Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken des Internets


Hausarbeit, 2009

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des Internets
2.1 Medienwissenschaftliche Anmerkung
2.2 Ein genialer Einfall - die sozialen Netzwerke
2.3 Wirtschaftliche Dimensionen und Einfluss
2.4 Falsches Wissen

3. Das Profil - dargestellte Selbstinszenierung
3.1 Mehr Sein als Schein
3.2 Psychologie des sozialen Netzwerks
3.3 Beziehungsmanagement
3.4 Einfacher Diskurs zur Lösung

4. Ein philosophischer Ansatz
4.1 Konstruierung einer Realität
4.2 Untrennbarer Wahrheitsgehalt
4.3 Moderne und Postmoderne

5. Die Cybergesellschaft
5.1 Die Herrschaftsform
5.2 Degeneration von Gesellschaft
5.3 Integration von Jugendlichen
5.4 Ganz reale Probleme

6. Fazit

7. Literatur

1. Einleitung

Der weltweite Internet-Aktionstag fand 2009 zum 6. Mal statt unter dem Motto:

Life online is what YOU make of IT

und befürwortet, allein mit diesem Motto unsere Vernetzung, und somit auch die der sozialen Netzwerke.

Die Gesellschaftsentwicklung ging von harter Arbeit, Sparsamkeit und Pflichterfüllung über zum Konsum, Genuss und der Selbstverwirklichung. Hier ist das menschliche Dilemma entstanden. Denn die Verwirklichung des Selbst impliziert die Darstellung, das Erscheinungsbild, und das Ich, die Identität.

Die Fragestellung, die in dieser Arbeit diskutiert werden soll ist:

Stellt das Internet eine Gefahr für den Menschen dar?

Im ersten Arbeitsschritt soll ein besseres Verständnis dafür vermittelt werden, was die sozialen Netzwerke im Internet sind und welche Macht und Einfluss sie auf die Gesellschaft und vor allem auf den Einzelnen haben.

Anschließend möchte ich den Fokus auf die Selbstdarstellung, deren gewollte Verzerrung und einen praktischen, aber nicht in kurzer Zeit durchführbaren, Lösungsansatz geben. Der philosophische Ansatz zeigt dem interessierten Leser die Internet bezogene Problematik und die Diskussionsnotwendigkeit dieser Themen auf. Der letzte Bearbeitungsschritt entfernt sich vom Selbst und geht hin zur neuen Form der Gesellschaft, die Cybergesellschaft im Diskurs von Moderne und Postmoderne. Um dieses Thema in seiner Aktualität zu behandeln benutze ich u. a. ausführliche Dossiers des Spiegels und Focus.

In der Fußnote verwende ich das Kürzel IA für Internetausdruck plus die entsprechende Seitenangabe.

2. Die Entwicklung des Internets

Zu Beginn des Internets wurde es von Militär und Wissenschaft zur schnelleren Kommunikation genutzt.

Dann zog es Einhalt in die Büros und Wohnstätten der Menschen. In Staaten wie den USA und Westeuropa sind inzwischen (2005) mehr als 50 % der Haushalte mit dem Internet verbunden. Die dauerhafte Nutzung benötigt jedoch eine hochtechnisierte und stabile Infrastruktur.

2.1 Medienwissenschaftliche Anmerkung

Nach Norbert Bolz, studierter Philosoph und Medienwissenschaftler an der TU Berlin, ist das Internet kein Massenmedium,1, da wir anonym agieren und eine eigenverantwortliche Auswahl treffen. Außerdem, im Gegensatz zum Massenmedium, das uns in der Wahlmöglichkeit einschränkt und die Auswahl auferlegt, hat das Internet nur die Möglichkeit des Werbens, um Aufmerksamkeit zu erlangen, keinerlei Druck bei der Auswahl selbst.

Das Internet hat es zur „Demokratisierung der Massenkommunikation“2 und der Wachstum sowie die Vernetzung und Integration des Einzelnen geht ungebrochen weiter. Schon Marx und Brecht halten die Massenkommunikation für das Zünglein an der Waage,3 keine isolierte Manipulation durch einen elitären Kreis sondern Millionen aktive Akteure und ein Mitmach-Prinzip, das an jeden gerichtet ist.

2.2 Ein genialer Einfall - die sozialen Netzwerke

Die erste Kommunikationsform für größere Massen im Internet ist wohl der Chat gewesen, der, m Gegensatz zu heute, noch sehr einfach dargestellt wurde.

Der User hatte eine Textzeile und konnte in Echtzeit Kurznachrichten senden.

Das Forum ist die nächste Neuerung gewesen. Fragen und Kommentare können für alle zugänglich hinterlassen werden. Dieses Format ist auch heute noch weit verbreitet. Nach dem Crash der New-Economy in den 1990er Jahren ist die Internetbranche stark wie nie. Neue, junge Unternehmer drängen sich auf den begehrten Internetmarkt und haben mit einer einfachen Erkenntnis und Schlussfolgerung das Internet und eine komplette Generation, wenn nicht sogar Gesellschaft, revolutioniert.

Die Erkenntnis war:

Nutzer sind aktiv und produzieren kostenlos, teures Gut - Inhalt (user generated content). Damit die User sich völlig verausgaben können kam die logische Schlussfolgerung: Social Networks.

Mit ihren Seiten für soziale Netzwerke, Videoportale und Partnersuche kreieren sie einen neuen Lebensstil, die Generation @4 ist geboren. Nun plaudern die Menschen, zeigen ihre Fotos oder Videos, preisen sich an, „verkaufen sich“ und ihre Ideen.

Die Neuerung ist, die Profilierung des Selbst in Text und Bild.

2.3 Wirtschaftliche Dimensionen und Einfluss

Der Internetmarkt ist hart umkämpft und die Riesen der Branche weisen gigantische Wachstumszahlen auf. Die Einnahmen fließen, da der Nutzer konsumiert und das Angebot ist unüberschaubar vielfältig.

Der Riese unter den Riesen ist mit Abstand „facebook.com mit über 175 Mio. Nutzern weltweit.“5 In Deutschland gibt es drei bedeutende Formate.

1. studivz.de/schülervz.de mit 6 Mio./5 Mio. Mitgliedern (Stand 2009)
2. wer-kennt-wen.de mit 5,5 Mio. Nutzern (Stand 2009)6
3. Xing.de, ein gewerbliches Netzwerk für Unternehmer, Selbststände usw., mit etwa 7 Mio. Mitgliedern.7

Die amerikanische Präsidentschaftswahl 2008 wurde mit Hilfe des Internets gewonnen. Barack Obama vernetzte sich mit über 5 Mio. Nutzern über facebook.com und rief noch am Wahltag dazu auf, das Alle wählen gehen sollen.8 Eventuell brachte das soziale Netzwerk den entscheidenden Vorteil und zeigt wie Einflussreich das Internet auf die Massen sein kann.

[...]


1 vgl. Der Spiegel 29/2006 S. 68; IA: S. 1/3

2 Der Spiegel 29/2006 S. 68; IA: S. 2/3

3 vgl. Der Spiegel 29/2006 S. 60; IA: S. 3/10

4 vgl. Der Spiegel 29/2006 S. 60; IA: S. 2/10

5 Der Spiegel 10/2009 S. 118; IA: S. 2/10

6 vgl. Der Spiegel 10/2009 S. 118; IA: S. 1/10

7 vgl. Der Spiegel 10/2009 S. 118; IA: S. 5/10

8 vgl. Der Spiegel 10/2009 S. 118; IA: S. 5/10

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken des Internets
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V172299
ISBN (eBook)
9783640921645
ISBN (Buch)
9783640921423
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstdarstellung, Cybergesellschaft, Internet, Netzwerk, soziale Netzwerke, Ich
Arbeit zitieren
Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Mano Anandason (Autor), 2009, Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken des Internets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172299

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