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Chance und Herausforderung gleichermaßen: Der Flow-Effekt am Arbeitsplatz

Titre: Chance und Herausforderung gleichermaßen: Der Flow-Effekt am Arbeitsplatz

Élaboration , 2009 , 51 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Kerstin Krüger-Meinz (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Das Thema (Arbeits-)Motivation begleitet mich in der Praxis seit einer Vielzahl von Jahren in unterschiedlichsten Zusammenhängen. Konnte ich anfangs beobachten, wie meine Kinder hochmotiviert den ersten Schultag erwarteten und die ersten Schulwochen und –jahre meisterten, stellte ich bald fest, dass sich die Schuljahre der höheren Klassen eher durch Demotivation auszeichneten. Ähnlich ging es mir als junge Berufseinsteigerin und in Folge immer wieder nach einigen Jahren im gleichen Job: Die ersten Monate der neuen Aufgabe waren herausfordernd und spannend, gepaart mit Übernahme von Verantwortung und Führungsaufgaben und schneller als gedacht, stellte sich der Berufsalltag mit seiner Routine ein. Es war eine Frage der Zeit, bis sich erste Anzeichen von Unzufriedenheit breit machten. Die Lösung lag jeweils in der Übernahme von noch mehr Verantwortung oder Sonderprojekten, in der Suche nach neuen Ausbildungs- oder Qualifizierungsfeldern oder endete im Jobwechsel. Dabei war für mich nicht die Höhe des Gehaltes vordergründig, sondern Reiz und Motivation lagen bei jedem Wechsel in der neuen Aufgabenstellung, einer neu zu erkundenden Branche, einer bisher unbekannten Zielgruppe oder der besonderen Unternehmenskultur. Dieses Verhaltensphänomen stellte ich ebenfalls bei Kollegen/innen und Mitarbeiter/innen, aber auch bei Studenten/innen im Verlauf ihres Studiums fest und machte mich sensibel für Erkenntnisse der Motivationspsychologie und deren Anwendung im Studien- oder Berufsalltag. Eine wesentliche Rolle schien dabei extrinsische und intrinsische Motivation zu spielen, der ich unbedingt nachgehen wollte. Als ich im Herbst 2008 zufällig einen Artikel >Der fließende Weg zum Glück. Ich liebe meinen Job< in der 04/08-Ausgabe von „emotion, women at work° (Imre, 2008) las, wurde für mich klar, dass es mit Flow einen Zustand zu geben scheint, der die ganze Konzentration auf eine Tätigkeit lenkt und in dem es gelingt, in einer Tätigkeit voll und ganz aufzugehen. Der dabei entstehende Effekt: Dieser Zustand macht glücklich und motiviert. Das, was in diesem Artikel beschrieben wurde, hörte sich zum einen nach einer Lösung für mein Problem, was ich selbst über Jahre hatte, an und begeisterte mich zum anderen, weil ich, in der Zwischenzeit auf Unternehmensseite stehend, wusste, dass Mitarbeiter/innen nur dann kontinuierlich gute Leistungen und Arbeitsergebnisse erbringen können, wenn sie motiviert an ihren Aufgaben arbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einleitung

3 Gesellschaftlicher Wandel

4 Arbeitswelt und Arbeitsplatz

5 Motivationstheoretische Hintergründe

5.1 Motiv und Anreiz

5.2 Motivation

5.3 Extrinsische vs. intrinsische Motivation

5.4 Motivationstheorien

5.4.1 Das Modell von MASLOW

5.4.2 Die ERG-Theorie von ALDERFER

5.4.3 Die Zwei-Faktoren-Theorie von HERZBERG (MAUSNER, SYNDERMAN)

5.4.4 Die Selbstbestimmungstheorie nach DECI und RYAN

6 Flow- Phänomen

6.1 Flow

6.2 Entstehung von Flow

6.3 Flow-Erleben als phänomenologischer Ansatz

6.4 Flow-Konzept und Komponenten

6.5 Methoden zur Flow-Erfassung

6.6 Flow-Anwendung

7 Flow im Arbeitsleben

7.1 Ein Szenario

7.2 Das Job Characteristics Modell (JCM)

7.2.1 Core Job Dimensions/ Kerndimensionen der Arbeit

7.2.2 Motivationspotenziale der Arbeit

7.2.3 Psychologische Erlebniszustände/Critical psychological states)

7.2.4 Auswirkungen der Arbeit/Personal and work outcomes

7.2.5 Moderationsvariablen

7.2.6 Verknüpfung der Modelle

7.3 Erweiterung des Job Characteristics Modells

7.4 Flow in der Praxis

7.4.1 Paradoxon der Arbeit

7.4.2 Flow und Unternehmen

7.4.3 Flow und Arbeitnehmer/innen

7.5 Kritische Betrachtungen

8 Zusammenfassung/Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Klärung der theoretischen Hintergründe des "Flow-Effekts" und dessen praktischer Anwendbarkeit zur Förderung intrinsischer Arbeitsmotivation in modernen Unternehmen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie flow-förderliche Bedingungen unter den komplexen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt gestaltet werden können.

  • Grundlagen der Motivationspsychologie und relevante Theorien.
  • Phänomenologie und Entstehung des Flow-Zustands.
  • Analyse und Erweiterung des Job Characteristics Modells (JCM) zur praktischen Umsetzung.
  • Herausforderungen und Paradoxa der Arbeit in der modernen Wissensgesellschaft.
  • Strategien für Unternehmen und Mitarbeiter zur Förderung positiver Arbeitserlebnisse.

Auszug aus dem Buch

(B) Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Fähigkeiten

Damit das Gleichgewicht zwischen der wahrgenommenen Herausforderung einer Tätigkeit und den subjektiven Fähigkeiten auch zu Flow führen kann, muss die tätige Person die Herausforderung wahrnehmen. Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Tätigkeit zum Flow-Erleben führt, sondern sie stellt in gewissem Maße nur die Herausforderung dar und diese muss „im Bereich der Leistungsfähigkeit des Ausführenden liegen“ (Csikszentmihalyi 1991, S. 62). Das wiederum ist dann gegeben, wenn wahrgenommene Herausforderung und wahrgenommene Tätigkeit im Gleichgewicht liegen und wird von einer Person subjektiv empfunden, wenn sie sich den gestellten Anforderungen gewachsen fühlt.

CSIKSZENTMIHALYI stellt in seinem Flow-Kanal (Abb.2) grafisch dar, dass Flow genau dann entsteht, wenn Herausforderungen bzw. Möglichkeiten der Situation mit den Fähigkeiten der Person in ausgewogener Relation zueinander stehen (Passung). Das Erlebnis ist dann autotelisch.

Schätzt eine Person die Herausforderung als so schwierig ein, dass sie ihre Fähigkeiten übersteigt (Überforderung) wird die daraus resultierende Spannung als Angst erlebt – bei höher liegendem Fähigkeitsniveau, das aber noch nicht auf Höhe der Herausforderung liegt, wird die Situation mit Sorge betrachtet. Übersteigen andererseits die Fähigkeiten die Herausforderungen (Unterforderung), tritt Langeweile auf und bei zu großer Diskrepanz, Angst. In beiden Fällen ist damit zu rechnen, dass „die Aufmerksamkeit von der anstehenden Aufgabe abgezogen“ wird und Flow nicht entstehen kann (Csikszentmihalyi 2004, S. 64).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Autorin reflektiert ihre langjährige praktische Erfahrung mit Arbeitsmotivation und die Motivation zur Auseinandersetzung mit dem Flow-Konzept.

2 Einleitung: Einführung in die Problematik negativer Emotionen am Arbeitsplatz und die Notwendigkeit von Ansätzen zur Förderung intrinsischer Arbeitsmotivation.

3 Gesellschaftlicher Wandel: Überblick über technologische und soziologische Trends, die zu einer Diskontinuität in klassischen Erwerbsbiografien führen.

4 Arbeitswelt und Arbeitsplatz: Analyse der veränderten Arbeitsbedingungen, wie zunehmender Leistungsdruck und Entgrenzung, sowie deren Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden.

5 Motivationstheoretische Hintergründe: Theoretische Herleitung von Motivation, ausgehend von Motiv und Anreiz bis hin zu bedeutenden Motivationstheorien wie Maslow und Deci/Ryan.

6 Flow- Phänomen: Detaillierte Betrachtung des Flow-Konzepts, seiner Entstehung, Komponenten sowie Methoden zur wissenschaftlichen Erfassung.

7 Flow im Arbeitsleben: Anwendung des Flow-Konzepts auf den Arbeitsplatz, inklusive der Erweiterung des Job Characteristics Modells und praktischer Handlungsempfehlungen.

8 Zusammenfassung/Fazit/Ausblick: Abschließende Würdigung der Chancen von Flow als Ressource im Arbeitsleben sowie ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Arbeitsmotivation, intrinsische Motivation, Flow-Erleben, Flow-Phänomen, Job Characteristics Modell, Arbeitszufriedenheit, Persönlichkeitsentwicklung, Arbeitsgestaltung, autotelische Persönlichkeit, Kompetenzerwerb, psychische Gesundheit, Mitarbeiterbindung, Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Arbeitsklima.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das "Flow-Phänomen" als Form höchster intrinsischer Motivation und analysiert, wie diese Erkenntnisse theoretisch fundiert und praktisch auf die moderne Arbeitswelt übertragen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Motivationspsychologie, Arbeitsgestaltung unter Berücksichtigung von psychischen Anforderungen sowie die Integration von Flow-Komponenten in bestehende Organisationsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe des Flow-Konzepts zu klären und ein Konzept zur Gestaltung motivierender Arbeitsbedingungen für Unternehmen und Mitarbeiter zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche bestehender psychologischer Theorien (wie das JCM von Hackman/Oldham) sowie die phänomenologische Untersuchung des Flow-Konzepts nach Csikszentmihalyi.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die psychologischen Hintergründe der Motivation, definiert Flow detailliert durch seine Komponenten und stellt die Übertragung auf das Arbeitsleben durch ein erweitertes Job Characteristics Modell dar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Arbeitsmotivation, Flow-Erleben, Arbeitsgestaltung und psychologische Arbeitszufriedenheit charakterisiert.

Warum tritt das Paradoxon der Arbeit auf?

Das Paradoxon beschreibt den Umstand, dass Menschen zwar häufiger während der Arbeit in einen Flow-Zustand kommen als in der Freizeit, sie jedoch dennoch ihre Freizeit bevorzugen, was an sozialen Konventionen und den Pflichtcharakter der Arbeit geknüpft ist.

Wie kann ein Unternehmen Flow-Erleben aktiv fördern?

Unternehmen können Flow fördern, indem sie Arbeitsinhalte ganzheitlicher gestalten, klare Ziele vereinbaren, Autonomie gewähren und durch konstruktives Feedback die Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeiten der Mitarbeiter sicherstellen.

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Résumé des informations

Titre
Chance und Herausforderung gleichermaßen: Der Flow-Effekt am Arbeitsplatz
Université
Fernschule Akademie für ganzheitliche Lebens- und Heilweisen in Haan  (Akademie für ganzheitliche Lebens- und Heilweisen)
Cours
Geprüfte Psychologische Beraterin
Note
1,00
Auteur
Kerstin Krüger-Meinz (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
51
N° de catalogue
V172280
ISBN (ebook)
9783640921027
ISBN (Livre)
9783640921188
Langue
allemand
mots-clé
extrinsische intrinsische Motivation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Krüger-Meinz (Auteur), 2009, Chance und Herausforderung gleichermaßen: Der Flow-Effekt am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172280
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Extrait de  51  pages
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