Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Théologie - Théologie biblique

Exegese zu Gen 11,1-9 (Turmbau zu Babel)

Titre: Exegese zu Gen 11,1-9 (Turmbau zu Babel)

Dossier / Travail , 2008 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sina Lethaus (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In der Exegese zu Gen 11,1-9 wird der Turmbau zu Babel unter Berücksichtigung der Textkritik, Literarkritik, Traditionsgeschichte, Formgeschichte, Überlieferungsgeschichte und Redaktionsgeschichte analysiert. Abschließend wird in einem Fazit der Text theologisch reflektiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Übersetzung

III Textkritik

IV Literarkritik

a) Sprachlich-syntaktische Analyse

b) Semantische Analyse

c) Narrative Analyse

d) Pragmatische Analyse

V Traditionsgeschichte

VI Formgeschichte

VII Überlieferungsgeschichte

VIII Redaktionsgeschichte

IX Theologische Reflexion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer detaillierten historisch-kritischen Exegese des biblischen Textes Gen 11,1-9 (Turmbau zu Babel), um die Entstehungsgeschichte, die erzählerische Struktur sowie die theologischen Intentionen des Textes zu ergründen und kritisch einzuordnen.

  • Methodische Analyse durch Text-, Literatur-, Traditions-, Form- und Redaktionskritik
  • Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Sprache, Turmbau und menschlicher Hybris
  • Vergleich des masoretischen Textes mit Septuaginta und Targum
  • Deutung der Ätiologien und des "Sitz im Leben" der Erzählung
  • Reflexion über das Verhältnis von menschlichem Fortschrittsglauben und göttlicher Souveränität

Auszug aus dem Buch

III Textkritik

Die Textkritik versucht anhand der vorhandenen Textzeugen den vermutlich ursprünglichen Text zu rekonstruieren, ihn also von nachträglichen Ergänzungen o.ä. zu befreien. Dafür werde ich zunächst den masoretischen Text mit der Septuaginta und anschließend mit dem Targum vergleichen.

In V. 1 liest die LXX hinter „und da war eine Sprache“ noch „für alle“. Nach der Regel „lectio brevior potior“ ist davon auszugehen, dass der MT den ursprünglichen Text bewahrt hat. Die Lesart der LXX soll möglicherweise verdeutlichen, dass alle Menschen der Welt dieselbe Sprache sprachen. Es war also eine Verständigung untereinander ohne Schwierigkeiten möglich. Das Hinzufügen diente folglich der besonderen Hervorhebung des gegenseitigen Verstehens.

In V. 8 befindet sich in der LXX nach „sie hörten auf die Stadt zu bauen“ noch der Zusatz „und den Turm“. Auch hier ist wohl der kürzeren Variante der Vorzug zu geben, so dass davon auszugehen ist, dass der MT die ursprüngliche Lesart bewahrt hat. Die Lesart der LXX wird von Seebass als Glättung aufgefasst. Dieser Ansicht schließe ich mich an, denn es geht neben dem Stadtbau ebenso um den Turmbau. „Die Änderung musste um so näher liegen, als die Interpretationsgeschichte von Gen 11,1-9 in zunehmendem Masse das Thema des ‚Turmbaus’ gegenüber dem ursprünglich dominierenden vom Bau der >Stadt< favorisierte“.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Definition des Ziels der historisch-kritischen Exegese als lebendiger Prozess des Textverstehens unter Berücksichtigung des Sinnhorizontes.

II Übersetzung: Wiedergabe des biblischen Textes Gen 11,1-9 nach der Lutherbibel als Grundlage der Untersuchung.

III Textkritik: Vergleich des masoretischen Textes mit der Septuaginta und dem Targum zur Rekonstruktion der ursprünglichen Lesart.

IV Literarkritik: Untersuchung der Textschichten, der Entstehungsgeschichte sowie der argumentativen Einordnung des Textes in den jahwistischen Urgeschichtskontext.

V Traditionsgeschichte: Herausarbeitung zentraler Motive wie Turmbau, Stadtbau und das "Sich-einen-Namen-Machen" im Kontext altorientalischer Parallelen.

VI Formgeschichte: Einordnung des Textes als "Schuld- und Strafe-Erzählung" und Bestimmung des "Sitz im Leben" innerhalb der nomadischen Tradition oder der Exilszeit.

VII Überlieferungsgeschichte: Analyse der mündlichen Vorstufen und der nicht-israelitischen Ursprünge der Motive.

VIII Redaktionsgeschichte: Untersuchung des Textwachstumsmodells und der verschiedenen Ansätze zur Erklärung der redaktionellen Bearbeitungen.

IX Theologische Reflexion: Auseinandersetzung mit der menschlichen Hybris, den Grenzen menschlichen Handelns und der Souveränität Gottes.

Schlüsselwörter

Historisch-kritische Exegese, Gen 11,1-9, Turmbau zu Babel, Jahwist, Textkritik, Literarkritik, Traditionsgeschichte, Formgeschichte, Redaktionsgeschichte, Ätiologie, Hybris, Sprachverwirrung, Gott, Nomaden, Exilszeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert eine tiefgehende wissenschaftliche Exegese der biblischen Erzählung vom Turmbau zu Babel (Gen 11,1-9) unter Anwendung der historisch-kritischen Methode.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung behandelt die Entstehungsgeschichte des Textes, die Analyse literarischer Unstimmigkeiten, die Bedeutung antiker Mythen sowie die theologische Bewertung menschlichen Strebens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch eine strukturierte Analyse die ursprüngliche Textgestalt, die Absichten des Redaktors und die zeitlose Botschaft des Textes über menschliche Grenzen und göttliche Souveränität herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen die gängigen Methoden der Bibelexegese zum Einsatz, namentlich Textkritik, Literarkritik, Traditionsgeschichte, Formgeschichte und Redaktionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Zergliederung des Textes (von der syntaktischen Analyse bis zur Redaktionsgeschichte) und schließt mit einer theologischen Reflexion ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Exegese, Turmbau zu Babel, Jahwist, Ätiologie, Hybris und Redaktionsgeschichte.

Warum wird der masoretische Text mit Septuaginta und Targum verglichen?

Der Vergleich dient dazu, durch die Anwendung textkritischer Regeln wie "lectio brevior potior" (die kürzere Lesart ist vorzuziehen) dem vermutlich ursprünglichen Wortlaut näherzukommen.

Wie bewertet die Autorin das Motiv der menschlichen Hybris?

Die Autorin sieht darin ein zeitloses Spannungsfeld: Während Fortschritt und Grenzüberschreitung einerseits legitim und notwendig für das menschliche Leben sind, mahnt die Erzählung zur Anerkennung menschlicher Begrenztheit und zur Achtung göttlicher Souveränität.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Exegese zu Gen 11,1-9 (Turmbau zu Babel)
Université
University of Münster  (Evangelisch-Theologische Fakultät)
Cours
Proseminar: Einführung in die wissenschaftliche Arbeit am Alten Testament
Note
1,3
Auteur
Sina Lethaus (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
22
N° de catalogue
V172716
ISBN (ebook)
9783640927562
ISBN (Livre)
9783640927272
Langue
allemand
mots-clé
Exegese Turmbau zu Babel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sina Lethaus (Auteur), 2008, Exegese zu Gen 11,1-9 (Turmbau zu Babel), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172716
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint