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Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen System

Título: Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz

Tesis (Bachelor) , 2011 , 44 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christin Barz (Autor)

Economía - Economía de la salud
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Um der Risikoselektion in den Krankenkassen entgegenwirken zu können, wird ein Ausgleichssystem zwischen den einzelnen Versicherern, der sognannte Risikoausgleich (RA), eingesetzt, dessen Ausgestaltung oft im Mittelpunkt politischer Diskussionen steht.
In dieser Arbeit wird der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz und dessen Entwicklung betrachtet, um im Anschluss Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen Risikostrukturausgleich (RSA), das Pedant zum Risikoausgleich der Schweiz, herausstellen zu können.
Einen Überblick über die Krankenversicherung der Schweiz erhält man zunächst im 2. Kapitel. Dabei wird insbesondere auf die obligatorische Krankenpflegeversiche-rung (OKP) und deren Finanzierung eingegangen. Zudem wird kurz die Möglichkeit der Zusatzversicherungen angesprochen und die schweizer Kassenlandschaft beleuchtet.
Das 3. Kapitel geht ganz allgemein darauf ein, wozu man in einem solidarischen System der Krankenkassenfinanzierung mit Einheitsprämien einen Risikoausgleich benötigt und stellt dessen große Bedeutung heraus.
Um dann im 4. Kapitel explizit auf den Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz einzugehen. Nach einem kurzen Abschnitt über die Einführung des Risikoausgleichs, geht dieses Kapitel mit Schwerpunkt auf den Status Quo des schweizer RA ein, einem demografischen Risikoausgleich, und ergründet zudem, warum er dringend verbessert werden muss. Die Regierung hat eine Reform des Risikoausgleichs beschlossen. Im Weiteren wird der nun ab 2012 gültige Risikoausgleich beleuchtet, der unter anderem um den Faktor „Vorjahreshospitalisierung von mehr als 3 Tagen“ erweitert wird. Da auch der reformierte RA nicht das Opti-mum darstellt, werden im weiteren Verlauf Ausgestaltungsmöglichkeiten betrachtet, die für die Reform 2012 verworfen wurden, jedoch zukünftig in Frage kommen könnten.
Das 5. Kapitel gibt zunächst einen kurzen Abriss über die gesetzliche Krankenver-sicherung Deutschlands. Weiterhin wird die Ausgestaltung des Risikostrukturausgleichs Deutschlands erläutert.
Das 6. Kapitel stellt schließlich Gemeinsamkeiten und Unterschiede des schweizer und des deutschen Risikoausgleichs heraus. Im Schwerpunkt wird hier der ab 2012 geltende Risikoausgleich der Schweiz mit dem morbiditätsorientierten Risikostruk-turausgleich Deutschlands verglichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das System der Krankenversicherung der Schweiz

2.1. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung

2.2. Die Finanzierung und das Leistungsangebot der OKP

2.3. Die Zusatzversicherung

2.4. Übersicht über die Versicherungslandschaft der Schweiz

3. Wozu benötigt man einen Risikoausgleich?

4. Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz

4.1. Die Einführung des Risikoausgleiches

4.2. Status Quo

4.3. Die Problematik in der derzeitigen Ausgestaltung des Risikoausgleichs

4.4. Der reformierte Risikoausgleich ab 2012

4.5. Zukünftige Entwicklungstendenzen

5. Der Risikostrukturausgleich in der deutschen Krankenversicherung

5.1. Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland

5.2. Die Ausgestaltung des Risikostrukturausgleichs in Deutschland

6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Risikoausgleichs der Schweiz zum deutschen Risikostrukturausgleich

7. Können beide Länder voneinander lernen?

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Bachelor-Arbeit untersucht den Risikoausgleich (RA) in der schweizerischen obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) sowie dessen Weiterentwicklung, um diesen mit dem Risikostrukturausgleich (RSA) der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu vergleichen und Potenziale für einen gegenseitigen Lernaustausch aufzuzeigen.

  • Grundlagen des schweizerischen Gesundheitssystems und der OKP
  • Notwendigkeit und ökonomische Hintergründe eines Risikoausgleichs
  • Analyse der Schweizer RA-Systematik (Status Quo und Reform 2012)
  • Struktur und Funktionsweise des deutschen Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA)
  • Komparative Gegenüberstellung beider Systeme hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Differenzen

Auszug aus dem Buch

4.3. Die Problematik in der derzeitigen Ausgestaltung des Risikoausgleichs

Die derzeitige Ausgestaltung des Ausgleichs ist einfach und transparent und zudem in der Politik weitgehend akzeptiert. Auch die administrative Abwicklung hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten eingespielt.

Beck et al. kommen in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass bei einem Risikoausgleich mit den Faktoren Alter und Geschlecht 40 Prozent aller Versicherten zu lukrativen Risiken werden und 18 Prozent grundsätzlich unerwünscht bleiben. Die positive Selektion schafft dabei einen Spielraum für eine Prämiensenkung um bis zu 40 Prozent, während der Prämienteffekt der negativen Selektion bei 26 Prozent liegt.

Wenn man diese Resultate mit denen in einem Markt ohne Risikoausgleich vergleicht (siehe dazu Kapitel 3, Seite 9), lässt sich ein Effekt auf die Risikoselektion erkennen, der jedoch bei Weitem nicht ausreichend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der steigenden Gesundheitskosten in der Schweiz und die Notwendigkeit, den Risikoausgleich zur Vermeidung von Risikoselektion zu untersuchen.

2. Das System der Krankenversicherung der Schweiz: Überblick über die obligatorische Krankenpflegeversicherung, deren Finanzierung und die Rolle der Zusatzversicherungen.

3. Wozu benötigt man einen Risikoausgleich?: Analyse der ökonomischen Notwendigkeit eines Ausgleichsmechanismus in einem System mit Einheitsprämien, um den Wettbewerb zu stabilisieren.

4. Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz: Detaillierte Betrachtung des demografischen Risikoausgleichs, seiner Defizite und der ab 2012 geltenden Reformen.

5. Der Risikostrukturausgleich in der deutschen Krankenversicherung: Darstellung des deutschen Gesundheitssystems und des dort implementierten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs.

6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Risikoausgleichs der Schweiz zum deutschen Risikostrukturausgleich: Systematischer Vergleich beider Ausgleichsmodelle hinsichtlich Effizienz, Anreizen und administrativer Komplexität.

7. Können beide Länder voneinander lernen?: Diskussion über die Übertragbarkeit von Lösungsansätzen zwischen der Schweiz und Deutschland.

8. Schlussbetrachtung: Fazit und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Risikoausgleichsmechanismen in beiden Ländern.

Schlüsselwörter

Risikoausgleich, Risikostrukturausgleich, Krankenversicherung, Risikoselektion, Gesundheitsökonomik, obligatorische Krankenpflegeversicherung, Morbi-RSA, Solidaritätsprinzip, Managed Care, Gesundheitsreform, Prämien, Morbidität, Diagnosedaten, Wettbewerb, Schweiz, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Risikoausgleich zwischen Krankenversicherern in der Schweiz und vergleicht diesen mit dem deutschen Risikostrukturausgleich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Mechanismen zur Vermeidung von Risikoselektion, die Auswirkung demografischer vs. morbiditätsorientierter Faktoren auf Prämien sowie der systemische Vergleich zwischen Schweiz und Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des schweizerischen Risikoausgleichs zu evaluieren und aufzuzeigen, inwieweit Lehren aus dem deutschen System für die schweizerische Gesundheitspolitik relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, dem Studium von Gesetzesgrundlagen und dem Vergleich ökonomischer Evaluationsstudien beider Ländersysteme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Einführung und Probleme des schweizerischen Risikoausgleichs, die Reform 2012, die Grundlagen des deutschen Morbi-RSA und führt eine komparative Analyse beider Systeme durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Risikoausgleich, Risikoselektion, obligatorische Krankenpflegeversicherung, Morbi-RSA und Solidaritätsprinzip.

Wie unterscheidet sich der schweizerische Ansatz vom deutschen?

Während die Schweiz primär einen demografischen, kantonal organisierten Risikoausgleich nutzt, setzt Deutschland auf einen bundeseinheitlichen, morbiditätsorientierten Ausgleich, der Diagnosedaten stärker gewichtet.

Was ist die Rolle von „Kassenkonglomeraten“ in der Schweiz?

Kassenkonglomerate erlauben Versicherern durch Tochtergesellschaften eine indirekte Risikoselektion, um sich dem Effekt des Risikoausgleichs teilweise zu entziehen und so Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Warum wird die Hospitalisierung im Vorjahr als Faktor für den Schweizer RA gewählt?

Sie dient als einfacher, datentechnisch bereits verfügbarer Indikator, um die Morbidität der Versicherten besser abzubilden, ohne den administrativen Aufwand massiv zu erhöhen.

Was wird an der Übertragbarkeit des deutschen Modells kritisiert?

Kritiker führen die hohe Komplexität, den enormen Verwaltungsaufwand und die Manipulationsanfälligkeit des deutschen Modells ins Feld, die ein Kosten-Nutzen-Verhältnis infrage stellen könnten.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz
Subtítulo
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen System
Universidad
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Management öffentlicher Aufgaben Betriebswirtschaftslehre des öffentlichen Bereichs und Gesundheitswesen)
Calificación
1,0
Autor
Christin Barz (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
44
No. de catálogo
V172237
ISBN (Ebook)
9783640920488
ISBN (Libro)
9783640920389
Idioma
Alemán
Etiqueta
Risikoausgleich Risikostrukturausgleich obligatorische Krankenpflegeversicherung gesetzliche Krankenversicherung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christin Barz (Autor), 2011, Der Risikoausgleich in der Krankenversicherung der Schweiz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172237
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