Diese Arbeit möchte aktuelle Aufgaben und Möglichkeiten bei der Anwendung von Dramatischem Gestalten im Fach Deutsch bezogen auf die Kernbereiche des Deutschunterrichts darstellen und die Wirksamkeit diskutieren. Die Zielsetzungen sollen mit denen des Fachs Darstellendes Spiel verglichen werden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede sollen aufgezeigt werden. Dabei sollen zuvor die entwicklungspsychologischen und lerntheoretischen Voraussetzungen für Dramatisches Gestalten dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung..........Seite 1
1. Entwicklungspsychologische und pädagogische Grundlagen..........Seite 5
1.1. Funktion und Entwicklung des Spielens..........Seite 5
1.2. Das Rollenspiel bei Vorschulkindern..........Seite 8
1.3. Spiel als natürliches Lernen..........Seite 10
1.4. Spiel als ganzheitliches Lernen..........Seite 12
1.5. Spiel als handelndes Lernen..........Seite 14
2. Dramatisches Gestalten in der Schule..........Seite 16
2.1. Personale Kompetenzen..........Seite 16
2.2. Soziale Kompetenzen..........Seite 19
2.3. Individuelle Förderung..........Seite 21
2.4. Kritische Medienkompetenz..........Seite 26
2.5. Methode versus Gegenstand..........Seite 29
2.6. Vorgehen im Unterricht..........Seite 31
3. Dramatisches Gestalten und die Ziele des Deutschunterrichts..........Seite 32
3.1. Deutsch versus Darstellendes Spiel..........Seite 34
3.2. Sprechen und Zuhören..........Seite 40
3.3. Lesen..........Seite 45
3.4. Schreiben..........Seite 47
3.5. Sprachreflexion..........Seite 50
Fazit..........Seite 51
Literaturverzeichnis..........Seite 55
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Entwicklungspsychologische und pädagogische Grundlagen
1.1. Funktion und Entwicklung des Spielens
1.2. Das Rollenspiel bei Vorschulkindern
1.3. Spiel als natürliches Lernen
1.4. Spiel als ganzheitliches Lernen
1.5. Spiel als handelndes Lernen
2. Dramatisches Gestalten in der Schule
2.1. Personale Kompetenzen
2.2. Soziale Kompetenzen
2.3. Individuelle Förderung
2.4. Kritische Medienkompetenz
2.5. Methode versus Gegenstand
2.6. Vorgehen im Unterricht
3. Dramatisches Gestalten und die Ziele des Deutschunterrichts
3.1. Deutsch versus Darstellendes Spiel
3.2. Sprechen und Zuhören
3.3. Lesen
3.4. Schreiben
3.5. Sprachreflexion
Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die aktuelle Bedeutung und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von dramatischem Gestalten im Deutschunterricht der Berliner Grundschule, mit dem Ziel, dessen Wirksamkeit und methodische Einbettung kritisch zu beleuchten und mit den Zielen des Faches Darstellendes Spiel zu vergleichen.
- Grundlagen des kindlichen Spiels und dessen entwicklungspsychologische Bedeutung.
- Förderung personaler, sozialer und medialer Kompetenzen durch szenische Verfahren.
- Integration von dramatischem Gestalten in die Kernbereiche des Deutschunterrichts (Sprechen, Zuhören, Lesen, Schreiben, Sprachreflexion).
- Vergleich zwischen der methodischen Nutzung im Deutschunterricht und dem eigenständigen Schulfach Darstellendes Spiel.
Auszug aus dem Buch
1.1. Funktion und Entwicklung des Spielens
Spielen ist „die Aktivität, die beim Kind unter sechs Jahren den größten Raum einnimmt.“ (Oerther 1970, S. 179) Huizinga beschreibt es als "eine Handlung, die innerhalb gewisser Grenzen von Zeit, Raum und Sinn verläuft, in einer sichtbaren Ordnung, nach freiwillig angenommenen Regeln, außerhalb der Sphäre materieller Nützlichkeit oder Notwendigkeit.“ (Huizinga 1987, S. 146) Liebau spricht beim Spielen von “einer anthropologisch und kulturell fundamentalen Dimension menschlicher Existenz.“ (Liebau 2008, S. 22)
Ganz allgemein stellt das Spielen bei Kindern eine Auseinandersetzung mit der Umwelt dar und ist eine kindliche Methode des Lernens und somit der kognitiven Entwicklung. Schenk-Danziger befindet, dass „eine Reihe von kognitiven, motorischen, sensomotorischen und sozialen Lernprozessen überhaupt nur durch das Spiel nachvollzogen werden können.“ (Schenk-Danziger 1983, S. 383) Hüttenhofer beschreibt es als „wahrhaft kindgemäßes Lernen“ (Hüttenhofer 2008, S. 152) und benennt folgende Aspekte des Spiels mit Bedeutung für die kindliche Entwicklung:
- Die Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Beispiel Ausdauer, Konzentration, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl bzw. Selbstkonzept
- die Entwicklung der sozialen und affektiven Kräfte
- die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten, des Denkens und Wahrnehmens
- die Entwicklung der Sprache
- die Entwicklung der körperlichen und motorischen Fähigkeiten.“ (ebd.)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor erläutert sein Interesse am dramatischen Gestalten im Deutschunterricht und begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts veralteter Literatur und der zunehmenden Etablierung des Faches Darstellendes Spiel.
1. Entwicklungspsychologische und pädagogische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet das dramatische Gestalten im kindlichen Spielverhalten und diskutiert Spiel als natürliches, ganzheitliches und handelndes Lernen.
2. Dramatisches Gestalten in der Schule: Der Fokus liegt hier auf dem Beitrag des dramatischen Gestaltens zur Ausbildung überfachlicher Kompetenzen, wie personaler und sozialer Stärken sowie kritischer Medienkompetenz.
3. Dramatisches Gestalten und die Ziele des Deutschunterrichts: Das Kapitel analysiert die Integration szenischer Methoden in die Kernbereiche des Deutschunterrichts und vergleicht diese mit den Zielsetzungen des Faches Darstellendes Spiel.
Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass dramatisches Gestalten eine wertvolle Methode im Deutschunterricht darstellt, die insbesondere durch ihren ganzheitlichen und handlungsorientierten Charakter überzeugt.
Schlüsselwörter
Dramatisches Gestalten, Deutschunterricht, Grundschule, Rollenspiel, Szenisches Spiel, Kindgemäßes Lernen, Ganzheitliches Lernen, Handlungsorientierter Unterricht, Sprachliche Kompetenz, Soziale Kompetenz, Medienkompetenz, Darstellendes Spiel, Kreatives Schreiben, Sprachreflexion, Persönlichkeitsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wirksamkeit von dramatischem Gestalten als Unterrichtsmethode im Fach Deutsch in der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die entwicklungspsychologischen Grundlagen des Spiels, die Förderung personaler und sozialer Kompetenzen sowie die Integration szenischer Arbeit in die Kernbereiche des Deutschunterrichts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, aktuelle Anwendungsmöglichkeiten des dramatischen Gestaltens zu identifizieren und den Nutzen der Methode im Vergleich zum Schulfach Darstellendes Spiel für den Deutschunterricht zu bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die pädagogische und lernpsychologische Theorien heranzieht, um die Praxis des szenischen Arbeitens im Unterricht zu begründen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Bedeutung des kindlichen Spiels, den Erwerb überfachlicher Kompetenzen durch dramatisches Gestalten sowie dessen gezielten Einsatz zur Förderung sprachlicher Fertigkeiten und der kritischen Medienkompetenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind dramatisches Gestalten, handlungsorientierter Unterricht, Deutschunterricht, kindgemäßes Lernen und soziale Kompetenzförderung.
Wie unterscheidet sich der Deutschunterricht vom Fach Darstellendes Spiel?
Der Deutschunterricht nutzt dramatisches Gestalten primär als Methode zur Erreichung sprachlicher Lernziele, während das Fach Darstellendes Spiel eine ästhetische Ausrichtung hat und theaterästhetische Handlungskompetenz fokussiert.
Warum ist dramatisches Gestalten besonders für Grundschüler geeignet?
Es entspricht dem kindlichen Bedürfnis nach natürlichem, ganzheitlichem und handelndem Lernen, was besonders für Kinder in einem kognitiven Entwicklungsstadium wichtig ist, das stark auf konkrete Anschauung setzt.
- Quote paper
- Dirk Kranz (Author), 2011, Möglichkeiten und Voraussetzungen für Dramatisches Gestalten im Deutschunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172170