Die Pflegeberufe sind im Umbruch. Nicht nur neue Prüfungs- und Ausbildungsverordnungen in der Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie in der Altenpflege zeigen dies an, sondern auch die Veränderungen und Verständnisse der jeweiligen Berufsprofile deuten darauf hin.
Diese Veränderungen lassen sich auf der inhaltlichen Basis der Ausbildungen sichtbar machen. So gewinnen nicht nur die Prävention, Rehabilitation und Beratung einen größeren Stellenwert. (vgl. Schewior-Popp, 2005, S.1-2)
Vielmehr werden die neuen Ausbildungsinhalte meiner Auffassung nach dem demographischen Wandel in Deutschland mehr und mehr gerecht.
Aber auch auf der organisatorischen Ebene sind Veränderungen für alle Beteiligten spürbar. Dazu zählt nicht nur die Anhebung der schulischen Ausbildungszeit sondern auch die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes. (vgl. Schewior-Popp, 2005, S.1-2)
„Darüberhinaus entstehen dem Gesundheitswesen durch schmerzbedingte Komplikationen und einer daraus oft erforderlichen Verweildauerverlängerung im Krankenhaus sowie durch die Chronifizierung von Schmerzen beträchtliche Kosten, die durch ein frühzeitiges Schmerzmanagement in den meisten Fällen erheblich verringert werden könnten.“ (DNQP, 2005, S. 22)
Um diesen inhaltlichen und auch organisatorischen Veränderungen gerecht werden zu können, setzte ich mich im Rahmen dieser Modulabschlussprüfung in der Fachdidaktik mit dem Lernfeldkonzept und der Thematik Schmerz und Schmerzmanagement, hier vertiefend die postoperativ entstandenen Schmerzen, auseinander.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ziel- und Aufgabenstellung
1.2. Vorgehensweise
2. Bedingungsebene
2.1. gesetzliche Vorgaben
2.2. Bedingungen der Lernenden
2.2.1. Kompetenzen, die bereits ausgebildet sind
3. Entscheidungsebene
3.1. 360° - Analyse
3.2. Übergeordnete Handlungsstruktur
3.3. Handlungsstruktur
4. Didaktische Reduktion
4.1. Quantitative Reduktion
4.2. Qualitative Reduktion
5. Einbettung der Unterrichtsstunden in die Lernsituation
6. Durchzuführende Unterrichtsstunde
6.1. Handlungsstruktur der Unterrichtsstunde
6.2. Begründung und Erläuterungen
6.3. Didaktischer Ansatz
6.4. Zu fördernde Kompetenzen
6.5. Methoden, Medien und Sozialformen
6.6. Artikulationsschema
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist die Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation zum Thema Schmerzmanagement in der Pflege, um den Anforderungen an eine moderne, patientenorientierte Ausbildung im Zuge des demographischen Wandels und geänderter Lernfeldkonzepte gerecht zu werden.
- Postoperatives Schmerzmanagement in der professionellen Pflege
- Anwendung des Wahrnehmungszyklus nach Vogel im pflegerischen Handeln
- Methodische Gestaltung von Lernsituationen nach dem erfahrungsbezogenen Ansatz
- Berücksichtigung von rechtlichen und fachwissenschaftlichen Rahmenbedingungen
- Förderung der Patientenautonomie durch Schmerzfreiheit
Auszug aus dem Buch
1.1. Ziel- und Aufgabenstellung
Die Pflegeberufe sind im Umbruch. Nicht nur neue Prüfungs- und Ausbildungsverordnungen in der Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie in der Altenpflege zeigen dies an, sondern auch die Veränderungen und Verständnisse der jeweiligen Berufsprofile deuten darauf hin.
Diese Veränderungen lassen sich auf der inhaltlichen Basis der Ausbildungen sichtbar machen. So gewinnen nicht nur die Prävention, Rehabilitation und Beratung einen größeren Stellenwert. (vgl. Schewior-Popp, 2005, S.1-2)
Vielmehr werden die neuen Ausbildungsinhalte meiner Auffassung nach dem demographischen Wandel in Deutschland mehr und mehr gerecht.
Aber auch auf der organisatorischen Ebene sind Veränderungen für alle Beteiligten spürbar. Dazu zählt nicht nur die Anhebung der schulischen Ausbildungszeit sondern auch die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes. (vgl. Schewior-Popp, 2005, S.1-2)
„Darüberhinaus entstehen dem Gesundheitswesen durch schmerzbedingte Komplikationen und einer daraus oft erforderlichen Verweildauerverlängerung im Krankenhaus sowie durch die Chronifizierung von Schmerzen beträchtliche Kosten, die durch ein frühzeitiges Schmerzmanagement in den meisten Fällen erheblich verringert werden könnten.“ (DNQP, 2005, S. 22)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel in der Pflegeausbildung und die wachsende Bedeutung eines effektiven Schmerzmanagements vor dem Hintergrund steigender Kosten und demographischer Entwicklungen.
2. Bedingungsebene: Das Kapitel definiert die gesetzlichen Grundlagen und analysiert die Lernvoraussetzungen der fiktiven Lerngruppe, um eine optimale Lernsituation zu konstruieren.
3. Entscheidungsebene: Hier erfolgt eine detaillierte 360°-Analyse sowie die Festlegung der übergeordneten Handlungsstruktur auf Basis des Wahrnehmungszyklus nach Vogel.
4. Didaktische Reduktion: Dieser Abschnitt beschreibt die Auswahl und Eingrenzung der Lerninhalte basierend auf den geltenden Ausbildungsrichtlinien für NRW.
5. Einbettung der Unterrichtsstunden in die Lernsituation: Dieses Kapitel verweist auf die strategische Einbettung der Unterrichtsstunden in das Gesamtcurriculum.
6. Durchzuführende Unterrichtsstunde: Der abschließende Teil konkretisiert die Planung einer Unterrichtseinheit unter Anwendung des erfahrungsbezogenen didaktischen Ansatzes nach Ingo Scheller.
Schlüsselwörter
Schmerzmanagement, Pflegeausbildung, Lernfeldkonzept, postoperative Schmerzen, Wahrnehmungszyklus, Schmerzerfassung, Schmerztherapie, pflegerische Kompetenz, Schmerzassessment, Patientenversorgung, Didaktik, Interdisziplinarität, Pflegewissenschaft, Schmerzberatung, Qualitätssicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer fächerintegrativen Lernsituation zum Thema postoperatives Schmerzmanagement in der Pflegeausbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Wahrnehmung, Einschätzung, Auswahl, Durchführung und Bewertung von Maßnahmen bei Patienten mit postoperativen Schmerzen unter Berücksichtigung fachlicher und sozialer Kompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Lernenden ein fundiertes Verständnis für das pflegerische Schmerzmanagement zu vermitteln, damit diese Schmerzen bei Patienten adäquat erkennen und behandeln können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf dem Wahrnehmungszyklus nach Vogel und nutzt als didaktischen Rahmen den erfahrungsbezogenen Unterrichtsansatz nach Ingo Scheller.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedingungs-, Entscheidungs- und Gestaltungsebene, inklusive der didaktischen Reduktion von Inhalten und der konkreten Planung einer Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Schmerzmanagement, Pflegeausbildung, Schmerzassessment, Lernfeldkonzept und patientenorientierte Schmerztherapie.
Welche Rolle spielen demenziell erkrankte Patienten in der Arbeit?
Das Dokument thematisiert intensiv die besonderen Herausforderungen der Schmerzerfassung und -behandlung bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen und Demenz, für die spezielle Assessment-Instrumente vorgestellt werden.
Warum wird der Wahrnehmungszyklus nach Vogel eingesetzt?
Der Zyklus wird genutzt, da er eine vollständige pflegerische Handlung abbildet und den Lernenden hilft, sich empathisch in die Schmerzsituation der Patienten hineinzuversetzen.
Welche Bedeutung hat der Radiobeitrag „Schmerz lass nach“?
Er dient als methodischer Einstieg in die Unterrichtsstunde, um die Lernenden mit der Problematik von Schmerz und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Leben der Patienten zu konfrontieren.
Warum wird der erfahrungsbezogene Ansatz nach Ingo Scheller gewählt?
Der Ansatz wird gewählt, weil er eine hohe Affinität zu den Inhalten aufweist und die Lernenden dazu befähigt, eigene berufliche Erfahrungen aktiv in den Lernprozess einzubringen und Handlungsalternativen zu entwickeln.
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- Bachelor Bettina Schmidt (Author), 2010, Konstruktion von fächerintegrativen Lernsituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172575