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Die Museenstadt Berlin im Wandel

Titre: Die Museenstadt Berlin im Wandel

Mémoire de Maîtrise , 2010 , 118 Pages

Autor:in: Dominika Karina Szot (Auteur)

Art - Architecture / Histoire de l'architecture, Entretien des monuments
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Résumé Extrait Résumé des informations

Berlin - eine weltberühmte Metropole im Herzen Europas, eine Stadt mit Seele, eine sehr belebte Großstadt, die man als ein „Museum der Welt“ bezeichnen kann. Keine von diesen „Spitznamen“ vermag es jedoch zu beschreiben, welche Emotionen bei mir diese einst unauffällige Siedlung an der Spree auslöst, die sich innerhalb von Jahrtausenden in den Stolz Deutschlands verwandelt hat. Es ist auch bemerkenswert, dass keine andere europäische Metropole so einen großen Einfluss auf die weltliche Geschichte ausgeübt hat. Seit Jahrhunderten aber besonders seit Anfang der 20er Jahren wurde Berlin zu einer echten „Bühne“ der Stadtentwicklung.
Die Besonderheit Berlins besteht darin, dass jede von seinen Bezirken ihre eigene Geschichte „erzählt“, und in jedem Stadtviertel sich außergewöhnliche Kunstinstitutionen befinden, die kulturelle Extreme zeigen.
Meine Leidenschaft für diese einzigartige Stadt begann im Jahr 2005, als ich die Möglichkeit hatte, in dieser Metropole zu leben und an ihrem kulturellen Leben aktiv teilzunehmen. In dem vielfaltigen multikulturellen Leben hat mich vor allem die „Welt” der Museen beeindruckt, die die Quintessenz dieser Stadt ist. Nicht umsonst wird Berlin als „Museenstadt” bezeichnet: Man schätzt das museale Gut dieser Stadt auf etwa 200 Museen und Galerien. Die ältesten und gleichzeitig schönsten Museen liegen an der Museumsinsel und gerade sie waren für mich eine Inspirationsquelle vorliegende wissenschaftliche Arbeit unter dem Titel „Die Museenstadt Berlin im Wandel“ zu verfassen. Die Strategie, für die ich mich hier entschieden habe, ist eine Ursache und Wirkung betreffende Querschnittanalyse, die es bezweckt, die Museumlandschaft Berlins in einzelnen historischgesellschaftlichen Etappen darzustellen.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zur Begriffswelt

2.1 Kulturelles Gedächtnis

2.2 Museen, Musealisierung und Erinnerungskultur

2.3 Kulturlandschaften

3. Funktionen der Museen in der Vergangenheit und Gegenwert

3.1 Repräsentative Funktion

3.2 Historische Funktion

3.3 Kultur- und Erinnerungsfunktion

3.4 Gesellschaftliche Funktion

4. Zur Geschichte der Museen in Berlin im Zeitraum von 1830 bis 1949

5. Museen im geteilten Berlin

5.1 Berlins Museumlandschaft 1949-1961

5.2 Berlins Museumslandschaft 1961-1990

6. Berlins Museen nach 1990

6.1 Neue Kulturpolitik in Berlin

6.2 Virtuelle Museen als Blick in die Zukunft

6.3 Kulturpolitik im 21. Jahrhundert

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und Thematik der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit analysiert den Wandlungsprozess Berlins in Bezug auf die Entwicklung seiner Museumslandschaft von der Gründung des ersten Museums auf der Museumsinsel im Jahr 1830 bis zur Gegenwart, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von historischen Ereignissen, gesellschaftlichen Entwicklungen und kulturpolitischen Strategien liegt.

  • Die theoretische Verortung der Begriffe kulturelles Gedächtnis, Musealisierung und Erinnerungskultur.
  • Die Untersuchung der Funktionen von Museen im historischen Kontext und im modernen gesellschaftlichen Leben.
  • Die detaillierte Nachzeichnung der Berliner Museumsgeschichte im geteilten Berlin und nach 1990.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der neuen Kulturpolitik und dem Aufkommen virtueller Museen.
  • Die Analyse der Auswirkungen politischer Ideologien und gesellschaftlicher Umbrüche auf die Museumslandschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1 Kulturelles Gedächtnis

Das kulturelle Gedächtnis ist seit Langem ein bekanntes Thema. Bisher haben sich viele Forscher mir dieser Problematik auseinandergesetzt. Selbst in den letzten Jahren sind viele Publikationen und Studien entstanden, die direkt mit dem thematischen Umfeld der „Kultur” verbunden sind, in denen unterschiedliche individuelle, soziale, politische und kulturelle Gedächtniskonzepte besprochen werden. Die Menge an Arbeiten zu diesem Forschungsgegenstand weist darauf hin, dass es sich hier um ein sogenanntes transdisziplinäres Thema handelt. Nicht nur das ist hier relevant: Durch die Fragen nach Organisationsformen und Konstruktionsarten des Gedächtnisses lässt sich auch zwischen Naturwissenschaften, Psychologie und Neurowissenschaften eine Brücke schlagen. Bereits in der 80er Jahren hat ein Heidelberger Ägyptologe Jan Assmann diesem Problem eine große Bedeutung gegeben. Sein bahnbrechendes Werk von 1992 unter dem Titel Das kulturelle Gedächtnis war die erste wichtige Monographie zum Thema „kulturelles Gedächtnis“, die somit ein neues Forschungsfeld eröffnete. Der Schwerpunkt Assmanns Forschung stellt die begriffliche Trennung zweier Register des kollektiven Gedächtnisses dar.

Sein Ziel war auch die Unterschiede zwischen dem kollektiven Gedächtnis, das nur auf die Alltagskommunikation, und dem, das auf symbolträchtigen kulturellen Objektivationen beruht, zu zeigen. Laut Assmanns Theorie gibt es zwei Arten vom kulturellen Gedächtnis, die unterschiedliche Merkmale besitzen. Damit will er zeigen, dass diese beiden Gedächtnisformen in vielen Aspekten nicht vergleichbar sind. Zu wichtigsten Eigenschaften, die diese zwei Gedächtnisrahmen voneinander unterscheiden, gehören ihre Inhalte, Medien, Formen, Zeitstrukturen und Träger. Im Gegensatz zu kulturellem Gedächtnis umfasst das kommunikative Gedächtnis nur eine bestimmte Zeitspanne - normalerweise ist das ein Zeitraum von 80 bis 100 Jahren, weil es infolge der Alltagsreaktionen, persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen entsteht. Assmann hat sich darüber wie folgt geäußert:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Autorin legt die theoretischen Grundlagen und die Zielsetzung ihrer Analyse des Berliner Museums-Wandels dar.

2. Zur Begriffswelt: Dieses Kapitel definiert zentrale theoretische Begriffe wie kulturelles Gedächtnis, Musealisierung und Erinnerungskultur als Basis für die weitere Untersuchung.

3. Funktionen der Museen in der Vergangenheit und Gegenwert: Hier werden die verschiedenen Aufgabenfelder von Museen, von repräsentativen bis zu gesellschaftlichen Funktionen, eingehend beleuchtet.

4. Zur Geschichte der Museen in Berlin im Zeitraum von 1830 bis 1949: Eine chronologische Betrachtung der Berliner Museumsgeschichte von der Eröffnung der ersten Museen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

5. Museen im geteilten Berlin: Analyse der Museumsentwicklung unter den Bedingungen der politischen Teilung Berlins in Ost und West.

6. Berlins Museen nach 1990: Betrachtung der neuen kulturpolitischen Ansätze, der virtuellen Museumslandschaft und der Entwicklungen im 21. Jahrhundert.

7. Zusammenfassung: Ein abschließender Rückblick auf die zentralen Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich des Wandels Berlins zu einer Weltmetropole der Museen.

Schlüsselwörter

Berlin, Museen, Museumslandschaft, Kulturpolitik, kulturelles Gedächtnis, Musealisierung, Erinnerungskultur, Museumsinsel, Stadtentwicklung, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Wiedervereinigung, virtuelle Museen, gesellschaftliche Funktion, Historismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel Berlins von einer Provinzhauptstadt zu einer weltbekannten Museumsmetropole, wobei der Schwerpunkt auf der musealen Entwicklung vor dem Hintergrund historischer und gesellschaftlicher Ereignisse liegt.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie des kulturellen Gedächtnisses, die Funktionen musealer Institutionen im Wandel der Zeit, die Auswirkungen politischer Teilung auf kulturelle Infrastruktur sowie die moderne Kulturpolitik im 21. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine Querschnittanalyse der Ursache-Wirkungs-Beziehungen, die die Berliner Museumslandschaft in verschiedenen historisch-gesellschaftlichen Etappen maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Fachliteratur, wissenschaftlichen Werken und Reiseführern, ergänzt durch die persönlichen Beobachtungen der Autorin und die Auswertung historischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Funktionen der Museen, die historische Entwicklung seit 1830, die schwierige Phase der Teilung sowie die Transformationen und neuen Strategien in der Kulturpolitik nach 1990.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Berlin und der Museumslandschaft stehen Begriffe wie kulturelles Gedächtnis, Musealisierung, Erinnerungskultur und die politische Steuerung durch neue Kulturpolitik im Fokus.

Wie hat sich die Wahrnehmung der Museen im geteilten Berlin unterschieden?

Während im Westen die Museen verstärkt als kulturelle Oasen und Symbole der Freiheit dienten, wurden sie im Osten durch die SED-Regierung als Instrumente des sozialistischen Aufbaus und der politischen Propaganda instrumentalisiert.

Welche Rolle spielen virtuelle Museen für die moderne Museumskultur?

Virtuelle Museen werden als Blick in die Zukunft gesehen, die einerseits den Zugang zu Sammlungen demokratisieren, andererseits aber auch Fragen hinsichtlich der Authentizität und der drohenden Kommerzialisierung aufwerfen.

Was bedeutet das Konzept der "Musealisierung" laut der Arbeit?

Die Musealisierung wird als eine Form der bewussten Konservierung von Lebensspuren und kulturellen Werten begriffen, die notwendig ist, um das Gedächtnis der Gesellschaft zu bewahren und Identität zu stiften.

Warum ist das Jüdische Museum Berlin von besonderer Bedeutung?

Das Jüdische Museum gilt als zentrales Symbol der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und der Shoah, wobei die architektonische Form von Daniel Libeskind die Konfrontation mit der Vergangenheit physisch und emotional erlebbar macht.

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Résumé des informations

Titre
Die Museenstadt Berlin im Wandel
Université
Wyższa Szkoła Języków Obcych, Poznań
Auteur
Dominika Karina Szot (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
118
N° de catalogue
V171609
ISBN (ebook)
9783640913091
ISBN (Livre)
9783640912186
Langue
allemand
mots-clé
Kulturwissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominika Karina Szot (Auteur), 2010, Die Museenstadt Berlin im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171609
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Extrait de  118  pages
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