In dieser Exegese möchte ich das Kerygma - Glaubensbekenntnis der ersten Gemeinde untersuchen. Dabei möchte ich mich auf das Kerygma - Glaubensbekenntnis, das sich im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte befindet und ein Teil der Missionsreden ist, beschränken.
Die Frage die sich hierbei stellt ist, ob und inwiefern dieses Kerygma - Glaubensbekenntnis heute noch ein Bestandteil in unserer Verkündigung/ Predigt ist oder auch noch sein sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DIACHRONISCHE AUSLEGUNG
2.1. Der Text
2.2. Textkritik/ Textanalyse
2.3. Rohübersetzung
2.4. Lexikalisch- grammatikalisches Textschaubild
2.5. Einleitungsfragen
2.5.1. Buchtitel
2.5.2. Verfasser
2.5.3. Kernaussagen
2.5.4. Datierung
2.5.5. Abfassungsort
2.5.6. Adressat
2.6. Quellenanalyse
2.7. Form und Gattungsanalyse/ Kritik
2.8. Religionsgeschichtliche Analyse
2.9. Redaktionsgeschichtliche Analyse
3. LITERARISCHE ANALYSE
3.1. Allgemeines
3.2. Kontext
3.3. Apostolisches Glaubensbekenntnis
3.4. Vers 22
3.5. Vers 23
3.6. Vers 24
3.7. Vers 32
3.8. Vers 36
3.9. Vers 38
4. ÜBERSETZUNG UND SCHLUSS
4.1. Übersetzung
4.2. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Kerygma der ersten Gemeinde, wie es im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte in den Missionsreden vorliegt, zu exegisieren und dessen anhaltende Relevanz für die heutige christliche Verkündigung kritisch zu hinterfragen.
- Analyse des Kerygmas im Kontext der Apostelgeschichte
- Einleitungsfragen und historische Verortung der Apostelgeschichte
- Untersuchung der Struktur und der rhetorischen Mittel der Missionsreden
- Vergleichende Analyse des Kerygmas mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis
- Detaillierte Exegese ausgewählter Verse (22-24, 32, 36, 38)
Auszug aus dem Buch
3.6 Vers 24
ὃν ὁ θεὸς ἀνέστησεν λύσας τὰς ὠδῖνας τοῦ θανάτου, καθότι οὐκ ἦν δυνατὸν κρατεῖσθαι αὐτὸν ὑπ' αὐτοῦ·
Dieser Satz könnte so wie er an den vorherigen anschließt ein Relativsatz sein, doch ist er gemäß seiner Struktur ein Hauptsatz der wiederum einen neuen Unterabschnitt der Verse 24-33 einleitet. Hier wird die Tötungsaussage (das Handeln der Menschen) mit der Auferweckungsaussage (das Handeln Gottes) relativisch verglichen. Dies sahen wir im vorherigen Vers. Jetzt wird das Augenmerk auf das Handeln Gottes gelegt. Hier kommt der Christologische Schwerpunkt die Auferstehung zum Ausdruck. Der Tod war der sozusagen der Durchgang, das Tor hin zu dieser heiligen, heilenden und versöhnenden Begebenheit mit der Menschheit. Das ist das Osterkerygma. Gott ist der primär Handelnde. Jesus Christus ist auferstanden, aber nur weil er von Gott zuvor auferweckt worden ist »ὃν ὁ θεὸς ἀνέστησεν«.
Mit »λύσας τὰς ὠδῖνας τοῦ θανάτου« also dem Auflösen der Wehe/ Strick des Todes beginnt der Abschnitt mit der Handlung Gottes. An dieser Stelle ist wichtig, das auf die richtige Übersetzung des Wortes »ὠδῖνας« geachtet wird. Geht man nach der LXX so wird es mit Wehe übersetzt. Geht man allerdings auf den Ursprung das hebräische »חֶבְלֵי מָוֶת« zurück, so stellt man fest, dass hier eine andere Bedeutung vorliegt, welche mit Stricke des Todes wohl eher richtig übersetzt wäre. Bezieht man sich bei der Übersetzung auf die LXX so sollte die Auferstehung aber nicht als eine Neugeburt verstanden werden, in welcher der Messias dem Hades oder Scheol entspringt. Eschatologisch gesehen ist der Tod nämlich der Widersacher Gottes. Versucht der Tod nun Jesus festzuhalten, so darf dies als ein letztes verzweifeltes Aufbäumen des Todes gesehen werden, bevor diese Macht der Unterwelt durch den Sieg Jesu Christi zerstört wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Der Autor führt in das Thema der Untersuchung des Kerygmas im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte ein und stellt die Frage nach dessen heutiger Bedeutung für die christliche Verkündigung.
2. DIACHRONISCHE AUSLEGUNG: Dieser Teil befasst sich mit der textkritischen Analyse, der Datierung, der Autorschaft und der Quellen der Apostelgeschichte sowie der theologischen Einordnung durch die Redaktionsgeschichte.
3. LITERARISCHE ANALYSE: Es erfolgt eine detaillierte exegetische Untersuchung der Missionsreden des Petrus, insbesondere der Verse 22-24, 32, 36 und 38, sowie ein Vergleich mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis.
4. ÜBERSETZUNG UND SCHLUSS: Abschließend wird eine eigene Übersetzung der untersuchten Textpassage präsentiert und im Fazit die bleibende Relevanz des Kerygmas für die heutige Zeit hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Apostelgeschichte, Kerygma, Petrus, Missionsreden, Exegese, Auferstehung, Gott, Jesus Christus, Verkündigung, Taufe, Buße, Heiliger Geist, Altes Testament, Sündenvergebung, Theophilus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Kerygma der ersten christlichen Gemeinde, wie es im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte in den Reden des Apostels Petrus überliefert ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Apostelgeschichte, die Struktur der Missionsreden des Petrus sowie die inhaltliche und theologische Bedeutung von Jesu Tod und Auferstehung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, das Kerygma zu untersuchen und zu prüfen, inwieweit diese Verkündigung aus der Frühzeit des Christentums heute noch ein zentraler Bestandteil christlicher Verkündigung sein sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt die exegetische Methode, bestehend aus diachronischen (textkritisch, quellenkritisch, redaktionsgeschichtlich) und literarischen Analyseschritten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine diachronische und eine literarische Analyse, in denen die Entstehungsbedingungen der Apostelgeschichte und die exakte Auslegung ausgewählter Missionsreden des Petrus erarbeitet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Kerygma, Apostelgeschichte, Exegese, Petrus, Auferstehung, Jesus Christus und christliche Verkündigung.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Kerygma und Didache?
Das Kerygma ist die Botschaft an Nichtgläubige vor der Taufe, während die Didache die vertiefende Lehre darstellt, die einem Menschen nach seiner Taufe und Aufnahme in die christliche Gemeinde zuteilwird.
Welche Rolle spielt der Vergleich mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis?
Der Vergleich verdeutlicht, dass das Kerygma bereits wesentliche Bestandteile des Glaubensbekenntnisses enthält und als ein frühes homiletisches Predigtschema der apostolischen Verkündigung dienen kann.
Was schlussfolgert der Autor über die heutige Bedeutung des Kerygmas?
Der Autor stellt fest, dass die zentralen Wahrheiten des Kerygmas von Leben, Tod und Auferstehung Jesu unverändert aktuell sind und auch heute den zentralen Kern der christlichen Botschaft bilden müssen.
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- Bachelor of Arts in Theology Gregor Dilger (Autor), 2010, Das Kerygma - Glaubensbekenntnis der ersten Gemeinde, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172740