmenskommunikation darstellt.
Schlüsselwörter
Musiksponsoring, Unternehmenskommunikation, Kommunikations-Mix, Sponsoring, Imageverbesserung, Zielgruppenaffinität, Kultursponsoring, Markenstärkung, Medieneinsatz, Erfolgsfaktoren, Agenturen, Praxisbeispiele, Markenmanagement, Musikmarketing, Öffentlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Musiksponsoring als strategisches Kommunikationsinstrument, das Unternehmen nutzen, um in einer von Informationsüberflutung geprägten Gesellschaft Aufmerksamkeit zu erregen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Sponsorings, die Akteursbeziehungen, die Formen des Musiksponsorings, die Integration in den Kommunikations-Mix sowie die Erfolgskontrolle ab.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Musiksponsoring als Kernstück der Unternehmenskommunikation aufzuzeigen und zu untersuchen, ob es als "trojanisches Pferd" zur unterschwelligen Zielgruppenansprache dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung in Verbindung mit einer praxisorientierten Analyse, die unter anderem auf Erfahrungen aus einem Praktikum und ausgewählten Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Beteiligten (Sponsor, Gesponserte, Medien), die verschiedenen Formen des Sponsoring-Einsatzes sowie die strategische, instrumentelle und zeitliche Integration in den Kommunikations-Mix.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Musiksponsoring, Unternehmenskommunikation, Imageverbesserung, Zielgruppenaffinität, Sponsoring-Strategie und Erfolgsfaktoren.
Warum wird Musiksponsoring als "trojanisches Pferd" bezeichnet?
Der Begriff wird verwendet, weil Musik eine nonverbale und emotionale Kommunikation ermöglicht, die es Unternehmen erlaubt, Zielgruppen unterschwellig und ohne plakative Werbung auf ihre Produkte aufmerksam zu machen.
Welche Rolle spielen externe Dienstleister bei Sponsoring-Projekten?
Sie fungieren als Vermittler, Berater oder Durchführungsagenturen, die ihr Know-how und ihre Kontakte einsetzen, um die Professionalität und Wirksamkeit des Sponsorships zu steigern.
Wie unterscheidet sich das Mazda-Projekt vom Klavierfestival Ruhr?
Das Mazda-Projekt ist ein zielgruppenspezifisches Tournee-Sponsoring im Pop/Rock-Bereich mit Fokus auf Online-Medien und Probefahrten, während das Klavierfestival Ruhr auf klassischer Musik und Imageaufbau als Kulturförderer basiert.
Welches Fazit zieht die Autorin zur Erfolgskontrolle?
Die Erfolgskontrolle ist komplex, da Sponsoring als komplementäres Instrument in den Kommunikations-Mix eingebettet ist und seine Wirkung selten isoliert von anderen Maßnahmen betrachtet werden kann.
- Arbeit zitieren
- Natalia Heller (Autor:in), 2009, Musiksponsoring. Ein trojanisches Pferd der Unternehmenskommunikation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171446