In der folgenden Arbeit soll gezeigt werden, wie in W. G. Sebalds 2001 erschienenem Roman "Austerlitz" verschiedene literarische und nicht-literarische Strategien zusammenspielen, um auf die Unsagbarkeit von Trauma durch den Holocaust hinzuweisen und diese zumindest teilweise aufzulösen. Dafür soll zunächst gezeigt werden, wie der Text Sprachlosigkeit als Reaktion auf traumatische Erfahrungen etabliert, dann soll analysiert werden, wie durch die Metapher der Architektur eine Möglichkeit aufgezeigt wird, sprachlich über Unsagbares zu kommunizieren. Nach der Etablierung der Traumatisierung von "Austerlitz" soll gezeigt werden, wie der Text nichtsprachliche Medien miteinbezieht, um über mögliche Alternativen zum Medium Sprache zu reflektieren. In einem letzten Schritt soll dann dargestellt werden, wie über das Medium des Erzählers eine Möglichkeit zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen angeboten wird.
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- Anonym (Author), 2020, Das Unsagbare ausdrücken. Die literarische Verarbeitung von Trauma in W.G. Sebalds "Austerlitz", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1718683