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Die Große Rhetra

Titre: Die Große Rhetra

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 10 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Sowade (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das in der Forschung kontrovers diskutierte Zeugnis der ersten Verfassung Spartas, gemeinhin als Große Rhetra bezeichnet, und die damit verbundenen,in Fragmenten enthaltenen Ausführungen von Tyrtaios, unterliegen in der Forschung differenzierten Betrachtungsansätzen und hinterlassen zahlreiche offene Fragen.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird aufgezeigt werden, welche
historischen Diskontinuitäten sich bei der Betrachtung des Gegenstandes entgegenstehen. Dabei soll der aktuelle Forschungsstand einbezogen, und die(möglichen) Abhängigkeiten der Ausführungen Plutarchs und Tyrtaios` diskutiert werden. Im folgenden Teil gilt der Institution des Damos in der Rhetra nähere Betrachtung. Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit müssen inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden und es können nicht alle historischen Reflexionen in die Untersuchung einfließen. Zentrale Quellen (und nahezu die einzigen verwertbaren) bilden Plutarchs Aufzeichnungen zu Lykurg und Tyrtaios` Werk der Eunomia-Elegie...

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Verbindungen der Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie

2. Die Rolle des Damos in der Großen Rhetra

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Authentizität und die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den Fragmenten der Großen Rhetra und Tyrtaios’ Eunomia-Elegie. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der institutionellen Rolle des Damos (Volk) im spartanischen Verfassungsgefüge sowie der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdebatten über diese antiken Quellen.

  • Historische Diskontinuitäten bei der Bewertung der Großen Rhetra
  • Vergleichende Analyse der Quellen von Plutarch und Tyrtaios
  • Untersuchung der Institution des Damos und deren politischer Kompetenz
  • Kritische Prüfung von Modernisierungsansätzen in der Interpretationsgeschichte

Auszug aus dem Buch

2. Die Rolle des Damos in der Rhetra

Neben der Überlieferungsproblematik sowie der Quellenlage zur Rhetra bleibt freilich noch eine Betrachtung der inhaltlich behandelten Kompetenzen. Aufgrund der formalen Eingrenzung dieser Stellungnahme soll vor allem die Untersuchung der Rolle des Damos gelten. So berichtet Plutarch:

„Dabei bedeutet »Stämme schaffen/schützen« und »Dörfer einrichten« eine Aufteilung und Gliederung der Bevölkerung auf Teile, von denen er die einen phylai, die anderen obai nannte.“

Hierbei handelt es sich um eine Aufteilung des Volkes der Spartaner in zwei Gruppen. Es kann erschlossen werden, dass Phylen große Gruppen bildeten, deren Gliederung auf die Polis bezogen werden kann. Die Oben bilden eine weitere große Personengruppierung. Diese Ordnung schaffte eine klare Positionierung des Spartaners im gesellschaftlichen und politischen Gefüge. Auf Grundlage der Quelle wurde dem Damos somit eine Macht zur Entscheidungsfindung zugesprochen. Diese Macht muss allerdings vor allem begründet auf dem angeblichen Zusatz der Rhetra relativiert werden. So kann man freilich davon ausgehen, dass politische Entscheidungsfindungen sowie Vorschläge zur Problembeseitigung vorrangig ein Privileg des Rates der Könige und Geronten darstellte. Ein Initiativrecht muss der Apellai (Volksversammlung) daher abgesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die zentralen Quellen (Plutarch und Tyrtaios) vorgestellt und der Forschungsstand zur Problematik der ersten spartanischen Verfassung umrissen.

1. Verbindungen der Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie: Dieses Kapitel analysiert die zeitliche Einordnung der Werke und prüft die Hypothese einer inhaltlichen oder strukturellen Abhängigkeit beider Texte voneinander.

2. Die Rolle des Damos in der Großen Rhetra: Hier steht die politische Stellung des spartanischen Volkes im Mittelpunkt, wobei die vermeintliche Souveränität des Damos kritisch hinterfragt und relativiert wird.

Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Diskrepanzen der Forschungsmeinungen zusammen und betont, dass die Rhetra eher als ein idealisierter Entwurf denn als exakte historische Verfassungsgrundlage zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Große Rhetra, Tyrtaios, Eunomia-Elegie, Sparta, Damos, Plutarch, Gerousia, Apella, Verfassungsgeschichte, Antike, Lykurg, Politische Institutionen, Quellenkritik, Forschungsdiskurs, Phylai

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den zwei zentralen Quellen zur frühen spartanischen Verfassung: der sogenannten Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie des Dichters Tyrtaios.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die historische Datierung der Quellen, der mögliche inhaltliche Bezug zwischen beiden Texten sowie die reale politische Machtverteilung innerhalb der frühen spartanischen Polis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob und inwieweit Tyrtaios’ Werk tatsächlich auf die Rhetra Bezug nimmt und welchen tatsächlichen Einfluss das Volk (Damos) auf politische Entscheidungsprozesse in diesem Modell hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse und vergleicht verschiedene moderne Forschungsansätze, um die Spekulationen zur Authentizität der Texte zu prüfen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Korrelation zwischen Rhetra und Eunomia sowie eine detaillierte Analyse der Kompetenzen der spartanischen Volksversammlung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie spartanische Verfassungsgeschichte, Damos, Rhetra, antike Quellenkritik und politische Institutionen beschreiben.

Warum wird die Rolle des Damos als eingeschränkt betrachtet?

Die Arbeit argumentiert, dass das Volk kein Initiativrecht besaß und durch den sogenannten „Zusatz der Rhetra“ von den Königen und Geronten politisch überstimmt oder kontrolliert werden konnte.

Welche Bedeutung kommt dem „Zusatz der Rhetra“ zu?

Dieser Zusatz gibt der Führungsebene die Möglichkeit, unliebsame Entscheidungen des Volkes unter dem Vorwand einer „krummen Entscheidung“ zu verwerfen, was die begrenzte Macht des Volkes unterstreicht.

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Résumé des informations

Titre
Die Große Rhetra
Université
University of Erfurt
Note
1,0
Auteur
Tobias Sowade (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
10
N° de catalogue
V171676
ISBN (ebook)
9783640911974
ISBN (Livre)
9783640912070
Langue
allemand
mots-clé
große rhetra Sparta Verfassung Tyrtaios Plutarch Eunomia Elegie Lykurg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Sowade (Auteur), 2010, Die Große Rhetra, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171676
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Extrait de  10  pages
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