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Meister LCz als Graphiker

Hyphothesen zu seiner Herkunft, Datierungsvorschläge und Werkanalyse

Title: Meister LCz als Graphiker

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Xiaoqin Su (Author)

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Summary Excerpt Details

Der Stich "Die Versuchung Christi" (Abb. 1) ist das hervorragendste in Meister LCz's graphischem Oevre. Demzufolge wird er in der Forschung häufig erwähnt, auch dort mitaufgezählt, selbst wenn der Meisters LCz nur kurz erwähnt ist . Es wurde jedoch kaum die Mühe aufgewendet, dieses Werk im Hinblick auf seinen künstleri-schen und ideellen Gehalt genauer zu untersuchen.

In der kunstwissenschaftlichen Forschung sind mehrere Versuche unternommen worden, die geographische Herkunft des Meisters zu bestimmen und ihn zu identi-fizieren. Alle Forschungsergebnisse bis jetzt bleiben Hypothesen, denn wir verfü-gen außer seinen Graphiken und Gemälden über so gut wie gar keine archivalische Informationen über ihn, die uns zu einer eindeutigen Aussage über die Herkunft und Person unseres Meisters verhelfen könnten. Keine historischen Nachrichten über seinen Geburtsort und seine Ausbildung sind bis jetzt bekannt, seine Tätigkei-ten werden zwischen 1485 und 1497 dokumentiert, zwei Daten, die wir aus dem ihm zugeschriebenen Tucher-Altar und dem Schweißtuch- Kupferstich entnehmen können. Es scheint mir daher alles andere als trivial, die kunstwissenschaftlichen Auseinandersetzungen bezüglich der Herkunft und Identifikation des Meisters ge-nauer nachzuvollziehen und die Begründungen zu skizzieren, die die Forscher je-weils zur Unterstützung ihrer Annahmen benutzt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Allgemeines zu Person und Werk des Meisters LCz

1.1 Hypothesen zur Herkunft und Identifikation des Meisters: Eine forschungs-geschichtliche Darstellung

1.1.a. Die Niederländer-Hypothese

1.1.b. Die Cranach-Hypothesen

1.1.c. Die Niederrheiner und Oberrheiner-Hypothese

1.1.d. Die Oberdeutscher-Hypothese

1.1.e. Die Katzheimer-Hypothese

1.2 Zur Datierung der Kupferstiche

1.2.a. Der Fall des Steinbocks

1.2.b. Das Kruzifix (Abb. 3)

1.2.c. Zwei Damen auf der Brücke (Abb. 4)

1.2.d. Zwei Damen auf der Wiese (Abb. 5)

2. Bildanalyse am Beispiel des Stichs "Die Versuchung Christi"

2.1 Bildbeschreibung, ikonographische Analyse und ikonologische Interpretation

2.1.a. Die Versuchungen: die erzählte Geschichte

2.1.b. Die dualistische Aufteilung der Bildfläche: ein theologisches Bildprogramm

2.1.c. 3.1.3. Die Christus-Figur im Vordergrund: Gottesverständnis

2.1.d. Die Eidechse zum Fuß Christi: ein 'heidnischer' Gottesgehilfe

2.1.e. Der Teufel: das Bild des Bösen als Gegengewicht des Göttlichen

2.2 Annahme zu Funktion und Bildtypus des Stichs

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Person und das graphische Werk des Meisters LCz kritisch zu beleuchten, wobei der Schwerpunkt auf einer ikonographischen und ikonologischen Analyse des Stichs "Die Versuchung Christi" liegt. Im Zentrum steht die Untersuchung von Herkunftshypothesen, Datierungsvorschlägen und die Entschlüsselung des theologischen Bildprogramms, um den künstlerischen und ideellen Gehalt des Werkes zu erschließen.

  • Kritische Aufarbeitung der Herkunfts- und Identifikationshypothesen zum Meister LCz.
  • Untersuchung der Datierungsproblematik seiner Kupferstiche im kunsthistorischen Kontext.
  • Detaillierte Analyse des Stichs "Die Versuchung Christi" unter Berücksichtigung ikonographischer Methoden.
  • Erörterung des theologischen Bildkonzepts und der dualistischen Symbolik im Werk.
  • Reflektion über Funktion und Bildtypus des Kupferstichs als Einzelblatt.

Auszug aus dem Buch

2.1.c. 3.1.3. Die Christus-Figur im Vordergrund: Gottesverständnis

Christus im Vordergrund ist in dreiviertel Profil dargestellt. Er trägt offenes, wellendes Haar, das bis auf die Schulter reicht und in der Mitte gescheitelt ist. Seine Wangen sind im Vergleich zu dem Kinn breit ausgebildet, seine Nase ist gerade und dünn. Er richtet seinen Blick auf den Teufel, jedoch schaut er nicht direkt in dessen Augen. Seine Augenbrauen sind leicht zusammengezogen, das verleiht seinem majestätischen Antlitz ein ernstes Aussehen.

Christus im Vordergrund ist ohne Heiligenattribute wie z.B. den Kreuznimbus dargestellt, seine göttliche Natur wird also nicht durch sichtbare Kennzeichnungen gezeigt, sondern veranschaulicht durch sein majestätisches Antlitz, seine aufrechte Körperhaltung und vor allem durch den Umhang, dessen Faltenwurf geistreich und kunstvoll inszeniert ist.

Er trägt einen sogenannten ungenähten Rock aus Leinen, der bis zum Boden reicht. Der runde Ausschnitt des Rocks ist vorne gewölbt, ein Motiv, das nicht selten bei Meister LCz zu finden ist. Über dem Rock trägt er einen großen Leinenumhang. Er wird auf der linken Schulter Christi gelegt, geht nach links hinter dessen Rücken und legt dadurch den rechten Arm Christi frei. Es wird so um den Oberkörper des Heilands eine kreisförmige Stoffmasse gebildet. Der Umriß auf der äußerst rechten Seite läuft parabolisch nach unten links und endet bei dem rechten Fuß des Spielbeins Christi, der wiederum auf einem Zipfel des Umhangs steht.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit gliedert sich in einen allgemeinen Teil zu Person und Werk des Meisters LCz sowie eine vertiefende Analyse des Stichs "Die Versuchung Christi".

1. Allgemeines zu Person und Werk des Meisters LCz: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene forschungsgeschichtliche Hypothesen zur Identität des Meisters und problematisiert die Chronologie seiner Kupferstiche.

2. Bildanalyse am Beispiel des Stichs "Die Versuchung Christi": Hier erfolgt eine detaillierte ikonographische und ikonologische Untersuchung, die theologische Symbole und die Bildfunktion im Hinblick auf den Betrachter beleuchtet.

3. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die methodische Vorgehensweise und die Plausibilität der entwickelten Thesen zu Funktion und Bildtypus.

Schlüsselwörter

Meister LCz, Die Versuchung Christi, Kupferstich, Ikonographie, Ikonologie, Kunstgeschichte, Spätmittelalter, Christus-Bild, Theologisches Bildprogramm, Dualismus, Stilgeschichte, Datierung, Symbolik, Andachtsbild, Graphik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das Werk des Meisters LCz, wobei sie einerseits eine forschungsgeschichtliche Bestandsaufnahme zu Person und Datierung bietet und andererseits das Werk "Die Versuchung Christi" tiefgehend bildanalytisch erforscht.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Frage nach der Identität und Herkunft des Meisters, die chronologische Einordnung der Stiche sowie die theologisch-ikonographische Deutung seines bedeutendsten graphischen Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den ideellen und künstlerischen Gehalt des Stichs "Die Versuchung Christi" auf Basis einer Bildbeschreibung und ikonologischer Methoden nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden kunstwissenschaftliche, ikonographische und ikonologische Methoden angewandt, um die Symbolik und die kompositionellen Absichten des Künstlers zu rekonstruieren.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in einen biografischen Überblick mit Datierungsfragen und eine detaillierte Analyse der Bildmotive, wie etwa der Christus-Figur, der Eidechse und der Teufelsdarstellung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Meister LCz, Ikonographie, Theologisches Bildprogramm und die kunsthistorische Problematik der Stil- und Datierungsanalyse charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Katzheimer-Hypothese?

Die Autorin betrachtet die Gleichsetzung von Meister LCz mit Lorenz Katzheimer als willkürlich und weist auf logische Unstimmigkeiten sowie Fehlinterpretationen der paläographischen und kunsthistorischen Argumente hin.

Welche Bedeutung kommt dem Baum im Stich "Die Versuchung Christi" zu?

Der Baum fungiert als Symbolträger, der auf den Lebensweg Christi und das Gleichnis von den zwei Wegen hinweist; er ist in die dualistische Struktur des Bildkonzeptes eingebettet.

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Details

Title
Meister LCz als Graphiker
Subtitle
Hyphothesen zu seiner Herkunft, Datierungsvorschläge und Werkanalyse
College
Technical University of Berlin  (Fachgebiet Kunstwissenschaft)
Course
Fränkische Zeichnung, Graphik, Malierei 1450 - 1500 in ihrem nationalen und internationalen Kontext
Grade
1,0
Author
Xiaoqin Su (Author)
Publication Year
1999
Pages
33
Catalog Number
V172611
ISBN (eBook)
9783640925827
ISBN (Book)
9783640925582
Language
German
Tags
Kupferstiche Graphik Martin Schongauer Albrecht Dürer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Xiaoqin Su (Author), 1999, Meister LCz als Graphiker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172611
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