Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe

Welchen Beitrag kann der Beruf des Sozialarbeiters zum Thema Gewaltprävention leisten?

Título: Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe

Tesis (Bachelor) , 2023 , 107 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Durch die intensive theoretische Auseinandersetzung mit Gewalt und deren Prävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, sowie die empirische Evaluation der quantitativen Sozialforschung werden in der vorliegenden Bachelorarbeit prägnante Risikofaktoren für Gewaltvorkommnisse gegen die Klienten herausgearbeitet. Diese beziehen sich sowohl auf die von Marshall Rosenberg angesprochenen individuellen Faktoren der Täter wie Unzufriedenheit und Überforderung, aber auch auf strukturelle/politische Faktoren wie Personalmangel und fehlende fachliche Qualifikation im Bereich des Sozialwesens.
Ziel der Bachelorarbeit ist es, das Thema Gewaltprävention durch theoretische Betrachtung der Formen und Ursachen besser zu verstehen, um somit präventive Lösungsansätze bilden zu können. Die Betrachtungsweisen sind auf alle sozialen Einrichtungen anwendbar und sollen demnach den Leser der Bachelorarbeit zum Thema Gewalt sensibilisieren. Die Bachelorarbeit richtet sich daher an alle im sozialen Sektor arbeitenden Menschen, vor allem an diejenigen, die ebenfalls in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe arbeiten.
Gewalt ist leider eine allgegenwärtige Thematik, die immer noch unter einer gesellschaftlichen Tabuisierung steht und daher eine umfangreiche Präventionsarbeit und Aufklärung erfordert. Aufgrund der besonderen Situation in stationären Einrichtungen und des damit verbundenen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Bewohner und Betreuer sind Menschen mit Unterstützung/Betreuungsbedarf besonders durch Gewalt gefährdet und benötigen daher den Schutz der Gesellschaft und vor allem von all denjenigen, die aktiv mit ihnen arbeiten. Demnach fungiert die vorliegende Bachelorarbeit als Aufklärungsversuch und soll zum Thema Enttabuisierung von Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe beitragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Definitionen

2.2 Gewaltformen

2.2.1 Indirekte/passive Gewaltform

2.2.2 Aktive/direkte Gewaltform

2.2.3 Stufen von Gewaltanwendungen an Schutzbefohlenen

2.3 Daten und Fakten

2.4 Rechtliche Grundlagen

2.4.1 Allgemeine rechtliche Grundlagen von Menschen mit Behinderung

2.4.2 Rechtliche Grundlagen im Alltag in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe

2.5 Aggressionstheorien

2.5.1 Triebtheorie nach Freud

2.5.2 Die Frustrations-Aggressions-Hypothese nach Dollard/Miller

2.5.3 Lerntheoretisches Erklärungsmodell nach Bandura

2.6 Ursachen und Risikofaktoren

2.6.1 Wissen und Fähigkeit

2.6.2 Struktur und Organisation

2.6.3 Haltung und Befinden der Mitarbeiter

2.7 Prävention

2.7.1 Wissen und Fähigkeit

2.7.2 Struktur und Organisation

2.7.3 Haltung und Empfinden der Mitarbeiter

3 Empirischer Teil

3.1 Entstehung

3.2 Methodologie der Datenerhebung und Auswertung

3.3 Beschreibung der Datenerhebung und Auswertung

3.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

3.5 Empirische Präventionsversuche

3.5.1 Wissen und Fähigkeiten

3.5.2 Struktur und Organisation

3.5.3 Haltung und Empfinden der Mitarbeiter

4 Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Bachelorarbeit ist es, das Thema Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe durch theoretische Analysen und empirische Evaluation besser zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welchen Beitrag kann der Beruf des Sozialarbeiters zum Thema Gewaltprävention leisten?“. Dabei werden Risikofaktoren, rechtliche Rahmenbedingungen und präventive Strategien untersucht, um einen professionellen und gewaltfreien Umgang mit Klienten zu fördern.

  • Theoretische Grundlagen von Gewalt, Aggression und Präventionsformen
  • Analyse von strukturellen, individuellen und organisatorischen Risikofaktoren in stationären Einrichtungen
  • Empirische Untersuchung der Wahrnehmung und Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten durch Mitarbeiter
  • Diskussion von Handlungsoptionen und Anforderungen für Sozialarbeiter zur Professionalisierung der Gewaltprävention

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Indirekte/passive Gewaltform

Der passive Gewaltakt definiert sich nicht durch sine absichtliche Ausübung von einer Person, sondern durch passive Faktoren, die durch Gegebenheiten des jeweiligen Systems seinen Ursprung finden. Dabei können sie in folgenden Formen in Erscheinung treten (vgl. Schünemann 2020, S. 126 f.).

Strukturelle Gewalt:

Die strukturelle Gewalt resultiert aus der Beschaffenheit gesellschaftlicher Strukturen wie Normen, Regeln oder Institutionen, die die „Opfer“ an ihrer Entfaltung hindern. Somit weist Galtung auf die soziale Ungerechtigkeit hin, die durch die vorhandenen Verhältnisse Stabilität erhalten (vgl. Galtung 1975, S. 12).

Schon vor Galtungs Zeit gab es bekannte Persönlichkeiten, die auf strukturelle Gewalthandlungen in Form von gesellschaftlichen Strukturen hinwiesen. Dazu gehört unter anderem Berthold Brecht, der die Gewalt eines Staates mit folgendem Zitat kritisch infrage stellte und meiner Meinung nach die strukturelle Gewalt deutlich veranschaulichte. „Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten“ (Brecht 1968, S. 466).

In Bezug zur Thematik in Berufen des Sozialwesens lässt sich sagen, dass die Ebene der strukturellen Gewalt durch Umstände, Strukturen und Gegebenheiten der jeweiligen Einrichtung entstehen kann. Konkret sind es gesetzliche Rahmenbedingungen, institutionelle Gegebenheiten, personelle Vorschriften etc., die zu Einschränkungen der Mitarbeiter und somit auch indirekt der Bewohner führen. Deutliche aktuelle Einschränkungen sind beispielsweise Personalmangel, unqualifiziertes Personal, ungenügend Material und Ausstattung, unzureichende räumliche Gegebenheiten, priorisierte Tagesabläufe, vorgegebene Tagesstrukturen und klare Zeitvorgaben usw. Somit kommt es zu einer passiven Gewaltanwendung an den zu Betreuenden und zur aktiven Gewaltausübung am Personal (vgl. Hirsch/Vollhardt 2006, o. S.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik von Gewalt in der Gesellschaft und Darstellung der persönlichen Motivation sowie Relevanz der Gewaltprävention im Bereich der sozialen Arbeit.

2 Theoretischer Teil: Detaillierte Auseinandersetzung mit Gewaltbegriffen, Formen, Aggressionstheorien sowie rechtlichen Grundlagen und Ursachen bzw. Risikofaktoren von Gewalt.

3 Empirischer Teil: Darstellung der Methodik, Durchführung einer quantitativen Befragung unter Mitarbeitern und Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen.

4 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der zentralen Fragestellung und Formulierung von Forderungen zur Optimierung des Gewaltschutzes.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, stationäre Einrichtungen, Behindertenhilfe, Sozialarbeit, strukturelle Gewalt, Aggression, Gewaltschutzkonzepte, Mitarbeiterbefragung, professionelle Distanz, Pflegemangel, Arbeitsbedingungen, Machtmissbrauch, Ethik, Inklusion, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Thema Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und beleuchtet die Rolle, die Sozialarbeiter dabei spielen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theoretische Definition und Ursachenforschung von Gewalt, rechtliche Rahmenbedingungen in der Behindertenhilfe sowie die praktische Umsetzung von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die persönliche Sensibilisierung für Gewalt im Arbeitsalltag sowie die Entwicklung und Etablierung konkreter Gewaltschutzkonzepte, um das Wohlbefinden der Bewohner zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Sozialforschung in Form einer standardisierten schriftlichen Mitarbeiterbefragung in verschiedenen Einrichtungen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Definitionen, Theorien und Risikofaktoren analysiert, und einen empirischen Block, der Befragungsergebnisse und präventive Versuche diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltprävention, Behindertenhilfe, strukturelle Gewalt, professionelle Distanz und Gewaltschutzkonzepte charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Führungsebene bei der Gewaltprävention?

Die Führungsebene fungiert als Vorbild, trägt Verantwortung für die Gestaltung angemessener Arbeitsbedingungen und muss eine offene Fehlerkultur etablieren, um Gewalt präventiv entgegenzuwirken.

Welche Auswirkung hat die Personalsituation auf Gewaltvorkommnisse?

Personalmangel führt oft zu Überforderung und Zeitdruck, was wiederum das Risiko für subtile Gewalthandlungen wie Vernachlässigung oder unprofessionellen Umgang erhöht.

Final del extracto de 107 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe
Subtítulo
Welchen Beitrag kann der Beruf des Sozialarbeiters zum Thema Gewaltprävention leisten?
Universidad
University of Applied Sciences Essen  (Soziale Arbeit)
Curso
Bachelorthesis
Calificación
1.3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
107
No. de catálogo
V1716233
ISBN (PDF)
9783389187968
ISBN (Libro)
9783389187975
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewaltprävention Sozialforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2023, Gewaltprävention in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1716233
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  107  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint