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Die Französische Hauptinstruktion vom 30. September 1643

Frankreichs Forderungen für den Westfälischen Friedenskongress im besonderen Augenmerk der territorialen Ansprüche

Título: Die Französische Hauptinstruktion vom 30. September 1643

Trabajo Escrito , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Natascha Théry (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war der längste und verlustreichste Krieg in der kriegerischen Epoche der Frühen Neuzeit. Es war ein europäischer Krieg, der zum größten Teil auf deutschem Boden ausgetragen wurde und vorrangig auf religiösen Konflikten beruhte, in dem aber auch vielfältige andere Probleme ausgefochten wurden.
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Französischen Hauptinstruktion vom 30. September 1643 für den Westfälischen Friedenskongress, der den Dreißigjährigen Krieg beenden sollte. Diese Instruktion beinhaltet Frankreichs Forderungen für die Friedensverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges und wurde den Botschaftern Frankreichs für ihre Verhandlungen in Münster mitgegeben.
Veröffentlicht wurde die Hauptinstruktion in der Publikation: "Acta Pacis Westphalicae" (APW), von der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte, herausgegeben von Max Braubach und Konrad Repgen. Auf dieser Veröffentlichung beruht meine Arbeit. Ansonsten wurde die Instruktion in den literarischen Darstellungen zum Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Friedenskongress eher selten bearbeitet und nur in wenigen Publikationen und Aufsätzen erwähnt. Daher ist meine Hausarbeit zum größten Teil eine Quellenarbeit auf der Grundlage der APW. In dieser wurde der Abschnitt zur Französischen Hauptinstruktion von Fritz Dickmann und Kriemhild Goronzy bearbeitet. Weitere Forschungen zur Hauptinstruktion betrieben Anuschka Tischer, im Hinblick auf die diplomatischen und vertraglichen Aspekte, sowie Klaus Malettke und Guido Braun, vor allem im Hinblick auf die Friedenskonzeption Richelieus. Weitere Forschungen zur Hauptinstruktion gibt es kaum, nur gelegentliche Erwähnungen in einigen wenigen Publikationen zu diesem Zeitabschnitt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt und Zweck der Hauptinstruktion

3. Vorgeschichte

4. Sicherheitskonzeption

5. Territoriale Konzepte

5.1 Verbündete (Schweden, Generalstaaten (Niederlande), Portugal)

5.2 Eroberungen (Artois, Luxemburg, Franche Comté, Navarra)

5.3 Reich (Deutsche Verbündete, Kaiser, Reichsstände)

5.3.1 Lothringen, Bistümer Metz, Toul, Verdun

5.3.2 Breisach, Elsass

5.3.3 Graubünden, Veltlin

5.4 Savoyen

5.5 Pinerolo

5.6 Casale, Mantua

5.7 Katalonien, Roussilon, Sabbionata, Correggio

6. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die französische Hauptinstruktion vom 30. September 1643, die als zentrale Richtlinie für die Verhandlungen Frankreichs beim Westfälischen Friedenskongress diente, um das machtpolitische Vorgehen und die territorialen Ansprüche Frankreichs in diesem Kontext zu untersuchen.

  • Analyse der historischen Entstehung und Konzeption der Instruktion unter Kardinal Richelieu.
  • Untersuchung der französischen Sicherheitskonzeption und der Idee eines kollektiven Friedens in Europa.
  • Systematische Aufarbeitung der vielfältigen territorialen Forderungen Frankreichs.
  • Bewertung der Legitimation französischer Ansprüche durch Verträge, Erb- und Kronrechte.
  • Einschätzung der praktischen Umsetzung und des Einflusses der Instruktion auf den Friedensschluss.

Auszug aus dem Buch

5. Territoriale Konzepte

Die Französische Hauptinstruktion bestand aus vielen Abschnitten zu territorialen Forderungen und Absichten, weswegen ich diese besonders untersuchen werde. Wichtig hierbei ist es, zu beachten, dass bei territorialen Erwerbungen keine feste Konzeption verfolgt wurde, sondern diese flexibel waren und auf Basis der Realisierung des politisch-strategischen Ziels der Öffnung von Frankreichs Grenzen verhandelt werden sollten, die Richelieu schon 1629, wegen der Umklammerung Spaniens entwickelt hatte. Auch, damit Frankreich seine gewollte 'friedenssichernde Rolle' innerhalb Europas wahrnehmen konnte. Grundsätzlich aber waren die Bevollmächtigten der Franzosen angewiesen, nach Rücksprache mit dem König, wenn möglich, frei und selbstständig zu verhandeln und für Abschlüsse immer die Gunst des Augenblickes zu nutzen. Gleichwohl gab es einige Punkte, die für Frankreich Voraussetzung für einen Friedensschluss waren.

Dies betraf zum einen die Freilassung des mit Frankreich verbündeten Kurfürsten von Trier, Philipp Christoph von Sötern, dessen Festnahme 1635, den endgültigen Kriegseintritt Frankreichs ausgelöst hatte und ihn auch rechtlich legitimieren sollte, wobei Frankreich nur Spanien offiziell den Krieg erklärt hatte, nicht aber dem Kaiser. Eine weitere Voraussetzung für Friedensverhandlungen war die Freilassung der Prinzessin von Carignano, die eine Verwandte des französischen Königs war. Diese beiden Forderungen waren laut der Hauptinstruktion, eine Voraussetzung Frankreichs, schon für eine Eröffnung von Friedensverhandlungen in Münster.

In den Krieg eingetreten war Frankreich, nach Richelieu, aber nicht um territoriale Zugewinne zu machen, sondern um die habsburgische Umklammerung und Bedrohung zu mindern, indem französische Grenzen gesichert und die der Nachbarn geöffnet werden sollten. Diese Vorgehensweise eröffnete auch territoriale Eroberungen zu legitimieren. Die Forderungen nach Metz, Toul, Verdun, Lothringen und Pinerolo wurden schon vor der Kriegserklärung an Spanien gegenüber dem Kaiser geäußert und waren keine neuen Forderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Dreißigjährigen Krieg als Kontext und Erläuterung der Relevanz der Hauptinstruktion sowie der methodischen Herangehensweise der Arbeit.

2. Inhalt und Zweck der Hauptinstruktion: Darstellung der Struktur der Instruktion und Erläuterung der zentralen Ziele Frankreichs, insbesondere hinsichtlich eines europäischen Kräftegleichgewichts und Sicherheitsinteressen.

3. Vorgeschichte: Historische Einordnung der Entstehung der Instruktion, wobei der Einfluss Kardinal Richelieus als maßgeblicher Konzeptionist hervorgehoben wird.

4. Sicherheitskonzeption: Analyse des für die Zeit neuartigen Konzepts der kollektiven Sicherheit und der angestrebten Ligenbildung zur Friedenssicherung.

5. Territoriale Konzepte: Untersuchung der flexiblen französischen Gebietsforderungen, unterteilt in verschiedene geographische und strategische Interessensgebiete.

6. Schlussbetrachtungen: Resümee über die Realisierung der französischen Ziele und Bewertung des langfristigen Einflusses der Richelieu'schen Ideen auf die europäische Diplomatie.

Schlüsselwörter

Französische Hauptinstruktion, Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Friede, Kardinal Richelieu, Kardinal Mazarin, territoriale Forderungen, kollektive Sicherheit, Machtpolitik, europäisches Kräftegleichgewicht, Diplomatie, habsburgische Umklammerung, Friedensverhandlungen, Reichspolitik, Souveränität, Grenzöffnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der offiziellen französischen Hauptinstruktion vom 30. September 1643, die das Verhalten und die Ziele der französischen Botschafter beim Westfälischen Friedenskongress maßgeblich bestimmte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Sicherheitsinteressen Frankreichs, die Konzeption eines dauerhaften europäischen Friedens sowie die detaillierte Untersuchung der verschiedenen territorialen Ansprüche Frankreichs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Frankreich seine territorialen Forderungen rechtlich und politisch begründete, um den Anschein der reinen Machtexpansion zu vermeiden und stattdessen strategische Sicherheitsinteressen in den Vordergrund zu stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine Quellenarbeit, die auf der Publikation "Acta Pacis Westphalicae" basiert und diese durch historisch-diplomatische Darstellungen kontextualisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorgeschichte, die Analyse der kollektiven Sicherheitskonzeption und eine detaillierte Erörterung der spezifischen territorialen Forderungen in Regionen wie Lothringen, Italien und dem Reich.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den zentralen historischen Begriffen wie Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Friede sind Konzepte wie kollektive Sicherheit, territoriale Übertragung und das Ziel des Kräftegleichgewichts entscheidend für das Verständnis der Arbeit.

Welche Rolle spielte Kardinal Richelieu für die Hauptinstruktion?

Richelieu war der eigentliche geistige Urheber der Instruktion, der seine machtpolitischen Vorstellungen und Konzepte zur Absicherung Frankreichs gegen die habsburgische Umklammerung maßgeblich festlegte.

Wie unterschied Frankreich in der Instruktion zwischen verschiedenen Gebietsansprüchen?

Frankreich begründete seine Forderungen unterschiedlich, teils durch Berufung auf alte Kron- oder Erbrechte (z.B. bei Lothringen), teils durch Vertragsrecht oder das Erfordernis der Friedenssicherung (z.B. bei Casale und Breisach).

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Detalles

Título
Die Französische Hauptinstruktion vom 30. September 1643
Subtítulo
Frankreichs Forderungen für den Westfälischen Friedenskongress im besonderen Augenmerk der territorialen Ansprüche
Universidad
University of Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Curso
Frankreich im 30jährigen Krieg
Calificación
1,3
Autor
Natascha Théry (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V171838
ISBN (Ebook)
9783640914340
ISBN (Libro)
9783640914630
Idioma
Alemán
Etiqueta
französische hauptinstruktion september frankreichs forderungen westfälischen friedenskongress augenmerk ansprüche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natascha Théry (Autor), 2010, Die Französische Hauptinstruktion vom 30. September 1643, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171838
Leer eBook
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