Das von Hausendorf und Quasthoff entwickelte Modell zur Analyse konversationeller Erzählungen
bietet den Vorteil, dass alltägliche Erzählungen in Gesprächen, wie die vorliegende
unter dem Titel Autopanne, in Bezug auf ihre Interaktionsmechanismen untersucht werden
können. Das Modell bietet ein Schema der grundlegenden Aufgaben der Erzählung, die in der
narrativen Interaktion erfüllt werden müssen. Anhand dieses Modells – Schüsselmodell genannt
aufgrund seiner schüsselartigen graphischen Darstellung – soll die Alltagserzählung
Autopanne auf die Jobs hin untersucht werden. Zuerst werde ich daher das Schüsselmodell
erläutern, um danach darzulegen, warum der Gesprächsausschnitt mit dem Thema der Autopanne
überhaupt als konversationelle Erzählung gelten kann. Schliesslich werde ich versuchen,
die Jobs des Schüsselmodells in der Erzählung Autopanne zu verorten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Das "Schlüsselmodell"
- 2. Jobs im Sinne des "Schlüsselmodells" in der konversationellen Erzählung "Autopanne"
- 2.1. Die Autopanne – eine konversationelle Erzählung?
- 2.2. Jobs in der Autopanne
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die konversationelle Erzählung "Autopanne" anhand des "Schlüsselmodells", das von Hausendorf und Quasthoff entwickelt wurde. Ziel ist es, die Interaktionsmechanismen dieser alltäglichen Erzählung im Hinblick auf ihre narrativen Aufgaben zu untersuchen. Das Modell liefert ein Schema für die grundlegenden Aufgaben der Erzählung, die in der narrativen Interaktion erfüllt werden müssen. Die Arbeit soll zeigen, welche Jobs des "Schlüsselmodells" in der Erzählung "Autopanne" zu beobachten sind.
- Analyse von konversationellen Erzählungen
- Das "Schlüsselmodell" als Beschreibungsmodell
- Jobs in der narrativen Interaktion
- Anwendungen des "Schlüsselmodells" auf alltägliche Erzählungen
- Interaktionale Aspekte des Erzählens
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit und stellt das "Schlüsselmodell" als theoretischen Rahmen vor. Kapitel 1 erläutert das "Schlüsselmodell" von Hausendorf und Quasthoff im Detail und beschreibt seine grundlegenden Annahmen und Konzepte. Kapitel 2 untersucht die konversationelle Erzählung "Autopanne" im Hinblick auf die Jobs des "Schlüsselmodells". Dabei wird die Frage geklärt, ob es sich bei "Autopanne" tatsächlich um eine konversationelle Erzählung handelt, und welche Jobs in der Erzählung zu beobachten sind.
Schlüsselwörter
Konversationelle Erzählung, "Schlüsselmodell", Jobs, narrative Interaktion, alltägliches Erzählen, Sprachentwicklung, Interaktion, Diskursanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Schüsselmodell?
Ein von Hausendorf und Quasthoff entwickeltes linguistisches Modell zur Analyse der Interaktionsmechanismen in konversationellen (alltäglichen) Erzählungen.
Was sind "Jobs" im Kontext des Schüsselmodells?
Jobs bezeichnen die grundlegenden interaktiven Aufgaben, die Erzähler und Zuhörer erfüllen müssen, damit eine Geschichte im Gespräch funktioniert.
Was thematisiert die Erzählung "Autopanne"?
Es handelt sich um eine Beispielerzählung aus einem natürlichen Gespräch, die auf ihre narrativen Strukturen hin untersucht wird.
Wie grenzt sich eine konversationelle Erzählung ab?
Sie ist eingebettet in einen Dialog, wird interaktiv ausgehandelt und dient oft der Selbstdarstellung oder der Vermittlung von Erfahrungen.
Welche Rolle spielt der Zuhörer im Schüsselmodell?
Der Zuhörer ist kein passiver Empfänger, sondern trägt durch Signale und Rückfragen aktiv zur Struktur und zum Gelingen der Erzählung bei.
Warum wird es "Schüsselmodell" genannt?
Der Name leitet sich von der schüsselartigen grafischen Darstellung der verschiedenen Phasen und Aufgaben einer Erzählung ab.
- Quote paper
- Allegra Schiesser (Author), 2010, Das ‚Schüsselmodell’ und die Erzählung "Autopanne", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171889