Die Kommunikationsintensität an Finanzmärkten ist aufgrund des öffentlichen Charakters von Börsen qualitativ und quantitativ anders geartet als an Gütermärkten. Finanzmärkte sind sehr transparent und Aushandlungsprozesse, die an der Börse stattfinden, sind hochkommunikativ. Gleichzeitig hat man es dort mit einem imaginären Verhandlungspartner zu tun, den man nicht kennt, sieht oder hört. Der Aktienmarkt ist daher ein gutes Beispiel, wie in weitgehend virtueller Kommunikation und vielfach ohne real berechenbare Gegengrößen Wertsteigerungen und –verluste allein auf Grund von Erwartungen, Fantasie, Einschätzungen oder gar Launen entstehen.
Da die Bezugsgruppen von börsennotierten Unternehmen unterschiedliche Informationsbedürfnisse und Kommunikationsverhalten aufweisen, würde eine unstrukturierte Informationsflut ihre Wirkung verfehlen. Darum ist es die Aufgabe von Investor Relations, Informationen bezugsgruppengerecht aufzubereiten.
In der Arbeit werden die Besonderheiten der wichtigsten externen Bezugsgruppen in der Finanzkommunikation dargestellt. Dazu werden zunächst die zentralen Begriffe dieser Arbeit erläutert und definiert, um im Anschluss die wichtigsten externen Bezugsgruppen der Finanzkommunikation, deren unterschiedliche Charakteristika, Informations- und Kommunikationsbedürfnisse, sowie die daraus resultierenden unterschiedlichen Anforderungen an Investor Relations darzustellen.
Im abschließenden dritten Kapitel wird erläutert, wie trotz dieser unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse eine einheitliche Finanzkommunikation mit den Bezugsgruppen realisiert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1. Ziel, Abgrenzung und Aufbau der Arbeit
- 1.2. Begriffe und Definitionen
- 1.2.1. Investor Relations
- 1.2.2. Bezugsgruppen
- 2. Bezugsgruppen der Investor Relations
- 2.1. Investoren
- 2.1.1. Institutionelle Investoren
- 2.1.2. Private Investoren
- 2.2. Multiplikatoren
- 2.2.1. Analysten
- 2.2.2. Journalisten
- 3. Equity Story
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Besonderheiten der wichtigsten externen Bezugsgruppen in der Finanzkommunikation. Sie analysiert die unterschiedlichen Charakteristika, Informations- und Kommunikationsbedürfnisse dieser Gruppen und die daraus resultierenden Anforderungen an die Investor Relations. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Komplexität der Finanzkommunikation zu entwickeln und aufzuzeigen, wie trotz unterschiedlicher Anforderungen und Bedürfnisse eine einheitliche Finanzkommunikation mit den Bezugsgruppen realisiert werden kann.
- Die Bedeutung von Investor Relations in der heutigen Finanzwelt
- Die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse der Bezugsgruppen der Investor Relations
- Die Herausforderungen der Kommunikation mit verschiedenen Bezugsgruppen
- Die Gestaltung einer effizienten und einheitlichen Finanzkommunikation
- Die Rolle der Equity Story in der Finanzkommunikation
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik der Investor Relations ein und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit, wie Investor Relations und Bezugsgruppen. Kapitel 2 analysiert die wichtigsten externen Bezugsgruppen der Finanzkommunikation, unterteilt in Investoren und Multiplikatoren. Es werden die jeweiligen Charakteristika, Informations- und Kommunikationsbedürfnisse dieser Gruppen sowie die daraus resultierenden Anforderungen an die Investor Relations dargestellt. Kapitel 3 behandelt die Equity Story, die eine zentrale Rolle in der Finanzkommunikation spielt.
Schlüsselwörter
Investor Relations, Finanzkommunikation, Bezugsgruppen, Institutionelle Investoren, Private Investoren, Analysten, Journalisten, Equity Story, Kapitalmarktkommunikation, Finanzmarkt, Transparenz, Kommunikation, Informationsbedürfnisse, Stakeholder.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Aufgabe von Investor Relations (IR)?
IR bereitet Informationen über ein börsennotiertes Unternehmen bezugsgruppengerecht auf, um die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt effizient zu gestalten.
Wer sind die wichtigsten Bezugsgruppen der IR?
Man unterscheidet zwischen Investoren (institutionelle und private) und Multiplikatoren (Analysten und Journalisten).
Was ist eine „Equity Story“?
Die Equity Story ist das zentrale Argumentarium eines Unternehmens, das potenziellen Investoren erklärt, warum die Aktie eine attraktive Investition darstellt.
Wie unterscheiden sich institutionelle und private Investoren?
Institutionelle Investoren (z. B. Fonds) haben oft einen professionelleren Informationsbedarf, während private Anleger meist verständlichere und weniger komplexe Aufbereitungen benötigen.
Warum ist Transparenz am Aktienmarkt so wichtig?
Da Wertsteigerungen oft auf Erwartungen und Fantasien basieren, hilft Transparenz dabei, eine realistische Einschätzung des Unternehmenswertes zu ermöglichen und Vertrauen aufzubauen.
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- Dipl.-Kaufmann (FH) Matthias Schubert (Author), 2011, Bezugsgruppen der Investor Relations, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171568