Diese Arbeit untersucht die Veränderung der Ernährungstherapie im Kontext der Digitalisierung. Es wurde festgestellt, dass das deutsche Gesundheitswesen in Bezug auf die digitale Umsetzung Defizite aufweist. Vor diesem Hintergrund wird ein digitales Geschäftsmodell entwickelt, das die Ernährungstherapie langfristig zukunftsfähig ausrichtet. Die Analyse zeigt, dass das bestehende Geschäftsmodell der Ernährungstherapie primär personenbezogen, lokal verankert und zeitgebunden ist und dadurch nur begrenzte Skalierungspotenziale ausweist. Eine strategische Neuausrichtung erscheint daher erforderlich. Aufbauend auf der systematischen Untersuchung wird das Zukunftsmodell „Digital Health 2030“ konzipiert. Dieses Modell beschreibt den Wandel von einer episodischen Beratungsleistung hin zu einem kontinuierlichen, datenbasierten Gesundheitsservice. Im Zentrum steht eine hybride Wertschöpfungsarchitektur, die menschliche Expertise mit digitalen Technologien integriert. Die Arbeit verdeutlicht, dass diese Entwicklung eine grundlegende Reorganisation der Geschäftslogik darstellt. Durch die gezielte Integration technologischer Lösungen lassen sich sowohl die Versorgungsqualität steigern als auch neue wirtschaftliche Skalierungspotenziale erschließen.
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- Michaela Riegg (Author), 2026, Digital Health 2030. Digitale Geschäftsmodelle und Zukunftsfähigkeit am Beispiel der Ernährungstherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1722144