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Analyse und Planung von Unterricht - Das Hamburger Modell

Lehrtheoretische Didaktik nach Wolfgang Schulz

Titel: Analyse und Planung von Unterricht - Das Hamburger Modell

Seminararbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Ayse Gökce (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schule - ein Ort des Lehrens und des Lernens. Ein komplexes System wie das der Schule in einigen Worten wiederzugeben könnte ihrer Bedeutung nicht Rechnung tragen. Schule als Ort des Lehrens oder Unterrichtens zu thematisieren wirft unweigerlich die Frage auf: Was ist Unterricht? Wer entwirft ihn? Wie plant der Lehrkörper seinen Unterricht? Schließlich impliziert letzterer eine Planung, könnte sich doch kaum einer vorstellen, sich vor eine Klasse zu stellen mit einem Lehrplan respektive mit Lerninhalten, die man sozusagen aus dem Stegreif versucht, den Lernenden bzw. den Schülern zu vermitteln. Dies würde schlichtweg in Chaos enden. Aus diesem Grunde bedient sich die moderne Pädagogik unterschiedlicher didaktischer Modelle um dem Unterricht eine Struktur zu verleihen, um festzulegen welche Ziele in welcher Reihenfolge mit welchen Medien „an den Mann“ gebracht werden sollen. Hier wäre das so genannte Berliner Modell zu erwähnen, dessen Urheber Paul Heimann ist. Seine lerntheoretische Didaktik wurde zum „Urkonzept“ für viele darauffolgende didaktische Modelle, die sich auf Heimann beriefen. Dieses Modell entstand nicht zuletzt aus der Kritik an der bildungstheoretischen Didaktik von Wolfgang Klafki. Nichtsdestotrotz empfand man auch das Berliner Modell nicht als die „Krönung“ der didaktischen Modelle, so auch Wolfgang Schulz, Erziehungswissenschaftler und Professor für Didaktik in Hamburg. Diese Arbeit soll sich im Folgenden mit dem durch letztgenannten entstandenen didaktischen Modell, dem Hamburger Modell, auseinandersetzen. Seine Entstehungsgeschichte, Kernpunkte und Ziele sollen thematisiert und erläutert werden. Zum Schluss soll es einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in das Hamburger Modell von Wolfgang Schulz

2.1 Zum Begriff der Didaktik

2.2 Vom Berliner zum Hamburger Modell

3. Inhalt der „Neuen Konzeption“

3.1 Die Kerntheorien

3.1.1 Normative Kerntheorie

3.1.2 Deskriptive Kerntheorie

3.2 Grundstrukturen und Aufgabe der Unterrichtsplanung

3.2.1 Perspektivplanung

3.2.2 Umrissplanung

3.2.3 Prozessplanung

3.2.4 Wert der Emanzipation

3.3 Didaktischer Hintergrund

4. Prinzip der Planung: TZI – Themenzentrierte Interaktion

5. Schluss

Zusammenfassung und Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Hamburger Modell der Unterrichtsplanung von Wolfgang Schulz auseinander, beleuchtet dessen Entstehungsgeschichte als Weiterentwicklung des Berliner Modells und untersucht die praktische Umsetzbarkeit sowie die emanzipatorische Zielsetzung des Konzepts im schulischen Alltag.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der lehrtheoretischen Didaktik
  • Struktur der Unterrichtsplanung: Perspektiv-, Umriss- und Prozessplanung
  • Die normative Kerntheorie und der Wert der Emanzipation
  • Einbindung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) als Planungsprinzip
  • Kritische Reflexion über die Praxisnähe und Herausforderungen des Modells

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Perspektivplanung

Die Perspektivplanung ist immer über einen größeren Zeitraum anzulegen, etwa ein Semester oder ein Jahr. Schulz erachtet Perspektivplanung für notwendig, „weil die Rahmenvorgaben für Unterricht einerseits so allgemein gehalten sind, daß sie nicht ohne weiteres in konkreten Unterricht übersetzt werden können […] und andererseits der Lehrkörper so die Gelegenheit hat, durch Planung im Hinblick auf individuelle Bedürfnisse seiner Schüler den an ihn gerichteten pädagogischen Auftrag zu erfüllen.

Für den Lehrer bedeutet dies, dass er einen Orientierungsrahmen geboten bekommt, in Bezug auf die weitere Vorgehensweise, dass er somit keine direkten Vorgaben bekommt, die Schulz auch als „Richtziele“ bezeichnet. Diesbezüglich wendet er sich mit einer Matrix an die Lehrer, die nur insofern verstanden werden kann, wenn man weiß, wie Schulz Unterricht definiert und was er herbeiführen soll, nämlich, dass Unterricht Emanzipation ermöglichen soll.

Der Schüler soll dazu animiert werden, über sich selbst zu bestimmen, fähig zu sein, ein gewissenhaftes kultiviertes Leben zu führen. Die drei Faktoren, die die Matrix ausfüllen, sind Kompetenz, Autonomie und Solidarität. Unter Kompetenz versteht Schulz, dass man die Heranwachsenden mit allen Fähigkeiten versehen muss, derer sie für ihr Leben, ihren beruflichen Weg und für gesellschaftliches Mitwirken bedürfen. Autonomie bezeichnet die „persönliche Unabhängigkeit in eigenständigem und verantwortlichem Denken und Handeln [...]“, während die Solidarität das soziale Verhalten im Umgang mit anderen ausbauen und Hilfsbereitschaft evozieren soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Unterrichtsplanung ein und stellt das Hamburger Modell als kritische Weiterentwicklung des Berliner Modells vor.

2. Einführung in das Hamburger Modell von Wolfgang Schulz: Hier werden der didaktische Begriff nach Schulz erläutert und die Gründe für den Übergang vom Berliner zum Hamburger Modell dargelegt.

3. Inhalt der „Neuen Konzeption“: Dieses Kapitel erläutert die normativen und deskriptiven Kerntheorien sowie die drei Ebenen der Unterrichtsplanung und den zentralen Wert der Emanzipation.

4. Prinzip der Planung: TZI – Themenzentrierte Interaktion: Die Anwendung der TZI-Prinzipien Interaktion, Variabilität, Interdependenz und Kontrollierbarkeit auf die Unterrichtsplanung wird hier analysiert.

5. Schluss: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Diskrepanz zwischen dem idealistischen Anspruch des Hamburger Modells und den realen Bedingungen in der schulischen Praxis.

Schlüsselwörter

Hamburger Modell, Wolfgang Schulz, Unterrichtsplanung, Didaktik, Emanzipation, Perspektivplanung, Umrissplanung, Prozessplanung, Lehrtheoretische Didaktik, Themenzentrierte Interaktion, TZI, Lehrerzentrierung, Schülerorientierung, Handlungskompetenz, Bildungsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Hamburger Modell der Unterrichtsplanung, welches von Wolfgang Schulz als Alternative zum Berliner Modell entwickelt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Kernthemen sind die theoretischen Grundlagen des Modells, die Strukturierung der Unterrichtsplanung sowie die emanzipatorischen Zielsetzungen für Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Modell von Schulz darzustellen, seine methodischen Prinzipien zu erklären und kritisch zu hinterfragen, ob es den Ansprüchen moderner Pädagogik in der Praxis gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Rückgriff auf fachdidaktische Literatur, die die Konzepte von Schulz mit anderen Ansätzen vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kerntheorien, die detaillierte Beschreibung der Planungsebenen (Perspektiv-, Umriss-, Prozessplanung) und die Anwendung der TZI-Prinzipien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hamburger Modell, Unterrichtsplanung, Emanzipation, lehrtheoretische Didaktik und schülerorientierter Unterricht.

Warum hält Schulz das Berliner Modell für unzureichend?

Schulz kritisierte den technologischen Charakter und die einseitige Lehrerzentriertheit des Berliner Modells und forderte ein Handlungsmodell, das alle Beteiligten einbezieht.

Inwiefern ist das Hamburger Modell „emanzipatorisch relevant“?

Das Modell soll Schüler dazu befähigen, unkritische Verinnerlichungen bestehender Verhältnisse zu überwinden, um eigene, alternative Antworten auf gesellschaftliche Fragen zu finden.

Warum scheitert die Umsetzung des Modells in der Praxis oft?

Laut Autorin liegt dies primär an quantitativen Faktoren wie Zeitmangel, einem übervollen Lehrplan und der Vorherrschaft des Frontalunterrichts.

Welche Rolle spielt die TZI in der Planung?

Die Themenzentrierte Interaktion dient dazu, eine Balance zwischen den beteiligten Subjekten und den Sachanforderungen im Unterricht herzustellen.

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Details

Titel
Analyse und Planung von Unterricht - Das Hamburger Modell
Untertitel
Lehrtheoretische Didaktik nach Wolfgang Schulz
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Analyse und Planung von Unterricht
Note
2,7
Autor
Ayse Gökce (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V171464
ISBN (eBook)
9783640910731
ISBN (Buch)
9783640908691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse planung unterricht hamburger modell lehrtheoretische didaktik wolfgang schulz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ayse Gökce (Autor:in), 2011, Analyse und Planung von Unterricht - Das Hamburger Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171464
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