Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der russisch orientierten kommerziellen Linguistic Landscape in Berlin. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse von Layered Signage, also der Kombination mehrerer Schilder innerhalb einzelner Geschäfte.
Untersucht wird, wie Sprache, Schrift und visuelle Gestaltung genutzt werden, um Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Zugänglichkeit im urbanen Raum herzustellen. Mein Interesse an diesem Thema ist sowohl wissenschaftlich als auch biografisch motiviert.
Als Person mit russischer Herkunft besuche ich in meiner Freizeit gelegentlich russische Geschäfte, Cafés oder Restaurants in Berlin. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, wie unterschiedlich sich diese Geschäfte im Stadtraum präsentieren und positionieren.
Besonders auffällig ist, auf welche Weise verschiedene Sprachen und Schriften kombiniert werden und wie diese visuell angeordnet sind. Diese Beobachtungen haben mein Interesse an der Frage geweckt, wie russisch orientierte Geschäfte ihre Präsenz in der Berliner Linguistic Landscape gestalten. Dabei geht es nicht nur um die reine Verwendung von Sprachen, sondern auch um deren räumliche Anordnung, Sichtbarkeit und Funktion. Die Linguistic-Landscape-Forschung bietet hierfür einen geeigneten theoretischen Rahmen, da sie Sprache als Teil sozialer und kultureller Aushandlungsprozesse im öffentlichen Raum versteht. Ziel dieser Hausarbeit ist es, anhand einer qualitativen Feldforschung zu zeigen, wie Layered Signage in russisch
orientierten kommerziellen Kontexten eingesetzt wird und welche Funktionen diese mehrschichtige Beschilderung erfüllt. Die Arbeit trägt dazu bei, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Mehrsprachigkeit im Alltag sichtbar wird und wie kulturelle Identität im urbanen Raum sprachlich und visuell verhandelt wird.
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- Katarzyna Skorska (Author), 2026, Russischsprachige kommerzielle Beschilderung in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1714972