In dieser Arbeit möchte ich auf die Migration im Österreichischen Fernsehen näher eingehen. Warum ich dieses Thema gewählt habe, ist leicht zu erklären, da die Migration im gesamten Medienspektrum eine wichtige Rolle einnimmt. Bezugnehmend auf die Lehrveranstaltung habe ich einige Beispiele gefunden, von denen ich annehme, eine diskriminierende Stellung bezugnehmend auf Migranten in Film und Fernsehen vorzufinden. Besonders ein Text, der zwar in eine andere Richtung geht, dennoch maßgeblich beteiligt war, die Idee „Migration im Österreichischen Fernsehen“ genauer zu untersuchen, war für mich entscheidend diese Arbeit zu schreiben. Dieser Text war von Sandra Ponzanesi „Outlandish Cinema: Screening the Other in Italy“, der mich auf die Idee brachte, das Österreichische Fernsehen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Filmbeispiele
3.Beschreibung der einzelnen Filmsequenzen
3.1 Der Kaisermühlenblues (Folge 21)
3.2 Ein echter Wiener geht nicht unter (Folge 7)
3.3 Hinterholz 8
3.4 Import – Export
4. Analyse der Filmsequenzen
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Migration im österreichischen Film und Fernsehen unter Berücksichtigung diskriminierender Klischees. Dabei wird analysiert, wie Migranten in fiktionalen Handlungen inszeniert werden und inwiefern diese Darstellungen gesellschaftliche Vorurteile widerspiegeln oder festigen.
- Analyse der diskriminierenden Darstellung von Migranten in ausgewählten Filmbeispielen
- Untersuchung von Integrations- und Assimilationsprozessen in der fiktionalen Dramaturgie
- Vergleich von filmischen Klischees mit gesellschaftlichen Realitäten
- Pädagogische Reflexion über die Wirkung medial vermittelter Stereotype auf Rezipienten
Auszug aus dem Buch
3. Beschreibung der einzelnen Filmsequenzen
In dieser Sequenz sieht man zwei „Kaisermühlner“ vor einem Asia Restaurant stehen. Sie unterhalten sich über die Lokalität und fragen sich, was das wohl für ein Lokal sei. Der eine meint, es sei ein chinesisches Lokal, der andere sieht ein japanisches Lokal. Nun stellt sich beiden die Frage, was der Unterschied zwischen einem Chinesen und einem Japaner sei, worauf der eine Mann dem anderen antwortet: „Der, der einen Fotoapparat hat, ist ein Japaner und der, der ein Lokal hat ist ein Chinese“. Im gleichen Moment kommt ein anderer Mann um die Ecke gelaufen und fragt sogleich die beiden Herren, ob sie in dieses Lokal gehen würden. Nach Bejahung der beiden Männer sagt der neu dazugekommene Mann: „Bevor ich zu einem Schlitzauge gehe werde ich zum Abstinenzler“.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für die Themenwahl und verknüpft seine Fragestellung mit medientheoretischen Ansätzen zur Fremdwahrnehmung.
2.Filmbeispiele: Dieses Kapitel liefert eine inhaltliche Übersicht der vier untersuchten Filme unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte und Handlung.
3.Beschreibung der einzelnen Filmsequenzen: Hier werden die konkreten Szenen aus den Filmen deskriptiv analysiert, in denen Migranten auftreten.
4. Analyse der Filmsequenzen: Der Autor verknüpft die Szenenbeschreibungen mit theoretischen Modellen zur Assimilation und arbeitet diskriminierende Muster heraus.
5. Zusammenfassung: Das Fazit reflektiert die mediale Verantwortung und die Auswirkungen von Klischees auf das Rezipientenverhalten, insbesondere bei Kindern.
Schlüsselwörter
Migration, Österreichisches Fernsehen, Integration, Assimilation, Diskriminierung, Klischees, Fremdenhass, Filmsequenzen, Medienwirkung, Vorurteile, Gesellschaft, Identität, Sozialstruktur, Stereotype, Rezipienten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Repräsentation von Migration und Migranten in österreichischen Film- und Fernsehproduktionen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Themenbereiche Assimilation, soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und die Verwendung von Klischees in der filmischen Dramaturgie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie diskriminierende Sprachbilder und Rollenbilder in österreichischen Medien verwendet werden und welche Auswirkungen dies auf die gesellschaftliche Wahrnehmung hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse ausgewählter Filmsequenzen in Kombination mit theoretischen Modellen zur Migration, insbesondere basierend auf Ansätzen von Sandra Ponzanesi und Peter Holzwarth.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung von vier spezifischen Filmbeispielen und deren detaillierte Analyse im Hinblick auf diskriminierende Dialoge und Szenen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Migration, Assimilation, Diskriminierung, Klischees, Medienwirkung und Integration.
Welche Filme dienen als Grundlage für die Analyse?
Untersucht werden die Produktionen „Der Kaisermühlenblues“, „Ein echter Wiener geht nicht unter“, „Hinterholz 8“ und „Import – Export“.
Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Medienwirkung?
Der Autor warnt vor der unkritischen Rezeption von Filmen, da diese als Spiegel der Gesellschaft wirken und durch die Reproduktion von Vorurteilen, insbesondere bei Kindern, negative gesellschaftliche Prozesse fördern können.
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- Mag. Wolfgang Sebastian Weberitsch (Autor), 2011, Migration im österreichischen Fernsehen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172779