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Das ‚Schüsselmodell’ und die Erzählung "Autopanne"

Eine Analyse der Jobs in der konversationellen Erzählung „Autopanne“ gemäss dem interaktiv orientierten ‚Schüsselmodell’

Titel: Das ‚Schüsselmodell’ und die Erzählung "Autopanne"

Seminararbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Allegra Schiesser (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das von Hausendorf und Quasthoff entwickelte Modell zur Analyse konversationeller Erzählungen
bietet den Vorteil, dass alltägliche Erzählungen in Gesprächen, wie die vorliegende
unter dem Titel Autopanne, in Bezug auf ihre Interaktionsmechanismen untersucht werden
können. Das Modell bietet ein Schema der grundlegenden Aufgaben der Erzählung, die in der
narrativen Interaktion erfüllt werden müssen. Anhand dieses Modells – Schüsselmodell genannt
aufgrund seiner schüsselartigen graphischen Darstellung – soll die Alltagserzählung
Autopanne auf die Jobs hin untersucht werden. Zuerst werde ich daher das Schüsselmodell
erläutern, um danach darzulegen, warum der Gesprächsausschnitt mit dem Thema der Autopanne
überhaupt als konversationelle Erzählung gelten kann. Schliesslich werde ich versuchen,
die Jobs des Schüsselmodells in der Erzählung Autopanne zu verorten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das ‚Schüsselmodell’

2. Jobs im Sinne des ‚Schüsselmodells’ in der konversationellen Erzählung „Autopanne“

2.1. Die Autopanne – eine konversationelle Erzählung?

2.2. Jobs in der Autopanne

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die konversationelle Alltagserzählung „Autopanne“ anhand des von Hausendorf und Quasthoff entwickelten ‚Schüsselmodells’. Ziel ist es, die narrative Interaktion der Gesprächsteilnehmer zu analysieren, indem die spezifischen „Jobs“ (Aufgaben) identifiziert und in den sprachlichen Formen der Erzählung verortet werden.

  • Grundlagen des interaktiven ‚Schüsselmodells’
  • Kriterien konversationeller Erzählungen
  • Analyse der gesprächsstrukturellen Organisation
  • Verortung narrativer Jobs (Thematisierung, Dramatisierung, etc.)
  • Strukturelle Dynamik in Alltagsgesprächen

Auszug aus dem Buch

1. Das ‚Schüsselmodell’

Im Zuge einer Studie zur Sprachentwicklung und Interaktion entwickelten Hausendorf und Quasthoff ein Beschreibungsmodell für Erzählungen in Gesprächen. Der Ansatz ist interaktiv orientiert, das heisst auf Erzählen in Gesprächen als narrative Interaktion ausgerichtet. Da das Erzählen interaktiv gestaltet ist, muss auch die Erzählung unter diesem Gesichtspunkt beschrieben werden. Daher werden Erzählungen in Gesprächen als konversationelle Erzählungen bestimmt, als Diskurseinheiten, die sich inhaltlich auf ein singuläres, für die Beteiligten und/ oder den Zuhörer ungewöhnliches Erlebnis in der Vergangenheit bezieh[en], an dem der Sprecher mindestens als Beobachter beteiligt war, und die formal die Charakteristika eines der narrativen Diskursmuster […] aufweis[en]. (Hausendorf/ Quasthoff 1996, S. 11).

Das Modell wurde in der empirischen Untersuchung der erhobenen Daten, die aus n Erzählungen bestehen, induktiv entwickelt und basiert auf der Annahme, dass sich das Erzählen in Gesprächen „als die schrittweise Erfüllung erzählspezifischer Bedingungen interaktiver Natur beschreiben läßt.“ (Hausendorf/ Quasthoff 1996, S. 127). Bedingungen werden hier als Aufgaben in der narrativen Interaktion verstanden, die von irgendwelchen Gesprächsteilnehmern irgendwann erfüllt werden müssen. Das Erfüllen dieser Aufgaben wird daher im sprachlichen Verhalten ersichtlich und kann analysiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das von Hausendorf und Quasthoff entwickelte ‚Schüsselmodell’ ein und erläutert die Zielsetzung, die Alltagserzählung „Autopanne“ mithilfe dieses Modells auf ihre Interaktionsmechanismen hin zu untersuchen.

1. Das ‚Schüsselmodell’: Dieses Kapitel beschreibt das theoretische Konzept der narrativen Interaktion, definiert die Ebenen der Aufgaben, Mittel und Formen und stellt die fünf zentralen Jobs (Darstellung, Thematisierung, Elaborierung/Dramatisierung, Abschliessen, Überleiten) vor.

2. Jobs im Sinne des ‚Schüsselmodells’ in der konversationellen Erzählung „Autopanne“: Das Hauptkapitel wendet das theoretische Modell auf den konkreten Transkript-Ausschnitt an, prüft die Erzählkriterien und verortet die einzelnen narrativen Jobs innerhalb des Gesprächsverlaufs.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Modell erfolgreich auf die Erzählung angewendet werden konnte, weist jedoch auf methodische Einschränkungen aufgrund des vorliegenden Datenmaterials hin.

Schlüsselwörter

Schüsselmodell, Hausendorf, Quasthoff, konversationelle Erzählung, narrative Interaktion, Gesprächsanalyse, Autopanne, Interaktionsmechanismen, Jobs, Diskurseinheit, Dramatisierung, Thematisierung, sprachliche Form, Alltagserzählung, Transkript.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht eine alltägliche Gesprächserzählung mit dem Titel „Autopanne“ unter linguistischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Struktur des Erzählens in Gesprächen, die Interaktion zwischen den Sprechern und die Anwendung des sogenannten ‚Schüsselmodells’.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu analysieren, wie die Erzählung „Autopanne“ durch verschiedene „Jobs“ (Aufgaben) wie Thematisierung oder Dramatisierung innerhalb der Interaktion organisiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse auf Basis des Modells zur gesprächsstrukturellen Organisation von Hausendorf und Quasthoff angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das ‚Schüsselmodell’ und eine praktische Anwendung dieses Modells auf die spezifische Gesprächssituation des Transkripts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind konversationelle Erzählung, ‚Schüsselmodell’, narrative Interaktion, Diskurseinheit und gesprächsstrukturelle Organisation.

Warum wird die „Autopanne“ als konversationelle Erzählung eingestuft?

Die Autorin begründet dies durch Kriterien wie die zeitliche Rückbezogenheit, das singuläre Erlebnis, die Ungewöhnlichkeit des Ereignisses und die Identität von Sprecher und Akteur.

Welche Rolle spielt die „Dramatisierung“ in der untersuchten Erzählung?

Die Dramatisierung dient der szenischen Entfaltung des Ereignisses und geht über eine bloße inhaltliche Schilderung (Elaborierung) hinaus, was durch expressive Sprachmittel und direkte Rede belegt wird.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das ‚Schüsselmodell’ und die Erzählung "Autopanne"
Untertitel
Eine Analyse der Jobs in der konversationellen Erzählung „Autopanne“ gemäss dem interaktiv orientierten ‚Schüsselmodell’
Hochschule
Universität Zürich  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Alltägliches Erzählen und literarisches Erzählen
Note
Sehr gut
Autor
Allegra Schiesser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V171889
ISBN (eBook)
9783640915576
ISBN (Buch)
9783640916030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erzählung autopanne eine analyse jobs erzählung sehr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Allegra Schiesser (Autor:in), 2010, Das ‚Schüsselmodell’ und die Erzählung "Autopanne", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171889
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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