Mehr Anreiz? Mehr Beitrag?- Ein Gewichtungsversuch der Barnard-Simonschen Theorie vom organisationellen Gleichgewicht


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
12 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

GLIEDERUNG:

1 Hinleitung

2 Grundlagen

3 Hauptteil

4 Abschluss, Ausblick

5 Literaturverzeichnis

1 Hinleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Hauptteil mit der „Barnard- Simonschen Theorie vom organisationellen Gleichgewicht“.

Dahinführend benötigt es zunächst der grundlegenden bzw. definitorischen Annäherung und Klärung von verwendeten zentralen Begriffen. Im zweiten Kapitel werden diese Grundlagen geleistet. Für eine spätere detailliertere Auseinandersetzung mit dem Thema bildet das Kapitel II. die Basis für Verständnis und somit einen unentbehrlichen Teil dieser Ausarbeitung.

Vorangehend wird sich dem Begriff der Organisation per se gewidmet. Was sind Organisationen und wodurch charakterisieren sich Organisationen? Welche unterschiedlichen Ansichten bzw. Definitionsversuche existieren, wie lässt sich der Begriff der Organisation inhaltlich bestimmen?

Die Organisation wird als ein Teil der Gesellschaft beschrieben und nach Parsons werden sowohl die Erwartungen der Gesellschaft an das „soziale Subsystem Organisation“ als auch umgekehrt deren Leistungen und Funktion kurz dargestellt. Mit den Worten Blaus wird dann versucht, den Unterschied zwischen natürlichen Organisationen und rationalen Organisationen deutlich zu machen. Im Verlauf der Annäherung an den Begriff entstehen weitere Fragestellungen. Wer ist Beteiligter von Organisationen und inwieweit involvieren bzw. bringen sich Organisationsmitglieder ein? Welche Teile sind es, die eine Beteiligung ausmachen? Welchen Stellenwert in dem Zusammenhang dieser Betrachtung haben die Ziele einer Organisation bzw. deren Mitglieder ?

Das dritte Kapitel setzt an dieser Stelle an und greift dann den Zusammenhang zwischen Zielen der Organisation und den Beiträgen der Mitglieder zur Erreichung dieser Ziele auf und versucht diesen nach Simon und Barnard gleichgewichtigen organisationellen Zusammenhang „zu gewichten“. Diese Arbeit beschäftigt sich im Hauptteil allerdings andersherum formuliert auch „nur“ mit den Ansichten Barnards und Simons und lässt weitere Theorien oder Thesen anderer Schreibender weitgehend außer Betracht. Es können und wollen in diesem Rahmen keine grundlagentheoretischen Zusammenhänge oder Unterschiede anderer Organisationstheorien untereinander behandelt werden. Eine historische Einordnung, d.h. die Akkumulation wesentlicher organisationstheoretischer „Meilensteine“ muss ebenfalls an anderer Stelle geleistet werden. Weiter stellt diese Arbeit auch nicht den Anspruch an sich, dass es die Thesen und Theorien Barnards und Simons in seiner Vollständigkeit erfassen oder wiedergeben kann, vielmehr soll auszugsweise themenrelevantes Material der beiden Autoren sozusagen auf die Fragestellung zweckgerichtet angewandt werden. Diese Arbeit will sich also mit den für die Fragestellung relevanten organisationstheoretischen Überlegungen von Chester Barnard und Herbert A. Simon beschäftigen. Die Auseinandersetzung mit den hierfür interessanten systemtheoretischen Ansichten, Thesen und Theorie der Vertreter/ Begründer des Anreiz- Beitrags-Modells stehen im Mittelpunkt des dritten Kapitels und Hauptteils. Im vierten und inhaltlich letzten Kapitel ( Kapitel V. Inhaltsverzeichnis ) steht eine abschließende Behandlung des Hauptthemas an. Sowohl der Versuch eines Resümees der Bedeutung der Gewichtung des Anreiz/ Beitrags- Modells , als auch mögliche weiterführende Fragestellungen in Bezug auf dieses Modell werden angesprochen.

2 Grundlagen

Organisationen- Fragestellungen, Definitionen und Theorie

Um sich später der genaueren Betrachtung des Barnard- Simonschen Wirkungsverhältnisses von Anreiz und Leistung innerhalb von Organisationen widmen zu können, ist es an dieser Stelle zunächst unumgehbar, sich dem Organisationsbegriff zunächst grundlegend zu nähern. Der Versuch einer definitorischen Festlegung steht daher nun im Vordergrund. Was ist eine „Organisation“? Wie charakterisiert sie sich und wie könnte man sie sowohl inhaltlich, als auch strukturell erfassen?

Die Definitionsversuche in der neueren ( und auch älteren ) Literatur sind vielfältig und teilweise auch kontrovers. Der Versuch das „Phänomen Organisation“ in einer Definition begreifen zu wollen wird seiner Komplexität selten gerecht, da man es unter anderem aus vielen verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln betrachten könnte.

Ein soziologischer Blick auf das soziale System „Organisation“ würde ganz andere Ergebnisse und Schwerpunkte liefern, als beispielsweise ein Psychologischer oder Ökonomischer.

Ferner „[..] gibt es bis heute keine als „herrschende Lehre“ anerkannte, in sich abgerundete Organisationstheorie, die das Gesamtphänomen in allen Aspekten konzeptualisiert und ein geschlossenes, auf Axiomen basierendes System wechselseitig miteinander verbundener und operationalisierbarer Aussagen darstellt.“ ( Girschner S.16 )

Dennoch soll versucht werden, den Begriff „Organisation“ anhand von mehreren Aussagen darzustellen und in seiner Bedeutung einzurahmen.

Im Blickpunkt steht in dieser Ausarbeitung die soziologische Sicht und in diesem Zusammenhang daher zunächst das zugrundegelegte gesellschaftliche Verständnis von Organisationen.

„Organisationen sind in der Gesellschaft, sind ein Teil der Gesellschaft, sind eine besondere Form der Koordination und Zurichtung gesellschaftlicher Aktivitäten, [...] werden von ihrer gesellschaftlichen Umgebung gefördert und beeinträchtigt, üben andererseits einen enormen Einfluss auf den Zustand und die Entwicklung der Gesellschaft aus.“ ( Ortmann/ Sydow/ Türk S. 16 ) Hier wird insbesondere betont, dass Organisationen sowohl ein Teil der Gesellschaft als Ganzes sind, aber auch davon „abgegrenzt“ ihr eigenes soziales „Teilsystem“ darstellen, für das mithin eigene Charakteristika eine Rolle spielen müssen.

Eine Organisation kann in diesem Sinne als ein von der Gesellschaft differenziertes, in die Gesellschaft integriertes, soziales Teilsystem verstanden werden.

Talcott Parsons versteht das soziale System Organisation in diesem Zusammenhang als ein sich durch die gesellschaftlichen Funktionen legitimierendes Subsystem der Gesamtgesellschaft. Gleichzeitig ist es andererseits in sich und von seiner internen Orientierung her auf die gesamtgesellschaftlichen Interessen ausgerichtet und will sozusagen

Hand in Hand wirken mit den übergeordneten Zielen.

An deren Effizienz lassen sich wiederum der organisationsbezogene Stellenwert gesellschaftlicher Anerkennung, ihr Wert oder die Förderungsbereitschaft von ausserhalb ( Spenden, Subventionen, ... ) manifestieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Mehr Anreiz? Mehr Beitrag?- Ein Gewichtungsversuch der Barnard-Simonschen Theorie vom organisationellen Gleichgewicht
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Pädagogische Psychologie)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,8
Autor
Jahr
2003
Seiten
12
Katalognummer
V17225
ISBN (eBook)
9783638218474
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mehr, Anreiz, Beitrag, Gewichtungsversuch, Barnard-Simonschen, Theorie, Gleichgewicht, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Christoph Fox (Autor), 2003, Mehr Anreiz? Mehr Beitrag?- Ein Gewichtungsversuch der Barnard-Simonschen Theorie vom organisationellen Gleichgewicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17225

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