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Obdachlosigkeit und deren geschlechtsspezifische Problemstellung

Titel: Obdachlosigkeit und deren geschlechtsspezifische Problemstellung

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten

Autor:in: Antje Urbank (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit geht es um die Ursachen von Obdachlosigkeit und derren unterschiedliche Auswirkung auf Männer und Frauen.
Die Anzahl von Frauen, Männern und sogenannten „Straßenkindern“, die sichtbar wohnungslos im öffentlichen Raum leben, hat seit Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts zugenommen.
Derzeit leben in Deutschland mehr als 290.000 wohnungslose Menschen und davon 20.000 Obdachlose auf der Straße. Eine Statistik über die Anzahl von Obdachlosigkeit in Deutschland ist im Anhang beigelegt. Vor dem Hintergrund zunehmender Arbeitslosigkeit, wirtschaftlicher Umstrukturierung, sozialpolitischer Sparmaßnahmen und nicht zuletzt durch den Zusammenschluss der beiden deutschen Staaten haben sich, so hat es den Anschein, Ausgrenzungsprozesse formiert, die bestimmten Bevölkerungstruppen die Teilnahme an der gesellschaftlichen Wohlstandsentwicklung verwehren. Den betroffenen Menschen reicht das Geld nicht mehr für die nötige Miete aus und diese werden dann mit Räumungsklagen bedroht. Das eigene Dach über dem Kopf und angemessene Wohnverhältnisse sind jedoch wichtige Voraussetzungen für die gesellschaftliche Integration.
Aufgrund dieser hohen Zahl von Obdachlosigkeit ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und dies zu erörtern, warum es zu Obdachlosigkeit von Männern und Frauen in solch einem hochentwickelten Staat kommen kann. So soll sich diese Arbeit besonders mit den Ursachen, die zu Obdachlosigkeit führen, auseinandersetzen und diese beschreiben. So wird deutlich, wo die Hilfe von Sozialarbeitern angesetzt wird und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt besonders bei den obdachlosen Frauen, da die Arbeit mit ihnen weniger sichtbar ist, da im Straßenbild mehr obdachlose Männer zu beobachten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung Obdachlosigkeit

3. Allgemeine Ursachen von Obdachlosigkeit

4. Weibliche Obdachlosigkeit

4.1. Spezielle Ursachen für Frauen

4.2. Weibliche Lebensbewältigung

4.3. Sozialarbeit mit betroffenen Frauen

5. Männliche Obdachlosigkeit

5.1. Spezielle Ursachen für Männer

5.2. Männliche Lebensbewältigung

5.3. Sozialarbeit mit betroffenen Männern

6. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Ursachen von Obdachlosigkeit in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede und den daraus resultierenden Anforderungen an die Sozialarbeit.

  • Analyse der allgemeinen und individuellen Ursachen von Obdachlosigkeit.
  • Untersuchung der spezifischen Lebenssituation obdachloser Frauen und deren Bewältigungsstrategien.
  • Untersuchung der spezifischen Lebenssituation obdachloser Männer und deren Bewältigungsstrategien.
  • Darstellung notwendiger sozialpädagogischer Interventionsansätze und Hilfesysteme.
  • Diskussion der Reintegration in die Gesellschaft und Präventionsmöglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

4.1 Spezielle Ursachen für Frauen

„Die obdachlosen Frauen sind lange in ihren Lebenserfahrungen übergangen worden, sie galten bestenfalls als Spielball und Haltepunkt der männlichen Launen und Hilflosigkeiten, schlimmstenfalls als Provokation im Bild der Hexe oder Hure “ (Böhnisch/Funk 2002, S.285). Als Verdienst der feministischen Neuorientierung wissen wir heute mehr über obdachlose Frauen.

Doch Frauen und Jugendliche, sogenannte „Straßenkids“, treten vermehrt auf. Ursache für betroffene Frauen ist vor allem eine problematische frühkindliche Sozialisationserfahrung, wie das Fehlen einer kontinuierlichen Zuwendung, sexueller Missbrauch, keine geglückte Identifikation mit der Mutter und keine geglückte geschlechtliche Identität, da der soziale Vater fehlte. (Vgl. Macke 2000, S. 22) „Es sind diese zunächst ,nicht erfüllten´ Rollenerwartungen, sei es als Frau von Seiten des (Ehe-)Partners, sei es als Tochter von Seiten der Eltern, eines Elternteils, die zu Konflikten mit der Konsequenz des Wohnungsverlustes führen.

Sozialisationsbedingungen, psychische Probleme, abweichende Verhalten … stellen die Weihen für ein Leben …, das häufig mit Wohnungslosigkeit endet. Fehlende oder unzureichende finanzielle Ressourcen konstituieren den dritten wesentlichen Lebensbereich, der den Weg in die Wohnungslosigkeit kanalisiert, verstärkt oder … verursacht.“ (Bremer/Romanus 1990, zit. in Macke 2000, S.23)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zunahme der Obdachlosigkeit seit den 1990er Jahren in Deutschland ein und verdeutlicht die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Ursachen für sozialpädagogisches Handeln zu untersuchen.

2. Begriffserklärung Obdachlosigkeit: Dieses Kapitel definiert Obdachlosigkeit anhand verschiedener wissenschaftlicher und ordnungsrechtlicher Perspektiven als extreme Form der Wohnungsnot und Armut.

3. Allgemeine Ursachen von Obdachlosigkeit: Hier werden strukturelle Faktoren wie Wohnungsengpässe, Arbeitslosigkeit und biografische Krisen als Ursachenketten für den Wohnungsverlust beschrieben.

4. Weibliche Obdachlosigkeit: Dieses Kapitel befasst sich mit den spezifischen Hintergründen von Obdachlosigkeit bei Frauen sowie deren individuellen Lebensbewältigungsstrategien und notwendigen Hilfsangeboten.

5. Männliche Obdachlosigkeit: Hier werden die Ursachen, wie Sozialisation und Rollenidentifikation, sowie die spezifischen Verhaltensmuster obdachloser Männer bei der Lebensbewältigung analysiert.

6. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Relevanz der präventiven Sozialarbeit zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Hilfe zur Selbsthilfe für die Reintegration.

Schlüsselwörter

Obdachlosigkeit, Wohnungsnot, Sozialarbeit, geschlechtsspezifisch, Armut, Sozialisation, Lebensbewältigung, Prävention, Hilfe zur Selbsthilfe, Wohnungslosenhilfe, Etikettierungstheorie, Reintegration, Frauen, Männer, Krisenintervention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen von Obdachlosigkeit in Deutschland und fokussiert dabei insbesondere auf die Unterschiede in der Lebenssituation und Problemlage von Männern und Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Obdachlosigkeit, die Analyse von Sozialisationsfaktoren, geschlechtsspezifische Bewältigungsstrategien sowie notwendige Konzepte der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die vielschichtigen Ursachen für den Wohnungsverlust zu erörtern, um daraus effektive sozialpädagogische Handlungsbedarfe und Präventionsstrategien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze, wie die Sozialisations- und Etikettierungstheorie, auf die Situation obdachloser Menschen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der allgemeinen Ursachen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der weiblichen und männlichen Obdachlosigkeit inklusive deren jeweiliger sozialpädagogischer Betreuungsbedarfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Obdachlosigkeit, geschlechtsspezifische Problemstellung, Sozialarbeit, Armut und Wohnungsnot.

Warum wird Obdachlosigkeit bei Frauen oft weniger wahrgenommen?

Obdachlose Frauen verstecken ihre Situation häufiger als Männer, um dem gängigen Weiblichkeitsbild zu entsprechen und sich vor sexualisierter Gewalt auf der Straße zu schützen.

Welche Rolle spielt die Etikettierungstheorie bei obdachlosen Männern?

Die Etikettierung als „kriminell“ oder „sozial auffällig“ durch das soziale Umfeld kann dazu führen, dass Betroffene dieses Stigma in ihr Selbstbild übernehmen, was ihre Reintegration erschwert.

Warum ist eine "niedrigschwellige" Arbeit für Sozialarbeiter wichtig?

Niedrigschwellige Angebote ermöglichen den Betroffenen, anonym und ohne Zwang Unterstützung zu erhalten, da dies das Vertrauen stärkt und den Zugang zu Hilfe erleichtert, ohne den Stolz der Personen zu verletzen.

Was ist das oberste Gebot für die zukünftige Obdachlosenhilfe?

Das oberste Gebot sollte die präventive Verhinderung von Obdachlosigkeit durch ein engmaschiges Frühwarnsystem aus Wohnungs-, Sozial- und Jugendamt sein, bevor der soziale Abstieg unumkehrbar wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Obdachlosigkeit und deren geschlechtsspezifische Problemstellung
Hochschule
Technische Universität Dresden
Autor
Antje Urbank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V172561
ISBN (eBook)
9783640924868
ISBN (Buch)
9783640924615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
obdachlosigkeit problemstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Urbank (Autor:in), 2011, Obdachlosigkeit und deren geschlechtsspezifische Problemstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172561
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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