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Strafen in der Heimerziehung und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Title: Strafen in der Heimerziehung und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Term Paper , 2010 , 17 Pages

Autor:in: Antje Urbank (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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In dieser wissenschaftlichen Arbeit geht es um die Thematik Strafen in der Heimerziehung und deren Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen.
Die Wichtigkeit dieses Themas einer sinnvollen und gut durchdachten Strafgebung erschließt sich aus seinem geschichtlichen Hintergrund und der Aktualität von heute. Es erfolgte ein Wandel der Strafmethoden in der stationären Erziehungshilfe. Früher galten besonders die körperliche Gewalt und die Züchtigung als sehr erfolgreiche Erziehungsmittel, die dementsprechend regelmäßig angewendet wurden, während dessen es heute nicht mehr erlaubt ist, mit gewalttätigen Mitteln in die Erziehung einzugreifen. Doch scheinbar gibt es immer noch aktuelle Fälle von körperlicher oder eben auch seelischer Gewalt als Strafe, denen man entgegenwirken muss. Andererseits ist es aber offensichtlich, dass die Praxis der Heimerziehung nicht ohne Anwendung von Zwang und Strafe, allerdings ohne körperliche oder seelische Gewalt anzuwenden, in unterschiedlichen Formen auskommt. Kinder und Jugendliche wollen auch spüren, dass sie etwas falsch gemacht haben bzw. auch ihre Grenzen aufgezeigt bekommen.
In dieser Arbeit soll geklärt werden, welche Bedeutung Strafen für die pädagogischen Fachkräfte und die jungen Heimbewohner haben, wie sinnvoll die Strafmöglichkeiten heute sind und wie erfolgreich sie sich auswirken können. Damit ist gemeint, ob die Art der Strafe beim Kind oder Jugendlichen wirkt, ob er etwas aus seinem vorherigen unerwünschten Verhalten gelernt hat oder er die Strafe nur als obligatorische Strafe ansieht und es zu keinem veränderten Verhalten kommt. Diese Problematik soll argumentativ und erklärend in dieser Arbeit geklärt werden. Mit dem Thema Strafe ist auch automatisch die Thematik der Belohnung verbunden, welche hier aber nur angerissen werden soll. Durch Strafe und Belohnung können gleichermaßen Erziehungserfolge erzielt werden, aber auch Misserfolge verbunden sein. Daher ist es sehr wichtig, behutsam und sorgfältig mit beiden Instrumenten der Erziehung umzugehen. Allerdings bezieht sich der Hauptschwerpunkt in dieser Arbeit darauf, wie sich die Strafe als Erziehungsinstrument auf die Kinder und Jugendlichen auswirkt.
Zur Beantwortung dieses Themas ziehe ich für die Ausarbeitung, wie Strafen wirken, den Forschungsartikel Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten in der Stationären Erziehungshilfe der Fachhochschule Dortmund aus der Zeitschrift Unsere Jugend heran.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Geschichtlicher Exkurs

4. Formen des Fehlverhaltens

5. Reaktionen von den Erziehern und den Kindern und Jugendlichen

5.1 Reaktionen auf das unerwünschte Verhalten durch die Erzieher

5.2 Reaktionen von den Kindern und Jugendlichen auf die Bestrafungen

5.2.1 Die Problematik des Taschengeldentzuges

5.2.2 Die Problematik Auszeitraum

5.3 Die Rolle der Eltern

6. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung, Sinnhaftigkeit und Wirkung von Strafen als Erziehungsmittel in der stationären Heimerziehung, um pädagogisch reflektierte Wege im Umgang mit unerwünschtem Verhalten aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung von Strafmethoden in der Heimerziehung
  • Definition und pädagogische Abgrenzung der Begriffe Strafe, Konsequenz und Sanktion
  • Analyse der Reaktionen pädagogischer Fachkräfte und betroffener Kinder
  • Spezifische Problematiken wie Taschengeldentzug und Auszeiträume
  • Bedeutung der Elternrolle und der vertrauensvollen Erzieher-Kind-Beziehung

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Die Problematik des Taschengeldentzuges

Da das Thema des Taschengeldentzuges eine aktuellere Diskussion hervorgerufen hat und immer mehr an Bedeutung gewinnt in den letzten Jahren, soll es auch separat erwähnt werden. Dabei ist es nicht erlaubt, dass das Taschengeld generell entzogen wird. Denn auf das Taschengeld haben die jungen Menschen einen unabdingbaren Rechtsanspruch.

Falls es zu Einschränkungen der freien Verfügbarkeit des Taschengeldes kommt, löst dies manchmal Gefühle von geradezu ohnmächtiger Abhängigkeit und Minderwertschätzung bei den Kindern und Jugendlichen aus. (Vgl. Günder/ Müller-Schlotmann/ Reidegeld 2009, S.19) Damit kann der Taschengeldentzug auch als eine von den ErzieherInnen bzw. der Einrichtung ausgehende Gewalt verstanden werden. Dabei haben die Einrichtungen kein eigenes Verfügungsrecht über die Verwendung des Taschengeldes. Für die Kinder und Jugendlichen steht dieses Geld zur freien persönlichen Verfügung. Somit darf dieses nur mit der Zustimmung dieser für zum Beispiel Gemeinschaftsveranstaltungen oder zur Schadensregulierung verwendet werden.

Möglicherweise ist der Taschengeldentzug eine einfache zu realisierende Sanktion und daher sehr beliebt bei den pädagogischen Fachkräften. Zudem ist es auch ein sehr wirksames Druckmittel. (Vgl. Günder/ Müller-Schlotmann/ Reidegeld 2009, S.20)

Doch es gibt auch einige Bundesländer, in denen geregelt ist, dass das Taschengeld entweder mit Zustimmung beziehungsweise auch ohne Zustimmung der Kinder und Jugendlichen auch für Schadensregulierung, Geldstrafen und Geldbußen verwandt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Strafgebung in der Heimerziehung ein und beleuchtet deren Relevanz, den Wandel von Züchtigung hin zu modernen Erziehungsmitteln sowie die Notwendigkeit pädagogischer Reflexion.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert, warum der Begriff "Strafe" in der Fachwelt zunehmend durch Begriffe wie "Konsequenz" oder "Sanktion" ersetzt wird, um eine pädagogisch fundierte, nicht abwertende Zielsetzung zu betonen.

3. Geschichtlicher Exkurs: Hier wird der historische Wandel von einer oft gewaltvollen und entmenschlichten Heimerziehung bis hin zur heutigen, auf Schutz und Rechte ausgerichteten Praxis dargestellt.

4. Formen des Fehlverhaltens: Es werden typische Verhaltensweisen wie Aggressionen, Regelverstöße oder Sachbeschädigungen identifiziert, die in der Heimerziehung regelmäßig als Auslöser für pädagogische Interventionen fungieren.

5. Reaktionen von den Erziehern und den Kindern und Jugendlichen: Das Kapitel analysiert die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Sanktionsformen der Erzieher und den individuellen Reaktionen der Kinder, inklusive spezifischer Fallbeispiele.

6. Ergebnis: Das Fazit fasst zusammen, dass Strafen heute individuell und nachvollziehbar sein müssen und dass eine vertrauensvolle Beziehung die Basis darstellt, um Zwangselemente zu vermeiden und echtes Lernen zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Heimerziehung, Strafen, Sanktionen, pädagogische Fachkräfte, Fehlverhalten, Taschengeldentzug, Auszeitraum, Gewaltprävention, Erziehungsmittel, Verhaltensänderung, Reflexionsgespräche, Machtverhältnisse, Kinderrechte, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Strafen und Sanktionen in der stationären Heimerziehung sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die begriffliche Abgrenzung von Strafe zu Konsequenz, die historische Entwicklung der Heimerziehung, typische Fehlverhaltensweisen und der Einfluss pädagogischer Interventionen auf die betroffenen jungen Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie pädagogische Fachkräfte sinnvoll und verantwortungsvoll auf unerwünschtes Verhalten reagieren können, ohne das Kindeswohl zu gefährden oder die Erziehungsbeziehung nachhaltig zu schädigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und zieht insbesondere Forschungsartikel wie jene der Fachhochschule Dortmund heran, um die Praxis der Strafgebung argumentativ zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Formen des Fehlverhaltens, die Reaktionen der Erzieher und die unterschiedlichen Arten, wie Kinder auf Sanktionen reagieren. Zudem werden spezifische Instrumente wie Taschengeldentzug oder Auszeiträume kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heimerziehung, pädagogische Intervention, Sanktionspraxis, Kindeswohl und Beziehungsarbeit charakterisiert.

Warum ist der Taschengeldentzug als Sanktion problematisch?

Der Taschengeldentzug greift in den Rechtsanspruch des jungen Menschen ein und kann bei den Betroffenen Ohnmachtsgefühle und Minderwertigkeitskomplexe auslösen, weshalb sein Einsatz nur stark eingeschränkt und unter Auflagen zulässig ist.

Welche Bedeutung hat die Rolle der Eltern bei der Strafgebung?

Die Kooperation mit den Eltern ist wichtig, damit das Kind spürt, dass die erzieherischen Maßnahmen von einem Konsens getragen werden. Fehlt diese Delegation der Eltern, wird der Zwang oft als isolierter Akt der Erzieher wahrgenommen, was die Akzeptanz und den Lernerfolg mindert.

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Details

Title
Strafen in der Heimerziehung und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
College
Dresden Technical University
Author
Antje Urbank (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V172612
ISBN (eBook)
9783640926121
ISBN (Book)
9783640926282
Language
German
Tags
bedeutung strafen heimerziehung auswirkungen kinder jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Urbank (Author), 2010, Strafen in der Heimerziehung und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172612
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