Wie kann Lehrkräftehandeln dazu beitragen, neu zugewanderte Schüler*innen mit geringen Deutschkenntnissen im Unterricht einer Regelklasse sprachlich zu fördern und ihre Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen?
Die vorliegende Modulabschlussarbeit widmet sich einer der zentralen Herausforderungen des aktuellen Bildungssystems: dem professionellen pädagogischen Umgang mit sprachlicher Heterogenität in der Grundschule.
Am Beispiel einer qualitativen Fallanalyse aus der Unterrichtspraxis einer zweiten Klasse wird die Situation eines neu zugewanderten Mädchens aus Afghanistan untersucht, das ohne deutsche Sprachkenntnisse in eine Regelklasse integriert wurde. Entlang spracherwerbs- und inklusionspädagogischer Konzepte (u. a. der „Silent Period“ nach Krashen sowie des Beobachtungslernens nach Bandura) analysiert die Arbeit das Spannungsfeld zwischen der bemerkenswerten motivationalen Resilienz der Schülerin und den exkludierenden, defizitorientierten Dynamiken seitens der Lehrkraft im institutionellen Raum Schule.
- Citar trabajo
- Lisa Viegas (Autor), 2026, Professioneller Umgang mit sprachlicher Heterogenität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1724645