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Aktiencrash - Wenn Börsianer verrückt spielen

Title: Aktiencrash - Wenn Börsianer verrückt spielen

Textbook , 1995 , 139 Pages , Grade: 1

Autor:in: Matthias Leibner (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Das Auf und Ab der Börsenkurse hatte schon immer eine magische
Anziehungskraft auf die Menschen. Der Traum vom schnellen und
einfachen Geld erfüllte sich jedoch für die meisten nicht. Häufig
beendete ein Crash die Träume vom großen Reichtum und die
meisten der Spekulanten verloren einen Großteil ihres Vermögens.
Obwohl die Analysemethoden immer weiter verbessert wurden und
heute vielfach Computer die Kauf- und Verkaufsentscheidungen
treffen, kam es an den Aktien- und Bondmärkte immer wieder zu
heftigen Marktbewegungen. Dies signalisiert, daß wir keinen
"Vollkommenen Kapitalmarkt" im Sinne der Kapitalmarkttheorie
besitzen und ihn sehr wahrscheinlich auch niemals erreichen werden.
Denn sehr oft spielt die Psyche der Anleger eine übergeordnete
Rolle, welche man nicht mit noch so modernen Analysemethoden
vorhersehen kann.
Der aufmerksame Leser wird jedoch feststellen, daß bei allen in
diesem Buch analysierten Spekulationskrisen eine immer sehr
ähnliche Kursentwicklung und Verhaltensweisen der
Marktteilnehmer stattfand. Die Kurse werden erst durch das
unbegrenzte Spekulationsfieber in schwindelerregende Höhen
getrieben. Schließlich folgt ein Crash, der die Kurse dann wieder in
die Nähe ihres wahren Wertes zurückführt. Die Folge des Crashs
bleibt oftmals nicht auf das Vermögen der Spekulanten begrenzt,
vielmehr wird die gesamte reale Wirtschaft mit in Mitleidenschaft
gezogen. Sehr häufig bildet ein Crash auch den Anfang einer
wirtschaftlichen Rezession wie dies beispielsweise der Schwarze
Freitag im Jahr 1929 war. Im Jahr 1554 entdeckte der Naturforscher Busbeck im türkischen
Adrianopel die Tulpe und brachte sie nach Mitteleuropa. Besonders
in Holland entstand bald deren große Beliebtheit. Es wurden neue
Arten gezüchtet und anfangs interessierten sich nur Garteninhaber
für diese Pflanzen. Ein größeres Interesse richtete sich jedoch bald
auf den Besitz und die Zurschaustellung der schönsten und
ausgefallensten ihrer Art. Mit der Nachfrage nach Tulpenzwiebeln
stieg auch deren Preis, jedoch ohne daß die Zucht oder die Einfuhr
der Zwiebeln im entsprechenden Maße stieg. Wenig später
begannen reiche Kaufleute sich mit ansehnlichen Tulpenbeeten
gegenseitig zu übertrumpfen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historischen Spekulationskrisen

2.1. Die Tulpenspekulation

2.2. Das Finanzsystem von John Law

2.3. Der Südseeschwindel

2.4. Die Landspekulation in Florida

2.5. Der Aktiencrash von 1929

2.6. Der Aktiencrash von 1987

2.7. Der "Minicrash" von 1989

2.8. Die Kuweitkrise von 1990

2.9. Der "Gorbatschow - Crash" von 1991

3. Analyse der Spekulationskrisen

3.1. Charakteristika der Anlegergruppen

3.2. Phänomen der Massenpsychologie

3.3. Gemeinsamkeiten aller untersuchten Spekulationskrisen

3.4. Vergleich des Aktiencrash von 1929 mit dem Aktiencrash von 1987

4. Schlußbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen historischer Börsencrashs, um die Mechanismen hinter spekulativen Übertreibungen und deren anschließende Marktkorrekturen zu identifizieren. Dabei wird analysiert, inwieweit psychologische Faktoren, Kreditfinanzierungen und Massenphänomene bei verschiedenen Krisen von der Tulpenspekulation bis zum Aktiencrash von 1987 eine treibende Rolle spielten.

  • Analyse historischer Spekulationsblasen und ihrer Auslöser
  • Untersuchung der Rolle der Massenpsychologie bei Kursbewegungen
  • Vergleich der Krisen von 1929 und 1987 hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
  • Einfluss von Notenbanken und staatlichen Regulierungsmaßnahmen auf die Stabilität der Märkte

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Tulpenspekulation

Im Jahr 1554 entdeckte der Naturforscher Busbeck im türkischen Adrianopel die Tulpe und brachte sie nach Mitteleuropa. Besonders in Holland entstand bald deren große Beliebtheit. Es wurden neue Arten gezüchtet und anfangs interessierten sich nur Garteninhaber für diese Pflanzen. Ein größeres Interesse richtete sich jedoch bald auf den Besitz und die Zurschaustellung der schönsten und ausgefallensten ihrer Art. Mit der Nachfrage nach Tulpenzwiebeln stieg auch deren Preis, jedoch ohne daß die Zucht oder die Einfuhr der Zwiebeln im entsprechenden Maße stieg. Wenig später begannen reiche Kaufleute sich mit ansehnlichen Tulpenbeeten gegenseitig zu übertrumpfen.

Wurden bislang die Tulpenzwiebeln nur unter Gärtnern gehandelt, so gestaltete man den Handel ab dem Jahr 1634 professioneller. Der Handel wurde standardisiert, indem man die billigeren Tulpen nach Gewicht (nach "Assen") handelte. Die teuren und seltenen Zwiebeln wurden weiterhin einzeln gehandelt. Die Tulpenzwiebeln wurden sowohl auf Auktionen als auch in einfachen Dorfgaststätten gehandelt. Anders als bei Aktien, konnte sich jeder Bürger ein konkretes Bild des Spekulationsobjektes machen. Dies motivierte alle Gesellschaftsschichten sich an der Tulpenspekulation zu beteiligen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychologischen Grundlagen von Marktbewegungen und konstatiert, dass Börsencrashs oft das Ende spekulativer Übertreibungen markieren und reale wirtschaftliche Rezessionen einleiten können.

2. Die historischen Spekulationskrisen: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte chronologische Übersicht bedeutender Krisen, beginnend bei der Tulpenspekulation bis hin zu den Ereignissen von 1991, und analysiert deren spezifische Auslöser und Verläufe.

3. Analyse der Spekulationskrisen: Hier werden systemische Charakteristika der Anlegergruppen, die Rolle der Massenpsychologie und die strukturellen Gemeinsamkeiten der Krisen theoretisch fundiert erörtert.

4. Schlußbetrachtung und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass die Mechanismen von Crashs über Jahrhunderte hinweg identisch bleiben, und mahnt angesichts wachsender derivativer Märkte einen dringenden Regulierungsbedarf an.

Schlüsselwörter

Spekulationskrise, Börsencrash, Hausse, Baisse, Massenpsychologie, Kreditspekulation, Aktienmarkt, Notenbankpolitik, Historische Wirtschaftsdaten, Kapitalmarkt, Anlegergruppen, Spekulationsfieber, Liquidität, Kurssturz, Finanzmarktaufsicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert historische Spekulationskrisen, um aufzuzeigen, wie spekulative Blasen entstehen, warum sie platzen und welche Auswirkungen dies auf die reale Wirtschaft hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologische Komponente an der Börse, der Einfluss von billigem Kreditgeld auf die Preisbildung sowie der Vergleich verschiedener Marktcrashs über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die wiederkehrenden Muster in Krisenzeiten zu isolieren, um ein tieferes Verständnis für die Marktmechanismen zu gewinnen, die trotz unterschiedlicher Zeitalter überraschend stabil bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet einen historisch-deskriptiven Ansatz, bei dem Daten zu Kursen, Zinsen und Handelsvolumina sowie zeitgenössische Quellen analysiert werden, um ein umfassendes Bild der Krisenereignisse zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden einzelne historische Krisen, von der holländischen Tulpenmanie über den Crash von 1929 bis zu den Ereignissen in den 1990er Jahren, detailliert rekonstruiert und deren marktpsychologische Hintergründe analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spekulationsblase, Massenpsychologie, Kreditspekulation, Börsenzyklus und Marktinstabilität.

Was unterscheidet den Crash von 1987 von dem von 1929?

Obwohl die Verläufe ähnlich waren, spielte 1987 die technologische Beschleunigung durch Computerprogramme und der hohe Einsatz von Index-Futures eine entscheidende Rolle bei der Intensität des Kurssturzes.

Welche Rolle spielt die Massenpsychologie bei der Entstehung von Blasen?

Die Massenpsychologie sorgt laut dem Autor dafür, dass Marktteilnehmer prozyklisch handeln und Gier und Angst die rationalen Entscheidungen der Fundamentalisten verdrängen, was zu spekulativen Übertreibungen führt.

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Details

Title
Aktiencrash - Wenn Börsianer verrückt spielen
College
University of Frankfurt (Main)  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1
Author
Matthias Leibner (Author)
Publication Year
1995
Pages
139
Catalog Number
V17154
ISBN (eBook)
9783638217927
ISBN (Book)
9783656561057
Language
German
Tags
Aktiencrash Wenn Börsianer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Leibner (Author), 1995, Aktiencrash - Wenn Börsianer verrückt spielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17154
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