Diese Bachelorarbeit befasst sich mit den Fördermöglichkeiten zirkuspädagogischer Interventionen in der Jugendarbeit von Kindern und Jugendlichen mit der Verhaltensauffälligkeit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS). In die Zirkuspädagogik fließen die Themenbereiche Pädagogik, Soziale Arbeit, Erlebnispädagogik und die Heilpädagogik mit ein. Da jedoch der erlebnisorientierte Kinderzirkus größtenteils in der praktischen Umsetzung liegt, gibt es bisher noch keine einheitliche theoretische Konzeption über die praktischen Tätigkeiten dazu. Es wurde die qualitative Forschungsposition gewählt und Experteninterviews mit Zirkuspädagogen durchgeführt. Dadurch wurde das spezielle Praxiswissen gewonnen. Aus dem zuvor erstellten Theorieteil, mit den Informationen zum Krankheitsbild der ADHS, den Inhalten der Experteninterviews sowie den Themengebieten der Bewegungskünste, der Psychomotorik und der ästhetischen Erziehung wurde ein integratives zirkuspädagogisches Konzept unter erlebnispädagogischen Qualitätsstandards ausgearbeitet. So ist das offene Trainingssetting der Zirkuspädagogik für Kinder und Jugendliche mit ADHS förderlich um Selbstwirksamkeitsmomente zu initiieren. Dabei werden sie ressourcen-und bedürfnisorientiert integriert, da vor allem in den Bewegungskünsten die motorische Hyperaktivität ausgelebt werden kann und viele künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten gegeben sind. Die Zirkuspädagogik als Beispiel der Erlebnispädagogik bietet zahlreiche pädagogische Umsetzungsmöglichkeiten. Jedoch ist die Zirkuspädagogik kein Universalmittel gegen sämtliche Probleme. Die Wirkungsweisen, die auf der motorischen, psychologischen und sozialen Ebene erwähnt wurden, können häufig erst nach langfristigem Training und mit ausreichend Professionalität erreich werden.
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- Anonym (Autor), 2019, Zirkuspädagogische Interventionen in der Sozialen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1719299