Die vorliegende Arbeit beinhaltet die werbesprachliche Analyse einer Wirtschaftswerbeanzeige aus der Konsumgüterbranche. Werbeobjekt ist das 2010 eingeführte Haarpflegeöl „Elixir Ultime“ der Marke Kérastase Paris von Loréal. Neben der schriftsprachlichen Analyse wird auch auf die Bildsprache der Werbeanzeige eingegangen.
Die Analyse beginnt mit einer Skizzierung der textinternen Faktoren wie Werbemittel, Produktbranche, Sender, Empfänger (Zielgruppe) und Marktsituation. Anschließend folgt eine analytische Auseinandersetzung mit dem Aufbau, der Struktur und der Form der Anzeigenelemente. Hier geht es vor allem um die Verteilung der Textelemente und ihre visuelle Darstellung.
Den Hauptteil der werbesprachlichen Analyse nehmen Inhalt und Bedeutung der Anzeigenelemente in Anspruch, eingeteilt in
Bild, Firmen-, Marken-, Produktname und Slogan, Headline und Subheadline, Fließtext und Abbinder.
Schließlich folgt ein Fazit, das kurz die wichtigsten Resultate der Arbeit zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis
Skizzierung textexterner Faktoren
Aufbau, Struktur und Form der Anzeigenelemente
Inhalt und Bedeutung der Anzeigenelemente
Bild
Firmen-, Marken-, Produktname und Slogan
L´Oréal
Kérastase
Elixir Ultime
Oléo-Complexe
Recherche Avancée L´Oréal
Headline und Subheadline
Fließtext und Abbinder
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine spezifische Werbeanzeige für das Haarpflegeprodukt "Elixir Ultime" der Marke Kérastase sprachwissenschaftlich zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung der eingesetzten rhetorischen Mittel, semantischen Strategien und visuellen Gestaltungselemente im Vordergrund, um zu eruieren, wie die Anzeige auf ihre Zielgruppe wirkt und welche Konsumanreize gesetzt werden.
- Analyse textexterner Faktoren (Zielgruppencharakterisierung und Marktkontext)
- Strukturanalytische Betrachtung der Anzeigenelemente (Bild-Text-Verhältnis)
- Semantische Untersuchung von Firmen-, Marken- und Produktnamen
- Psycholinguistische Wirkung von Schlüsselwörtern und Plastikwörtern in der Werbung
- Identifikation von Strategien zur emotionalen Kundenansprache
Auszug aus dem Buch
L´Oréal
Der Name des weltbekannten Kosmetikunternehmens wurde aus dem Namen der ersten sicheren und wirksamen Haarcoloration „L'Auréale“ konzipiert, die in den 30er-Jahren entwickelt wurde. Die Namensschöpfung „L´Oréal“ könnte als Konzeptform oder auch als Kunstwort betrachtet werden. Der Name ist weder in einem französischen noch in einem anderssprachigen Wörterbuch zu finden. Er weckt jedoch einige Assoziationen. Einerseits erinnert er an die Farbe Gold („aureus“ bedeutet im Lateinischen „gold“). Zudem klingt er ähnlich wie eine zur Jahrhundertwende beliebte Frisur namens "l'auréole". Weiterhin könnte man dem Klang zufolge auch einen Verweis auf eine Reihe französischer Frauennamen vermuten, wie beispielsweise „Aurelie“, „Laura“ oder „Laurelle“.
Mit etwas Fantasie ist auch Ikonizität im Firmenname erkennbar. Spricht man „L´Oréal“ langsam und stark betont aus, könnte aufgrund der Artikulation in Zusammenspiel mit den gebildeten Lauten die Vorstellung einer Welle und somit vielleicht auch von wallendem Haar ausgelöst werden. Alle genannten Assoziationen mit dem Firmennamen, ob beabsichtigt oder nicht, beziehen sich konkret auf den Bereich der Haarkosmetik bzw. ihrer Zielgruppe und haben somit eine prägende Wirkung für den Konsumenten.
Zusammenfassung der Kapitel
Skizzierung textexterner Faktoren: In diesem Kapitel werden die äußeren Rahmenbedingungen der Anzeige, wie Publikationsort, Zielgruppe und Marktsituation, dargelegt.
Aufbau, Struktur und Form der Anzeigenelemente: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung der visuellen Gestaltung und der Anordnung der verschiedenen Elemente innerhalb der Anzeige.
Inhalt und Bedeutung der Anzeigenelemente: Dieses Hauptkapitel analysiert tiefgehend die sprachlichen und inhaltlichen Komponenten der Anzeige, von der Bildsprache über Markennamen bis hin zur detaillierten Untersuchung des Werbetextes.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Werbestrategie, die primär auf emotionale Reize statt auf detaillierte Produktinformationen setzt.
Schlüsselwörter
Sprachwissenschaftliche Analyse, Werbesprache, Kérastase, L'Oréal, Elixir Ultime, Werbeanzeige, Konsumgüterbranche, Haarkosmetik, Plastikwörter, Schlüsselwörter, Zielgruppenansprache, Werbestrategie, Bild-Text-Analyse, Markenführung, Exklusivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit einer linguistischen Analyse einer spezifischen Print-Werbeanzeige für das Haarpflegeprodukt "Elixir Ultime".
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Werbesprache, die Analyse von Markennamen, die Wirkung von Hochwert- und Plastikwörtern sowie die psychologische Ansprache einer spezifischen Konsumentengruppe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verstehen, wie durch sprachliche und visuelle Mittel in der Werbung ein exklusives Image aufgebaut wird, um das Konsumverhalten der Zielgruppe positiv zu beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine inhaltsanalytische und strukturanalytische Untersuchung durchgeführt, die sich auf linguistische Theorien zur Werbesprache stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Dekonstruktion der Anzeigenelemente, der Herleitung der Bedeutung von Markennamen sowie der detaillierten Untersuchung des Fließtextes und des Abbinders.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Werbesprache, Zielgruppenansprache, Markenidentität, Plastikwörter und semantische Aufwertung.
Warum verwendet der Sender in einer deutschen Zeitschrift französische Begriffe?
Die Verwendung dient der Imagebildung; französische Begriffe suggerieren Luxus, Eleganz und Professionalität, was die Zielgruppe emotional anspricht.
Welche Rolle spielt die "Bienenwabenstruktur" im visuellen Teil der Anzeige?
Sie dient als "Catch Visual", um Aufmerksamkeit zu erzeugen und durch die Farbe Gold eine Verbindung zu Wertigkeit und Natur zu assoziieren.
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- Anonym (Author), 2011, Sprachwissenschaftliche Analyse am Beispiel einer Werbeanzeige , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172161