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Eine Annäherung an historische Diskursanalyse

Titre: Eine Annäherung an historische Diskursanalyse

Exposé (Elaboration) , 2009 , 6 Pages

Autor:in: Silvio Schwartz (Auteur)

Etudes de Genre
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Diskursgeschichte als Methode zur Analyse von Machtverhältnissen, Gesetzmäßigkeiten und Abhängigkeiten, die in personenübergreifenden Rede- und Textsystemen zum Ausdruck kommen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Begriffsbestimmungen

Diskurs

Diskursanalyse

Geschichte_n – Wissenschaften

historische Diskursanalyse / Diskursgeschichte

Verhältnis historische Diskursanalyse und deutsche Geschichtswissenschaft

Dimensionen historischer Diskursanalyse

Wissen

Macht

Subjekt(ivierung) und Regierung

Ausblick?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine fundierte Annäherung an die historische Diskursanalyse. Ziel ist es, die unterschiedlichen theoretischen Auffassungen und methodischen Zugänge aufzuzeigen, die Begriffe im geschichtswissenschaftlichen Kontext zu präzisieren und das Verhältnis zwischen diskursanalytischer Forschung und traditioneller Geschichtsschreibung zu reflektieren.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Diskurs und Diskursanalyse
  • Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen geschichtswissenschaftlichen Ansätzen
  • Methodische Dimensionen: Wissen, Macht und Subjektivierung
  • Die Rolle des "linguistic turn" in der Historie
  • Reflexion über die Möglichkeiten einer diskurstheoretisch fundierten Kulturgeschichte

Auszug aus dem Buch

historische Diskursanalyse / Diskursgeschichte

Peter Haslinger beschreibt Diskursgeschichte als Methode zur Analyse von Machtverhältnissen, Gesetzmäßigkeiten und Abhängigkeiten, die in personenübergreifenden Rede- und Textsystemen zum Ausdruck kommen. Sie könne verdeutlichen, wie Kommunikation zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, in einem bestimmten sozialen System strukturiert war und welche Denk und Handlungdispositionen für Einzelne und Gruppen damit verknüpft waren. Mit ihr könnten argumentative Zwänge und Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die sich für Individuen aus der Teilhabe an Diskursen ergeben. Außerdem könne verdeutlicht werden, wie Aussagen und Deutungen im Laufe des Kommunikationsprozesses autorisiert, hierarchisiert oder marginalisiert und dadurch Machtverhältnisse generiert, stabilisiert oder bekämpft werden.

Nach Bruns kann es in einer (historischen) Diskursanalyse nicht um die Aufhebung handelnder Subjekte gehen, sondern um deren radikale Historisierung. Als wichtig erachtet sie dabei Butlers „Pardoxien der Subjektivierung“ (1997): Ein sich den Normen widersetzendes Subjekt ist demnach von diesen Normen befähigt und hervorgebracht und dementsprechend müsse das in Zeugnissen artikulierte „Gefühl“ subjektiver „Authentizität“ und „Originalität“ als von allen Seiten bedingt anzusehen sein. Es ist somit als Produkt von spezifischen historischen Wissens-, Macht- und Subjektformationen zu begreifen. Eine solche historisierenden Sicht auf die Bedingungen des modernen bürgerlich-autonomen Subjekts könne politische Sprengkraft besitzen, wenn es gelingt, die Ebene subjektiven Erlebens in historische Diskursanalysen zu integrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Begriffsbestimmungen: Klärung der unterschiedlichen Verwendung zentraler Fachbegriffe wie Diskurs und Diskursanalyse in der Geschichtswissenschaft.

Geschichte_n – Wissenschaften: Untersuchung der verschiedenen methodischen Strategien, wie der Historismus und die historische Sozialwissenschaft, sowie deren Abgrenzung zur diskursanalytischen Perspektive.

historische Diskursanalyse / Diskursgeschichte: Erörterung der Analyse von Machtverhältnissen in Textsystemen sowie die radikale Historisierung des Subjekts.

Verhältnis historische Diskursanalyse und deutsche Geschichtswissenschaft: Analyse der Rezeption des "linguistic turn" und der kritischen Auseinandersetzung innerhalb der deutschsprachigen Historiographie.

Dimensionen historischer Diskursanalyse: Darstellung der zentralen Analyseebenen Wissen, Macht sowie Subjektivierung und deren Vergleich zu klassischen Methoden.

Ausblick?: Zusammenfassung der methodologischen Vorschläge für eine diskurstheoretisch fundierte Kulturgeschichte in fünf Thesen.

Schlüsselwörter

Historische Diskursanalyse, Diskursgeschichte, Geschichtswissenschaft, linguistic turn, Wissen, Macht, Subjektivierung, Regierung, Michel Foucault, Kulturgeschichte, Ideologiekritik, Machtverhältnisse, Sinnproduktion, Historisierung, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte theoretische und methodische Einführung in die historische Diskursanalyse und beleuchtet deren Stellenwert innerhalb der Geschichtswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsdefinition von Diskurs, die Auseinandersetzung mit der herkömmlichen Geschichtsschreibung, Machtstrukturen, Subjektivierungsprozesse und der Einfluss des "linguistic turn".

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diskursanalytische Ansätze historische Phänomene untersuchen können, ohne dabei in klassische Intentionalitäts- oder Bewusstseinsmuster zurückzufallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Forschungsperspektive, die verschiedene Ansätze (u.a. Foucault, Bruns, Sarasin, Haslinger) zusammenführt und kritisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das Verhältnis zur klassischen Geschichtswissenschaft, sowie die Darstellung der Dimensionen Wissen, Macht und Subjektivierung anhand konkreter Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Historische Diskursanalyse, Machtverhältnisse, Subjektivierung, Wissen, Diskurs und Kulturgeschichte.

Wie unterscheidet sich die historische Diskursanalyse von der klassischen Historie?

Während die klassische Historie oft Fakten und die Intentionen bedeutender Subjekte rekonstruiert, fragt die Diskursanalyse nach den formellen Bedingungen, die das Sagbare und Denkbare in einer Epoche bestimmen.

Warum spielt die Subjektivierung eine zentrale Rolle?

Die Subjektivierung ist entscheidend, da sie untersucht, wie Individuen durch Macht- und Wissensformationen hervorgebracht werden, anstatt sie als autonome, unbedingte Subjekte vorauszusetzen.

Fin de l'extrait de 6 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Eine Annäherung an historische Diskursanalyse
Université
Humboldt-University of Berlin
Cours
Qualitative Forschungsmethoden im Forschungsfeld Interdependenzen
Auteur
Silvio Schwartz (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
6
N° de catalogue
V172453
ISBN (ebook)
9783640923496
Langue
allemand
mots-clé
diskurs wissenschaft gender studies Geschichte Kulturgeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Silvio Schwartz (Auteur), 2009, Eine Annäherung an historische Diskursanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172453
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Extrait de  6  pages
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