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Verhaltensorientierte Aspekte des Target Costing

Titel: Verhaltensorientierte Aspekte des Target Costing

Seminararbeit , 2010 , 48 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Angela Lörch (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Steigende Kundenansprüche und zunehmender Marktdruck führen dazu1, dass die Atmosphäre
in einer großen Anzahl von Branchen seit einigen Jahren immer rauer wird2. Potentielle
Ursachen für die raue Atmosphäre3 sind u.a. durch die zunehmende Vernetzung von
Märkten, sowie die rapide Veränderung von Kundenbedürfnissen und -erwartungen zu erklären4.
Bei der Notwendigkeit zur optimalen Ausrichtung der Produkte an den Funktionalitäten
und preislichen Anforderungen des Marktes, aufgrund des oben genannten Marktdrucks,
stoßen traditionelle Rechensysteme an ihre Grenzen5, da die Produktpalette unter Qualitätsund
Kostenaspekten auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt werden muss6. Zumal der Kundennutzen
eines Produktes oft der entscheidende Wettbewerbsfaktor darstellt7. Weiterhin
werden an die Unternehmen höhere Anforderungen im Hinblick auf Leistungsfähigkeit,
Kommunikation und Geschwindigkeit gestellt8. Außerdem muss sich auf Grund von Veränderungen
hinsichtlich der Mitarbeiter die Betriebswirtschaft nicht weiter mit der Knappheit von
Produktionsfaktoren, sondern der Koordination und Motivation der Mitarbeiter widmen9. Um
dieser Vielzahl von Herausforderungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen vor allem
gut geführte10, fähige Mitarbeiter, eine Kultur der raschen und klaren Entscheidung, eine offene
Kommunikationskultur, aber auch geeignete Informationssysteme und Organisationsstrukturen
besitzen11. Als fähige Mitarbeiter werden kreative und initiative12 Mitarbeiter bezeichnet13.
Auf diese veränderten Rahmenbedingungen sollten sich die Unternehmen so
schnell wie möglich einstellen. Zumal verhaltensorientierte Ansätze und soziale Kompetenzen
immer wichtiger werden14.
==
1 Vgl. Dinger, H. (2000), S. 27
2 Vgl. Klier, M./Heidemann, J./Günther, B. (2010), S. 48
3 Vgl. Huber, J./Schneider, D. (1991), S. 169
4 Vgl. Kraus, F./Lingenfelder, M./Wieseke, J. (2010), S. 384
5 Vgl. Gleich, R./Staudinger, M. (2006), S. 141
6 Vgl. Buggert, W./Wielpütz, A. (1995), S. 223
7 Vgl. Dworske, A. (2008), S. 53
8 Vgl. Dinger, H. (2000), S. 27
9 Vgl. Weber, J./Hirsch, B./Linder S. et al (2003), S. 8
10 Vgl. Dinger, H. (2000), S. 27
11 Vgl. Sure, M. (2008), S. 31
12 Vgl. Altmann, H. (1989), S. 81
13 Vgl. Huber, A. (1998), S. 7
14 Vgl. Altmann, H. (1989), S. 86

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Grundlagen des Target Costing

2.1 Ursprung und Definition des Target Costing

2.2 Grundlegende Ziele sowie Merkmale

2.3 Abgrenzung Target Costing und traditionelle Kostenrechnung

3. Prozess des Target Costing

3.1 Übersicht der Prozessschritte

3.2 Zielkostenfestlegung

3.2.1 Methoden und Vorgehensweise bei der Zielkostenfindung

3.2.2 Ermittlung der Kundenwünsche

3.3 Zielkostenspaltung

3.3.1 Definition Zielkostenspaltung

3.3.2 Methoden der Zielkostenspaltung

3.3.3 Zielkostenindex und Zielkostenkontrolldiagramm

3.4 Die Zielkostenrealisierung

3.5 Überblick der Zielkostenrealisierung

3.6 Instrumente der Zielkostenrealisierung

4. Verhaltensorientierte Effekte des Target Costing

4.1 Überblick

4.2 Der Mensch im Mittelpunkt

4.3 Widerstandspotentiale bei der Einführung des Target-Costing

4.3.1 Organisatorische Änderungen

4.3.2 Arten von Widerständen

4.4 Aspekte der Motivation der Controllertätigkeit

4.5 Anreizsysteme zur Zielerreichung

4.5.1 Überblick

4.5.2 Ausprägungen von ausgewählten Anreiztheorien bzw. Motivationstheorien

4.5.3 Monetäre Anreizsysteme für das Target Costing

4.6 Target Costing Organisation

4.6.1 Verhaltenswirkung von interdisziplinäre Projektteams

4.6.2 Aufgaben des Controllers

4.7 Ursachen und Konsequenzen des Information Overload und Informationsasymmetrie

4.7.1 Information Overload

4.7.2 Informationsasymmetrie

4.7.3 Formen asymmetrischer Informationsverteilung

4.7.4 Konsequenzen des Information Overload und der Informationsasymmetrie

5. Möglichkeiten und Grenzen des verhaltensorientierten Target Costing

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des Target Costing unter besonderer Berücksichtigung verhaltensorientierter Aspekte. Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie menschliche Faktoren wie Motivation, Widerstände und Kommunikation innerhalb interdisziplinärer Teams den Erfolg dieses Kostenmanagement-Ansatzes beeinflussen und wie Controller durch gezielte Informationsversorgung und Koordination die Wirksamkeit steigern können.

  • Verhaltensorientierte Effekte im Target Costing
  • Motivation und Anreizsysteme für Mitarbeiter
  • Rolle und Aufgaben des Controllers
  • Widerstände bei der Einführung und deren Überwindung
  • Umgang mit Informationsasymmetrien und Information Overload

Auszug aus dem Buch

4.2 Der Mensch im Mittelpunkt

Prinzipiell ist der Mensch als ein soziales Wesen, das in ständiger Wechselwirkung mit seiner gesellschaftlichen Umwelt steht und auf deren Impulse reagiert, zu sehen. Es muss anerkannt werden, dass hinter der Arbeitsleistung, Menschen mit Vorstellungen, Wünschen und sozialen Rollen stehen, deren Arbeitsmotivation von unterschiedlichen Einflussgrößen abhängig ist. Der Mensch muss außerdem als ein sozialmotiviertes Gruppenwesen angesehen werden, bei dem es nicht nur die Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen gilt. Denn Menschen verfolgen häufig soziale Motive, wie das Streben nach Anerkennung im sozialen Umfeld und der Orientierung an sozialen Normen. Weiterhin sind in der Praxis averse Mitarbeiter vorzufinden, die verschieden auf Anreizsysteme reagieren.

In der Betriebswirtschaft sind die Grundvorrausetzungen eines Kostenmanagements die, den verhaltensorientierten Implikationen einer Motivations- und Steuerungsfunktion gerecht werden sollen, die Einfachheit, Klarheit und Durchschaubarkeit, im Sinne einer hohen Verständlichkeit von Informationen für die Mitarbeiter, da sich eine hohe Verständlichkeit positiv auf die Leistung, der am Prozess beteiligten Personen, auswirkt. Dies ist im Target Costing der Fall, hier ist die Vorgehensweise leicht verständlich für das Team und trägt somit zum Erfolg des Unternehmens bei. Schwer Durchschaubare Systeme schwächen die so wichtige Initiative der Mitarbeiter. Nur wenn Kostenrechnungssysteme von Managern und Mitarbeitern verstanden werden, kann mit einer motivatorischen Wirkung gerechnet werden. Motivation ist dahingehend sehr wichtig, da nicht Zufriedenheit, sondern Motivation vorhanden sein muss um die Wirksamkeit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Weiterhin ist zu beachten, dass auf Grund des Schnittstellencharakters der Controllingfunktion eine große Anzahl von Menschen mit einbezogen sind und dass die Tätigkeit jeden Controllers stets zu unmittelbaren Eingriffen in die Arbeitswelt anderer Mensch führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steigende Marktdynamik und den wachsenden Druck auf Unternehmen, worauf das verhaltensorientierte Target Costing als Lösungsansatz zur effizienteren Prozessgestaltung und Akzeptanzsteigerung reagiert.

2. Grundlagen des Target Costing: Es wird die Entstehung des Target Costing erläutert, das als marktorientiertes Kostenmanagementsystem zukunftsorientierte Kostenplanung ermöglicht und sich grundlegend von traditionellen Kostenrechnungssystemen unterscheidet.

3. Prozess des Target Costing: Dieses Kapitel beschreibt den systematischen Ablauf, unterteilt in Zielkostenfestlegung, Zielkostenspaltung und Zielkostenrealisierung, wobei moderne Instrumente zur Kostensteuerung zum Einsatz kommen.

4. Verhaltensorientierte Effekte des Target Costing: Der Fokus liegt auf der menschlichen Komponente: Widerstände, Mitarbeitermotivation, die Rolle interdisziplinärer Projektteams sowie die Bewältigung von Informationsproblemen werden intensiv analysiert.

5. Möglichkeiten und Grenzen des verhaltensorientierten Target Costing: Die Möglichkeiten und Grenzen werden abgewogen, wobei betont wird, dass das Konzept trotz methodischer Reife auf eine situative Anwendung und das Verständnis menschlicher Faktoren angewiesen bleibt.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung der Arbeit zusammen und hebt hervor, dass der verhaltensorientierte Aspekt essenziell bleibt, solange der Mensch in Entscheidungsprozesse eingebunden ist.

Schlüsselwörter

Target Costing, Kostenmanagement, Verhaltensorientierung, Controlling, Mitarbeitermotivation, Anreizsysteme, Projektteam, Informationsasymmetrie, Information Overload, Organisationsentwicklung, Kundenorientierung, Prozessmanagement, Widerstandsmanagement, Unternehmenssteuerung, Marktkonformität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration verhaltensorientierter Aspekte in das Konzept des Target Costing, um die Akzeptanz und Effektivität in Unternehmen zu erhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen der Mitarbeitermotivation, die Rolle des Controllers, der Umgang mit Widerständen und die Koordination in interdisziplinären Teams.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Schnittstelle zwischen der rein methodischen Kostenrechnung und dem menschlichen Verhalten aufzuzeigen, um eine ganzheitliche Steuerung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch, um den aktuellen Stand der Forschung zu systematisieren und die verhaltensorientierte Seite des Target Costing zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Target-Costing-Prozesses und die ausführliche Analyse sozialpsychologischer Effekte sowie organisatorischer Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Target Costing, Verhaltensorientierung, Controlling, Mitarbeitermotivation und interdisziplinäre Teamarbeit.

Warum ist das "Information Overload"-Problem im Kontext von Target Costing relevant?

Da das Target Costing eine hohe Datendichte erfordert, kann ein Übermaß an Informationen die kognitive Aufnahmekapazität übersteigen, was zu Fehlentscheidungen oder Motivationsverlust führt.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Controllers im verhaltensorientierten Target Costing?

Der Controller fungiert nicht nur als reiner Datenlieferant, sondern als Motivator, Lotse und Vermittler, der die Kommunikation fördert und die Akzeptanz für Kostenziele sichert.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verhaltensorientierte Aspekte des Target Costing
Hochschule
Hochschule Albstadt-Sigmaringen; Sigmaringen
Note
1,3
Autor
Angela Lörch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
48
Katalognummer
V171623
ISBN (eBook)
9783640911714
ISBN (Buch)
9783640909889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhaltensorientierte aspekte target costing
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angela Lörch (Autor:in), 2010, Verhaltensorientierte Aspekte des Target Costing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171623
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  48  Seiten
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